Gittin 5

Kapitel 5

א הַנִּזָּקִין שָׁמִין לָהֶם בְּעִדִּית וּבַעַל חוֹב בְּבֵינוֹנִית, וּכְתֻבַּת אִשָּׁה בְּזִבּוּרִית. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, אַף כְּתֻבַּת אִשָּׁה בְּבֵינוֹנִית:
1 Geschädigte werden mit Gutem bezahlt, Gläubiger mit Mittelmäßigem und die Morgengabe der Frau mit Schlechtem. R. Meír sagt, auch die Morgengabe mit Mittelmäßigem.
ב אֵין נִפְרָעִין מִנְּכָסִים מְשֻׁעְבָּדִים בִּמְקוֹם שֶׁיֵּשׁ נְכָסִים בְּנֵי חוֹרִין, וַאֲפִלּוּ הֵן זִבּוּרִית. אֵין נִפְרָעִין מִנִּכְסֵי יְתוֹמִים, אֶלָּא מִן הַזִּבּוּרִית:
2 Man kann von veräußerten Gütern nicht einfordern, wenn freie vorhanden sind, selbst wenn sie aus Schlechtem bestehen. Von den Gütern der Waisen ist Zahlung nur vom Schlechten einzufordern.
ג אֵין מוֹצִיאִין לַאֲכִילַת פֵּרוֹת וּלְשֶׁבַח קַרְקָעוֹת וְלִמְזוֹן הָאִשָּׁה וְהַבָּנוֹת מִנְּכָסִים מְשֻׁעְבָּדִים, מִפְּנֵי תִקּוּן הָעוֹלָם. וְהַמּוֹצֵא מְצִיאָה, לֹא יִשָּׁבַע, מִפְּנֵי תִקּוּן הָעוֹלָם:
3 Man kann die verzehrten Früchte , die Melioration von Grundstücken Und Die Alimente für Frau und Töchter nicht von veräußerten Gütern einfordern, als vorsorgende Institution. Wer einen Fund abliefert, braucht nicht zu schwören , als vorsorgende Institution.
ד יְתוֹמִים שֶׁסָּמְכוּ אֵצֶל בַּעַל הַבַּיִת אוֹ שֶׁמִּנָּה לָהֶן אֲבִיהֶן אַפּוֹטְרוֹפּוֹס, חַיָּב לְעַשֵּׂר פֵּרוֹתֵיהֶן. אַפּוֹטְרוֹפּוֹס שֶׁמִּנָּהוּ אֲבִי יְתוֹמִים, יִשָּׁבֵעַ. מִנָּהוּ בֵית דִּין, לֹא יִשָּׁבֵעַ. אַבָּא שָׁאוּל אוֹמֵר, חִלּוּף הַדְּבָרִים. הַמְטַמֵּא וְהַמְדַמֵּעַ וְהַמְנַסֵּךְ בְּשׁוֹגֵג, פָּטוּר. בְּמֵזִיד, חַיָּב. הַכֹּהֲנִים שֶׁפִּגְּלוּ בַמִּקְדָּשׁ מְזִידִין, חַיָּבִין:
4 Wenn Waisen bei einem Hausherrn untergebracht sind, oder wenn ihr Vater ihnen jemand als Vormund bestellt hat, so muss er ihre Früchte verzehnten. Der Vormund, den der Vater der Waisen bestellt hat, muss schwören, den das Gericht bestellt hat, braucht nicht zu schwören. Abba Šaúl sagt, es verhalte sich entgegengesetzt. Wenn jemand unrein macht, bemischt oder libiert, so ist er, wenn versehentlich, ersatzfrei, und wenn vorsätzlich, haftbar. Wenn Priester im Tempel ein Opfer vorsätzlich verwerflich gemacht haben, so sind sie haftbar.
ה הֵעִיד רַבִּי יוֹחָנָן בֶּן גֻּדְגְּדָה עַל הַחֵרֶשֶׁת שֶׁהִשִּׂיאָהּ אָבִיהָ, שֶׁהִיא יוֹצְאָה בְגֵט. וְעַל קְטַנָּה בַת יִשְׂרָאֵל שֶׁנִּשֵּׂאת לְכֹהֵן, שֶׁאוֹכֶלֶת בַּתְּרוּמָה, וְאִם מֵתָה, בַּעְלָהּ יוֹרְשָׁהּ. וְעַל הַמָּרִישׁ הַגָּזוּל שֶׁבְּנָאוֹ בַבִּירָה, שֶׁיִּטֹּל אֶת דָּמָיו, מִפְּנֵי תַקָּנַת הַשָּׁבִים. וְעַל חַטָּאת הַגְּזוּלָה שֶׁלֹּא נוֹדְעָה לָרַבִּים, שֶׁהִיא מְכַפֶּרֶת, מִפְּנֵי תִקּוּן הַמִּזְבֵּחַ:
5 R. Joḥanan b. Gudgada bekundete, daß eine von ihrem Vater ver heiratete Taubstumme durch einen Scheidebrief geschieden werde. Daß eine an einen Priester verheiratete minderjährige Jisraélitin Hebe essen dürfe, und wenn sie gestorben ist, ihr Mann sie beerbe. Daß, wenn jemand einen geraubten Balken in ein Gebäude eingebaut hat, der Beraubte für diesen Ersatz nehmen müsse, als Vorsorge für die Bußfertigen. Daß ein geraubtes Sündopfer, wenn dies den Leuten unbekannt ist, Sühne schaffe, aus Vorsorge für den Altar.
