Gittin 8

Kapitel 8

א הַזּוֹרֵק גֵּט לְאִשְׁתּוֹ וְהִיא בְתוֹךְ בֵּיתָהּ אוֹ בְתוֹךְ חֲצֵרָהּ, הֲרֵי זוֹ מְגֹרֶשֶׁת. זְרָקוֹ לָהּ בְּתוֹךְ בֵּיתוֹ אוֹ בְתוֹךְ חֲצֵרוֹ, אֲפִלּוּ הוּא עִמָּהּ בַּמִּטָּה, אֵינָהּ מְגֹרֶשֶׁת. לְתוֹךְ חֵיקָהּ אוֹ לְתוֹךְ קַלְתָּהּ, הֲרֵי זוֹ מְגֹרָשֶׁת:
1 Wenn jemand seiner Frau einen Scheidebrjef zuwirft, wahrend sie sich in ihrem Hause oder ihrem Hofe befindet, so ist sie geschieden; wenn er ihn ihr in seinem Hause oder in seinem Hofe zuwirft, so ist sie, selbst wenn er zu ihr ins Bett fällt, nicht geschieden, wenn aber in ihren Schoß oder in ihr Körbchen, so ist sie geschieden.
ב אָמַר לָהּ, כִּנְסִי שְׁטָר חוֹב זֶה, אוֹ שֶׁמְּצָאָתוֹ מֵאֲחוֹרָיו, קוֹרְאָה וַהֲרֵי הוּא גִטָּהּ, אֵינוֹ גֵט, עַד שֶׁיֹּאמַר לָהּ, הֵא גִטֵּךְ. נָתַן בְּיָדָהּ וְהִיא יְשֵׁנָה, נֵעוֹרָה, קוֹרְאָה וַהֲרֵי הוּא גִטָּהּ, אֵינוֹ גֵט, עַד שֶׁיֹּאמַר לָהּ הֵא זֶה גִטֵּךְ. הָיְתָה עוֹמֶדֶת בִּרְשׁוּת הָרַבִּים וּזְרָקוֹ לָהּ, קָרוֹב לָהּ, מְגֹרֶשֶׁת. קָרוֹב לוֹ, אֵינָהּ מְגֹרֶשֶׁת. מֶחֱצָה עַל מֶחֱצָה, מְגֹרֶשֶׁת וְאֵינָהּ מְגֹרָשֶׁת:
2 Wenn er zu ihr gesagt hat: nimm diesen Schuldschein, oder wenn sie ihn hinter ihm gefunden hat, und sie ihn liest und sieht, daß es ihr Scheidebrief sei, so ist er ungültig; nur wenn er zu ihr gesagt hat: da ist dein Scheiderrief. Wenn er ihn ihr im Schlafe in die Hand gelegt hat und sie erwachend ihn liest und sieht, daß es ihr Scheidebrief sei, so ist er ungültig; Wenn sie auf öffentlichem Gebiete steht und er ihr den Scheidebrief zuwirft, so ist sie, wenn er ihr näher ist, geschieden, wenn er ihm näher ist, nicht geschieden, und wenn Hälfte gegen Hälfte, geschieden und nicht geschieden.
