Kilayim 9

Kapitel 9

א אֵין אָסוּר מִשּׁוּם כִּלְאַיִם אֶלָּא צֶמֶר וּפִשְׁתִּים. וְאֵינוֹ מִטַּמֵּא בִנְגָעִים אֶלָּא צֶמֶר וּפִשְׁתִּים. אֵין הַכֹּהֲנִים לוֹבְשִׁין לְשַׁמֵּשׁ בְּבֵית הַמִּקְדָּשׁ אֶלָּא צֶמֶר וּפִשְׁתִּים. צֶמֶר גְּמַלִּים וְצֶמֶר רְחֵלִים שֶׁטְּרָפָן זֶה בָזֶה, אִם רֹב מִן הַגְּמַלִּים, מֻתָּר, וְאִם רֹב מִן הָרְחֵלִים, אָסוּר. מֶחֱצָה לְמֶחֱצָה, אָסוּר. וְכֵן הַפִּשְׁתָּן וְהַקַּנְבּוֹס שֶׁטְּרָפָן זֶה בָזֶה:
1 Wegen <span dir="rtl">כלאים</span> ist nur Wolle und Flachs verboten. Eben so gilt die Verunreinigung durch Aussatz nur von Schafwolle und Flachs, auch kleiden sich die Priester beim Dienste im heiligen Tempel nur in Schafwolle und Flachs. Ist Kameelhaar mit Schafwolle vermengt, so ist Flachs dazu erlaubt, wenn das Meiste Kameelhaar ist, dagegen verboten, wenn mehr Schafwolle darunter oder gleich viel von jedem ist. Dasselbe gilt von Flachs und Hanf untereinander.
ב הַשִּׁירָיִים וְהַכָּלָךְ אֵין בָּהֶם מִשּׁוּם כִּלְאַיִם, אֲבָל אֲסוּרִים מִפְּנֵי מַרְאִית הָעָיִן. הַכָּרִים וְהַכְּסָתוֹת אֵין בָּהֶם מִשּׁוּם כִּלְאַיִם, וּבִלְבַד שֶׁלֹּא יִהְיֶה בְשָׂרוֹ נוֹגֵעַ בָּהֶן. אֵין עֲרַאי לְכִלְאָיִם. וְלֹא יִלְבַּשׁ כִּלְאַיִם אֲפִלּוּ עַל גַּבֵּי עֲשָׂרָה, אֲפִלּוּ לִגְנֹב אֶת הַמֶּכֶס:
2 Feine Seide und Muschel-Seide sind nicht bedenklich wegen <span dir="rtl">כלאים</span>, aber verboten wegen des äusseren Scheines. Polster und Kissen unterliegen keinem Bedenken wegen <span dir="rtl">כלאים</span>, wofern man sie nicht mit blossem Leibe berührt. Uebrigens darf man <span dir="rtl">כלאים</span> weder auf einen Augenblick noch überhaupt anzieben, selbst über zehn Kleider ja wäre es auch nur um willkührlichem Zolle zu entgehen.
ג מִטְפְּחוֹת הַיָּדַיִם, מִטְפְּחוֹת הַסְּפָרִים, מִטְפְּחוֹת הַסַּפָּג, אֵין בָּהֶם מִשּׁוּם כִּלְאָיִם. רַבִּי אֶלְעָזָר אוֹסֵר. וּמִטְפְּחוֹת הַסַּפָּרִים, אֲסוּרוֹת מִשּׁוּם כִּלְאָיִם:
3 Die Handtücher, Tücher um die Gesetzrollen und Badetücher unterliegen keinem Bedenken wegen <span dir="rtl">כלאים</span>. R. Elieser verbietet solche. Die Umhänge-Tücher der Bartscheerer sind, wenn sie aus <span dir="rtl">כלאים</span> bestehen, verboten.
ד תַּכְרִיכֵי הַמֵּת וּמַרְדַּעַת שֶׁל חֲמוֹר, אֵין בָּהֶם מִשּׁוּם כִּלְאָיִם. לֹא יִתֵּן הַמַּרְדַּעַת עַל כְּתֵפוֹ, אֲפִלּוּ לְהוֹצִיא עָלֶיהָ זֶבֶל:
4 Die Einhüllung der Leichen und die Sattelpolster auf dem Esel unterliegen keinem Bedenken wegen <span dir="rtl">כלאים</span>, doch soll man nicht solches Polster auf die Schulter nehmen, wäre es auch, um Mist darin wegzutragen.
ה מוֹכְרֵי כְסוּת מוֹכְרִין כְּדַרְכָּן, וּבִלְבַד שֶׁלֹּא יִתְכַּוְּנוּ בַּחַמָּה מִפְּנֵי הַחַמָּה, וּבַגְּשָׁמִים מִפְּנֵי הַגְּשָׁמִים. וְהַצְּנוּעִים מַפְשִׁילִין בְּמַקֵּל לַאֲחוֹרֵיהֶם:
5 Kleiderhändler verkaufen wie gewöhnlich, nur dürfen sie nicht beabsichtigen, sich beim Sonnenschein gegen die Sonne und im Regenwetter gegen den Regen zu schützen. Die streng am Gesetz Haltenden, tragen (die Kleider) auf einem Stabe hinter sich.
ו תּוֹפְרֵי כְסוּת תּוֹפְרִין כְּדַרְכָּן, וּבִלְבַד שֶׁלֹּא יִתְכַּוְּנוּ בַּחַמָּה מִפְּנֵי הַחַמָּה, וּבַגְּשָׁמִים מִפְּנֵי הַגְּשָׁמִים. וְהַצְּנוּעִים תּוֹפְרִים בָּאָרֶץ:
6 Diejenigen, welche Kleider nähen, können nach Gewohnheit nähen, nur dürfen sie, sich beim Sonnenschein nicht gegen die Sonne und im Regenwetter nicht gegen den Regen zu schützen beabsichtigen. Die streng am Gesetz Haltenden, nähen so, dass die Kleider auf der Erde liegen.