ו לֹא הָיָה סִיקָרִיקוֹן בִּיהוּדָה בַהֲרוּגֵי מִלְחָמָה. מֵהֲרוּגֵי מִלְחָמָה וְאֵילָךְ, יֶשׁ בָּהּ סִיקָרִיקוֹן. כֵּיצַד. לָקַח מִסִּיקָרִיקוֹן וְחָזַר וְלָקַח מִבַּעַל הַבַּיִת, מִקָּחוֹ בָטֵל. מִבַּעַל הַבַּיִת וְחָזַר וְלָקַח מִסִּיקָרִיקוֹן, מִקָּחוֹ קַיָּם. לָקַח מִן הָאִישׁ וְחָזַר וְלָקַח מִן הָאִשָּׁה, מִקָּחוֹ בָטֵל. מִן הָאִשָּׁה וְחָזַר וְלָקַח מִן הָאִישׁ, מִקָּחוֹ קַיָּם. זוֹ מִשְׁנָה רִאשׁוֹנָה. בֵּית דִּין שֶׁל אַחֲרֵיהֶם אָמְרוּ, הַלּוֹקֵחַ מִסִּיקָרִיקוֹן נוֹתֵן לַבְּעָלִים רְבִיעַ. אֵימָתַי, בִּזְמַן שֶׁאֵין בְּיָדָן לִקַּח. אֲבָל יֵשׁ בְּיָדָן לִקַּח, הֵן קוֹדְמִין לְכָל אָדָם. רַבִּי הוֹשִׁיב בֵּית דִּין וְנִמְנוּ, שֶׁאִם שָׁהֲתָה בִפְנֵי סִיקָרִיקוֹן שְׁנֵים עָשָׂר חֹדֶשׁ, כָּל הַקּוֹדֵם לִקַּח, זוֹכֶה, אֲבָל נוֹתֵן לַבְּעָלִים רְבִיעַ:
6 Während der Kriegsmetzeleien gab es in Judäa keine Plünderer, nach den Kriegsmetzeleien gab es da Plünderer. Wenn jemand ein Feld von einem Plünderer und darauf vom Eigentümer gekauft hat, so ist sein Kauf ungültig, wenn aber vom Eigentümer und darauf vom Plünderer, so ist sein Kauf gültig. Wenn er es vom Ehemanne und darauf von der Frau gekauft hat, so ist sein Kauf ungültig, wenn aber von der Frau und darauf vom Ehemanne, so ist sein Kauf gültig. Dies ist die erste Fassung der Mišna; Das Spätere Gericht bestimmte, daß, wenn jemand von einem Plünderer kauft, er ein Viertel an den Eigentümer zahle. Dies nur dann, wenn der Eigentümer es nicht zurückkaufen kann, wenn er es aber zurückkaufen kann, so geht er jedem anderen vor. Rabbi setzte ein Gerichtskollegium ein und es stimmte ab, daß, wenn es zwölf Monate im Besitze des Plünderers war, jeder, der es zuerst gekauft hat, es erworben habe, jedoch ein Viertel an den Eigentümer zahle.
ז חֵרֵשׁ רוֹמֵז וְנִרְמָז. וּבֶן בְּתֵירָא אוֹמֵר, קוֹפֵץ וְנִקְפָּץ, בְּמִטַּלְטְלִין. הַפָּעוֹטוֹת, מִקָּחָן מִקָּח וּמִמְכָּרָן מִמְכָּר, בְּמִטַּלְטְלִין:
7 Der Taubstumme kann durch Zeichen verständigen und verständigt werden. Ben Bethera sagt, bei beweglichen Sachen kann er auch durch Mienen Verständigen Und Verständigt Werden. Der Kauf und Verkauf kleiner Kinder ist bei beweglichen Sachen gültig.