ג וְכֵן לְעִנְיַן קִדּוּשִׁין. וְכֵן לְעִנְיַן הַחוֹב. אָמַר לוֹ בַּעַל חוֹבוֹ, זְרֹק לִי חוֹבִי, וּזְרָקוֹ לוֹ, קָרוֹב לַמַּלְוֶה, זָכָה הַלֹּוֶה. קָרוֹב לַלֹּוֶה, הַלֹּוֶה חַיָּב. מֶחֱצָה עַל מֶחֱצָה, שְׁנֵיהֶם יַחֲלֹקוּ. הָיְתָה עוֹמֶדֶת עַל רֹאשׁ הַגַּג וּזְרָקוֹ לָהּ, כֵּיוָן שֶׁהִגִּיעַ לַאֲוִיר הַגַּג, הֲרֵי זוֹ מְגֹרֶשֶׁת. הוּא מִלְמַעְלָה וְהִיא מִלְּמַטָּה וּזְרָקוֹ לָהּ, כֵּיוָן שֶׁיָּצָא מֵרְשׁוּת הַגַּג, נִמְחַק אוֹ נִשְׂרַף, הֲרֵי זוֹ מְגֹרָשֶׁת:
3 Dasselbe gilt auch von der Antrauung und dasselbe von einer Schuld. Wenn sein Gläubiger zu ihm gesagt hat: wirf mir meine Schuld zu, und er sie ihm zugeworfen hat, so ist, wenn sie dem Gläubiger näher ist, der Schuldner im Vorteil, wenn sie dem Schuldner näher ist, der Schuldner haftbar, und wenn Hälfte gegen Hälfte, so teilen sie. Wenn sie auf der Spitze des Daches gestanden und er ihr den Scheidebrief zugeworfen hat, so ist sie, sobald er den Lufträum des Daches erreicht hat, geschieden; wenn er oben und sie unten gestanden und er ihn ihr zugeworfen hat, so ist sie, sobald er aus dem Gebiete des Daches gekommen, auch wenn er verwischt oder verbrannt worden ist, geschieden.
ד בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, פּוֹטֵר אָדָם אֶת אִשְׁתּוֹ בְגֵט יָשָׁן. וּבֵית הִלֵּל אוֹסְרִין. וְאֵיזֶהוּ גֵט יָשָׁן, כֹּל שֶׁנִּתְיַחֵד עִמָּהּ אַחַר שֶׁכְּתָבוֹ לָהּ:
4 Die Schule Šammajs sagt, man könne seine Frau mit einem alten Scheidebriefe entlassen; die Schule Hillels verbietet dies. Ein alter Scheidebrief heißt er, wenn, nachdem er geschrieben worden ist, der Ehemann mit ihr zusammen war.
ה כָּתַב לְשׁוּם מַלְכוּת שְׁאֵינָהּ הוֹגֶנֶת, לְשׁוּם מַלְכוּת מָדַי, לְשׁוּם מַלְכוּת יָוָן, לְבִנְיַן הַבַּיִת, לְחֻרְבַּן הַבַּיִת, הָיָה בַמִּזְרָח וְכָתַב בַּמַּעֲרָב, בַּמַּעֲרָב וְכָתַב בַּמִּזְרָח, תֵּצֵא מִזֶּה וּמִזֶּה, וּצְרִיכָה גֵט מִזֶּה וּמִזֶּה, וְאֵין לָהּ לֹא כְתֻבָּה וְלֹא פֵרוֹת וְלֹא מְזוֹנוֹת וְלֹא בְלָאוֹת, לֹא עַל זֶה וְלֹא עַל זֶה. אִם נָטְלָה מִזֶּה וּמִזֶּה, תַּחֲזִיר. וְהַוָּלָד מַמְזֵר מִזֶּה וּמִזֶּה. וְלֹא זֶה וָזֶה מִטַּמְּאִין לָהּ, וְלֹא זֶה וָזֶה זַכָּאִין לֹא בִמְצִיאָתָהּ וְלֹא בְמַעֲשֵׂה יָדֶיהָ וְלֹא בַהֲפָרַת נְדָרֶיהָ. הָיְתָה בַת יִשְׂרָאֵל, נִפְסֶלֶת מִן הַכְּהֻנָּה. בַּת לֵוִי, מִן הַמַּעֲשֵׂר. בַּת כֹּהֵן, מִן הַתְּרוּמָה. וְאֵין יוֹרְשָׁיו שֶׁל זֶה וְיוֹרְשָׁיו שֶׁל זֶה יוֹרְשִׁין כְּתֻבָּתָהּ. וְאִם מֵתוּ, אָחִיו שֶׁל זֶה וְאָחִיו שֶׁל זֶה חוֹלְצִין וְלֹא מְיַבְּמִין. שִׁנָּה שְׁמוֹ וּשְׁמָהּ, שֵׁם עִירוֹ וְשֵׁם עִירָהּ, תֵּצֵא מִזֶּה וּמִזֶּה, וְכָל הַדְּרָכִים הָאֵלּוּ בָהּ:
5 Wenn er den Scheidebrief nach der Ära eines unwürdigen Reiches datiert hat, nach der Ära des medischen Reiches, nach der Ära des griechischen Reiches, nach der Ära des Tempelbaues, nach der Ära der Tempelzerstörung, Oder Wenn Er Im Osten war und ‘im Westen’ oder im Westen war und ‘im Osten’ geschrieben hat, so muss sie vom ersten und vom anderen fort; sie benötigt eines Scheidebriefes vom ersten und vom anderen; Sie Erhält Morgengabe, Fruchtgenuß, Unterhalt und ihre abgetragenen Kleider weder vom ersten noch vom anderen. Hat sie sie vom ersten oder vom anderen erhalten, so muss sie sie zurückgeben; ihr Kind vom ersten und vom anderen ist ein Hurenkind; weder der erste noch der andere darf sich an ihr verunreinigen; weder der erste noch der andere hat Anrecht auf ihren Fund, ihre Händearbeit oder die Aufhebung ihrer Gelübde. Sie ist untauglich, Wenn Sie Die Tochter eines Jisraéliten ist, fürdie Priesterschaft, wenn die Tochter eines Leviten, für den Zehnten, und wenn die Tochter eines Priesters, für die Hebe. Weder die Erben des ersten noch die Erben des anderen erben ihre Morgengabe. Sind sie gestorben, so vollziehe der Bruder des ersten und der Bruder des anderen an ihr die Ḥaliça und nicht die Schwagerehe. Hat er seinen Namen, ihren Namen, den Namen seiner Stadt oder den Namen ihrer Stadt geändert, so muss sie vom ersten und vom anderen fort,
ו כָּל הָעֲרָיוֹת שֶׁאָמְרוּ צָרוֹתֵיהֶן מֻתָּרוֹת, הָלְכוּ הַצָּרוֹת הָאֵלּוּ וְנִשְּׂאוּ וְנִמְצְאוּ אֵלּוּ אַיְלוֹנִיּוֹת, תֵּצֵא מִזֶּה וּמִזֶּה, וְכָל הַדְּרָכִים הָאֵלּוּ בָהּ:
6 Und All Diese Bestimmungen gelten bei ihr. Wenn eine von den Inzestuösen, von denen sie gesagt haben, ihre Nebenbuhlerinnen seien entbunden, sich verheiratet hat, und es sich herausstellt, daß sie zwitterhaft ist, so müssen die anderen von diesem und jenem fort, und all diese Bestimmungen gelten bei ihnen.
ז הַכּוֹנֵס אֶת יְבִמְתּוֹ וְהָלְכָה צָרָתָהּ וְנִשֵּׂאת לְאַחֵר וְנִמְצְאָה זֹאת שֶׁהִיא אַיְלוֹנִית, תֵּצֵא מִזֶּה וּמִזֶּה וְכָל הַדְּרָכִים הָאֵלּוּ בָהּ:
7 Wenn jemand seine Eheschwägerin genommen und ihre Nebenbuhlerin einen anderen geheiratet hat, und es sich herausstellt, daß jene zwitterhaft ist, so muss sie von diesem und jenem fort, und all diese Bestimmungen gelten bei ihr.