ז הַבַּרְסִין וְהַבַּרְדְּסִין וְהַדַּלְמְטִקְיוֹן וּמִנְעֲלוֹת הַפִּנּוֹן, לֹא יִלְבַּשׁ בָּהֶן עַד שֶׁיִּבְדֹּק. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, הַבָּאִים מֵחוֹף הַיָּם וּמִמְּדִינַת הַיָּם אֵינָן צְרִיכִין בְּדִיקָה, מִפְּנֵי שֶׁחֶזְקָתָן בַּקַּנְבּוֹס. וּמִנְעָל שֶׁל זֶרֶד אֵין בּוֹ מִשּׁוּם כִּלְאָיִם:
7 Decken, Matratzen, wollene Beinkleider und Socken von schlechter Wolle soll man nicht anziehen, bevor man sie sorgfältig untersucht hat. R. Jose sagt: Wenn sie vou der Seeküste oder über das Meer herkommen, bedürfen sie keiner Untersuchung, weil die Voraussetzung gilt, sie seien mit Hanf genäht. Gefütterte Pantoffeln unterliegen keinem Bedenken wegen <span dir="ltr">כלאים</span>.
ח אֵין אָסוּר מִשּׁוּם כִּלְאַיִם אֶלָּא טָווּי וְאָרוּג, שֶׁנֶּאֱמַר (דברים כב) לֹא תִלְבַּשׁ שַׁעַטְנֵז, דָּבָר שֶׁהוּא שׁוּעַ טָווּי וָנוּז. רַבִּי שִׁמְעוֹן בֶּן אֶלְעָזָר אוֹמֵר, נָלוֹז וּמֵלִּיז הוּא אֶת אָבִיו שֶׁבַּשָּׁמַיִם עָלָיו:
8 Als <span dir="rtl">כלאים</span> ist nur verboten, was zusammengesponnen und gewirkt ist, denn es heisst: Du sollst nicht <span dir="rtl">שעטנז</span>, anziehen, eine Sache, die gehechelt, gesponnen und- zusammengezwirnt ist. R. Simeon ben Elasar sagt: <span dir="rtl">נוז</span> ist so viel wie <span dir="rtl">נלוז</span> gekrümmt, das bedeutet: Der Übertreter wandelt krumme Wege und sucht den Vater im Himmel von sich abzulenken.
ט הַלְּבָדִים אֲסוּרִים, מִפְּנֵי שֶׁהֵם שׁוּעִים. פִּיו שֶׁל צֶמֶר בְּשֶׁל פִּשְׁתָּן אָסוּר, מִפְּנֵי שֶׁהֵם חוֹזְרִין כָּאָרִיג. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, מְשִׁיחוֹת שֶׁל אַרְגָּמָן אֲסוּרוֹת, מִפְּנֵי שֶׁהוּא מוֹלֵל עַד שֶׁלֹּא קוֹשֵׁר. לֹא יִקְשֹׁר סֶרֶט שֶׁל צֶמֶר בְּשֶׁל פִּשְׁתָּן לַחְגֹּר בּוֹ אֶת מָתְנָיו, אַף עַל פִּי שֶׁהָרְצוּעָה בָאֶמְצַע:
9 Filz (mit Flachs zu mischen) ist verboten weil er aus gekämmter Wolle besteht. Den Rand des Gewebes von Flachs darf man nicht aus Wolle machen, weil die Fäden wieder in das Gewebe eingreifen. R. Jose sagt: Bindeschnüre aus Purpurwolle (um das Hemde) zu binden ist nicht erlaubt, weil man dieselben einflicht, ehe man sie umknüpft. Man soll auch nicht einen wollenen Strick an einen leinenen knüpfen, um ihn um die Lenden zu gürten, selbst wenn der lederne Riemen dazwischen liegt.
י אוֹתוֹת הַגַּרְדִּין וְאוֹתוֹת הַכּוֹבְסִים, אֲסוּרוֹת מִשּׁוּם כִּלְאָיִם. הַתּוֹכֵף תְּכִיפָה אַחַת, אֵינָהּ חִבּוּר, וְאֵין בָּהּ מִשּׁוּם כִּלְאַיִם, וְהַשּׁוֹמְטָהּ בְּשַׁבָּת, פָּטוּר. עָשָׂה שְׁנֵי רָאשֶׁיהָ לְצַד אֶחָד, חִבּוּר, וְיֶשׁ בָּהּ מִשּׁוּם כִּלְאַיִם, וְהַשּׁוֹמְטָהּ בְּשַׁבָּת, חַיָּב. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, עַד שֶׁיְּשַׁלֵּשׁ. הַשַּׂק וְהַקֻּפָּה מִצְטָרְפִין לְכִלְאָיִם:
10 Auch die Zeichen der Weber und der Walker sind wegen <span dir="rtl">כלאים</span> verboten. — Ein einziger Nadelstich ist keine Anheftung, also auch wegen <span dir="rtl">כלאים</span> nicht bedenklich. Auch ist, wer ihn an Sabbat herauszieht, nicht strafbar. Macht man aber den Stich so, dass beide Enden auf einer Seite sind, so ist es eine Anheftung, ist wegen <span dir="rtl">כלאים</span> bedenklich und, wer ihn an Sabbat herauszieht, ist strafbar. R. Jehudah sagt; Erst wenn man drei Stiche macht. Ein Sack und ein Weidenkorb werden, falls <span dir="rtl">כלאים</span> daran sind, zusammengerechnet.