ח וְאֵלּוּ דְבָרִים אָמְרוּ מִפְּנֵי דַרְכֵי שָׁלוֹם. כֹּהֵן קוֹרֵא רִאשׁוֹן, וְאַחֲרָיו לֵוִי וְאַחֲרָיו יִשְׂרָאֵל, מִפְּנֵי דַרְכֵי שָׁלוֹם. מְעָרְבִין בְּבַיִת יָשָׁן, מִפְּנֵי דַרְכֵי שָׁלוֹם. בּוֹר שֶׁהוּא קָרוֹב לָאַמָּה, מִתְמַלֵּא רִאשׁוֹן, מִפְּנֵי דַרְכֵי שָׁלוֹם. מְצוּדוֹת חַיָּה וְעוֹפוֹת וְדָגִים יֵשׁ בָּהֶם מִשּׁוּם גָּזֵל, מִפְּנֵי דַרְכֵי שָׁלוֹם. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, גָּזֵל גָּמוּר. מְצִיאַת חֵרֵשׁ שׁוֹטֶה וְקָטָן, יֵשׁ בָּהֶן מִשּׁוּם גָּזֵל, מִפְּנֵי דַרְכֵי שָׁלוֹם. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, גָּזֵל גָּמוּר. עָנִי הַמְנַקֵּף בְּרֹאשׁ הַזַּיִת, מַה שֶּׁתַּחְתָּיו גָּזֵל, מִפְּנֵי דַרְכֵי שָׁלוֹם. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, גָּזֵל גָּמוּר. אֵין מְמַחִין בְּיַד עֲנִיֵּי גוֹיִם בְּלֶקֶט שִׁכְחָה וּפֵאָה, מִפְּנֵי דַרְכֵי שָׁלוֹם:
8 Folgendes ordneten sie des Friedens wegen an. Ein Priester liest als erster vor, nach ihm ein Levite und nach ihm ein Jisraélit, des Friedens wegen. Man lege den E͑rub im alten Hause nieder, des Friedens wegen. Der dem Teiche nächste Brunnen werde zuerst gefüllt,des Friedens wegen. Bei Tier-, Vogel- und Fischfallen hat das Verbot des Raubens Geltung, des Friedens wegen; R. Jose sagt, es sei wirklicher Raub. Beim Funde eines Tauben, Blöden oder Minderjährigen hat das Verbot des Raubens Geltung, des Friedens wegen; R. Jose sagt, es sei wirklicher Raub. Wenn ein Armer auf der Spitze eines Olivenbaumes Früchte abklopft, so hat bei den unten befindlichen das Verbot des Raubens Geltung, des Friedens wegen; R. Jose sagt, es sei wirklicher Raub. Man verwehre nichtjüdischen Armen nicht das Einsammeln von Nachlese, Vergessenem und Eckenlaß, des Friedens wegen.
ט מַשְׁאֶלֶת אִשָּׁה לַחֲבֶרְתָּהּ הַחֲשׁוּדָה עַל הַשְּׁבִיעִית, נָפָה וּכְבָרָה וְרֵחַיִם וְתַנּוּר, אֲבָל לֹא תָבֹר וְלֹא תִטְחַן עִמָּהּ. אֵשֶׁת חָבֵר מַשְׁאֶלֶת לְאֵשֶׁת עַם הָאָרֶץ, נָפָה וּכְבָרָה, וּבוֹרֶרֶת וְטוֹחֶנֶת וּמַרְקֶדֶת עִמָּהּ, אֲבָל מִשֶּׁתַּטִּיל הַמַּיִם, לֹא תִגַּע עִמָּהּ, לְפִי שֶׁאֵין מַחֲזִיקִין יְדֵי עוֹבְרֵי עֲבֵרָה. וְכֻלָּן לֹא אָמְרוּ אֶלָּא מִפְּנֵי דַרְכֵי שָׁלוֹם. וּמַחֲזִיקִין יְדֵי גוֹיִם בַּשְּׁבִיעִית, אֲבָל לֹא יְדֵי יִשְׂרָאֵל, וְשׁוֹאֲלִין בִּשְׁלוֹמָן, מִפְּנֵי דַרְכֵי שָׁלוֹם:
9 Eine Frau darf der anderen, die hinsichtlich des Siebentjahres verdächtig ist, eine Schwinge, ein Sieb, eine Handmühle oder einen Ofen leihen, jedoch darf sie ihr nicht klauben oder mahlen helfen. Die Frau eines Genossen darf der Frau eines Menschen aus dem gemeinen Volke eine Schwinge oder ein Sieb leihen, auch darf sie ihr klauben, mahlen und sieben helfen; hat sie aber bereits das Wasser auf das Mehl gegossen, darf sie bei ihr nichts mehr berühren, weil man Übertreter nicht unterstützen darf. Dies alles erlaubten sie, nur des Friedens wegen. Man darf im Siebentjahre Nichtjuden unterstützen, nicht aber einen Jisraéliten; desgleichen begrüsse man sie, wegen des Friedens.