ח כָּתַב סוֹפֵר גֵּט לָאִישׁ וְשׁוֹבֵר לָאִשָּׁה, וְטָעָה וְנָתַן גֵּט לָאִשָּׁה וְשׁוֹבֵר לָאִישׁ, וְנָתְנוּ זֶה לָזֶה, וּלְאַחַר זְמַן הֲרֵי הַגֵּט יוֹצֵא מִיַּד הָאִישׁ, וְשׁוֹבֵר מִיַּד הָאִשָּׁה, תֵּצֵא מִזֶּה וּמִזֶּה, וְכָל הַדְּרָכִים הָאֵלּוּ בָהּ. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, אִם לְאַלְתַּר יָצָא, אֵין זֶה גֵט. אִם לְאַחַר זְמַן יָצָא, הֲרֵי זֶה גֵט. לֹא כָל הֵימֶנּוּ מִן הָרִאשׁוֹן לְאַבֵּד זְכוּתוֹ שֶׁל שֵׁנִי. כָּתַב לְגָרֵשׁ אֶת אִשְׁתּוֹ וְנִמְלַךְ, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, פְּסָלָהּ מִן הַכְּהֻנָּה. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, אַף עַל פִּי שֶׁנְּתָנוֹ לָהּ עַל תְּנַאי וְלֹא נַעֲשָׂה הַתְּנַאי, לֹא פְסָלָהּ מִן הַכְּהֻנָּה:
8 Wenn der Schreiber für den Mann den Scheidebrief und für die Frau die Quittung geschrieben und irrtümlich den Scheidebrief der Frau und die Quittung dem Manne gegeben hat, und diese sie einander ausgehändigt haben, Und Nach Einer Zeit der Scheidebrief beim Manne und die Quittung bei der Frau zum Vorschein kommt, so muss sie vom ersten und vom anderen fort, und all diese Bestimmungen gelten bei ihr. R. Elie͑zer sagt, wenn der Scheidebrief sofort zum Vorschein kommt, sei er ungültig, wenn aber nach einer Zeit, sei er gültig, da der erste nicht befugt ist, den anderen um sein Recht zu bringen. Wenn er einen Scheidebrief geschrieben hat, um sich von seiner Frau scheiden zu lassen, und davon abgekommen ist, so hat er sie, wie die Schule Šammajs sagt, für die Priesterschaft untauglich gemacht; die Schule Hillels sagt, selbst wenn er ihn ihr bedingungsweise gegeben hat und die Bedingung nicht erfüllt worden ist, habe er sie für die Priesterschaft nicht untauglich gemacht.
ט הַמְגָרֵשׁ אֶת אִשְׁתּוֹ וְלָנָה עִמּוֹ בְּפֻנְדְּקִי, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, אֵינָהּ צְרִיכָהּ הֵימֶנּוּ גֵט שֵׁנִי. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, צְרִיכָה הֵימֶנּוּ גֵט שֵׁנִי. אֵימָתַי, בִּזְמַן שֶׁנִּתְגָּרְשָׁה מִן הַנִּשּׂוּאִין. וּמוֹדִים בְּנִתְגָּרְשָׁה מִן הָאֵרוּסִין שֶׁאֵינָהּ צְרִיכָה הֵימֶנּוּ גֵט שֵׁנִי, מִפְּנֵי שֶׁאֵין לִבּוֹ גַס בָּהּ. כְּנָסָהּ בְּגֵט קֵרֵחַ, תֵּצֵא מִזֶּה וּמִזֶּה, וְכָל הַדְּרָכִים הָאֵלּוּ בָהּ:
9 Wenn jemand sigh von seiner Frau scheiden ließ und sie darauf mit ihm in einer Herberge übernachtete, so benötigt sie, wie die Schule Šammajs sagt, keines anderen Scheidebriefes von ihm; die Schule Hillels sagt, sie benötige von ihm eines anderen Scheidebriefes. Dies nur dann, wenn sie aus der Verheiratung geschieden worden ist, wenn sie aber aus der Verlobung geschieden worden ist, pflichten alle bei, daß sie keines anderen Scheidebriefes von ihm benötige, weil er mit ihr nicht vertraut ist. Wenn er sie auf Grund eines glatzenhaften Scheidebriefes geheiratet hat, so muss sie vom ersten und vom anderen fort, und jene Alle Bestimmungen gelten bei ihr.
י גֵּט קֵרֵחַ, הַכֹּל מַשְׁלִימִין עָלָיו, דִּבְרֵי בֶן נַנָּס. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, אֵין מַשְׁלִימִין עָלָיו אֶלָּא קְרוֹבִים הָרְאוּיִין לְהָעִיד בְּמָקוֹם אַחֵר. וְאֵיזֶהוּ גֵּט קֵרֵחַ. כֹּל שֶׁקְּשָׁרָיו מְרֻבִּין מֵעֵדָיו:
10 Jeder darf die Zeugenunterschrift des glatzenhaften Scheidebriefes ergänzen – so Ben Nannos; R. A͑qiba sagt, nur Verwandte, die sonst als Zeugen zulässig sind, dürfen sie ergänzen. Ein glatzenhafter Scheidebrief ist der, der mehr Falten hat als Zeugenunterschriften.