Gittin 1

Kapitel 1

א הַמֵּבִיא גֵט מִמְּדִינַת הַיָּם, צָרִיךְ שֶׁיֹּאמַר, בְּפָנַי נִכְתַּב וּבְפָנַי נֶחְתָּם. רַבָּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, אַף הַמֵּבִיא מִן הָרֶקֶם וּמִן הַחֶגֶר. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, אֲפִלּוּ מִכְּפַר לוּדִים לְלוֹד. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֵינוֹ צָרִיךְ שֶׁיֹּאמַר בְּפָנַי נִכְתַּב וּבְפָנַי נֶחְתָּם, אֶלָּא הַמֵּבִיא מִמְּדִינַת הַיָּם וְהַמּוֹלִיךְ. וְהַמֵּבִיא מִמְּדִינָה לִמְדִינָה בִמְדִינַת הַיָּם, צָרִיךְ שֶׁיֹּאמַר בְּפָנַי נִכְתַּב וּבְפָנַי נֶחְתָּם. רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, אֲפִלּוּ מֵהֶגְמוֹנְיָא לְהֶגְמוֹנְיָא:
1 Wer einen Scheidebrief aus dem Überseelande bringt, muss sagen: er ist vor mir geschrieben und vor mir unterzeichnet worden; R. Gamliél sagt, auch wer einen aus Reqem oder Ḥeger bringt; R. Elie͑zer sagt, auch wer einen, aus Kephar Ludim nach Lud bringt. Die Weisen sagen, nur wer einen aus dem Überseelande bringt oder da einen hinbringt, müsse sagen: er ist vor mir geschrieben und vor mir unterzeichnet worden. Wer einen aus einer Provinz nach einer anderen im Überseelande bringt, muss sagen: er ist vor mir geschrieben und vor mir unterzeichnet worden. R. Šimo͑n b. Gamliél sagt, auch wenn aus einer Hegemonie nach einer anderen.
ב רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, מֵרֶקֶם לַמִּזְרָח, וְרֶקֶם כַּמִּזְרָח. מֵאַשְׁקְלוֹן לַדָּרוֹם, וְאַשְׁקְלוֹן כַּדָּרוֹם. מֵעַכּוֹ לַצָּפוֹן, וְעַכּוֹ כַּצָּפוֹן. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, עַכּוֹ כְּאֶרֶץ יִשְׂרָאֵל לַגִּטִּין:
2 R. Jehuda sagte: Von Reqem ab nach Osten, und Reqem gehört zum Osten; von Ašqelon ab nach Süden, und Ašqelon gehört zum Süden; von A͑kko ab nach Norden, und A͑kko gehört zum Norden. R. Meír sagte: A͑kko gilt hinsichtlich der Scheidebriefe als Jisraélland.
ג הַמֵּבִיא גֵט בְּאֶרֶץ יִשְׂרָאֵל, אֵינוֹ צָרִיךְ שֶׁיֹּאמַר בְּפָנַי נִכְתַּב וּבְפָנַי נֶחְתָּם. אִם יֵשׁ עָלָיו עוֹרְרִים, יִתְקַיֵּם בְּחוֹתְמָיו. הַמֵּבִיא גֵט מִמְּדִינַת הַיָּם וְאֵינוֹ יָכוֹל לוֹמַר בְּפָנַי נִכְתַּב וּבְפָנַי נֶחְתָּם, אִם יֵשׁ עָלָיו עֵדִים, יִתְקַיֵּם בְּחוֹתְמָיו:
3 Wenn jemand einen Scheidebrief aus dem Überseelande bringt und nicht sagen kann: er ist vor mir geschrieben und vor mir unterzeichnet worden, so ist er, wenn Zeugen auf diesem unterzeichnet sind, durch die Zeugen zu bestätigen.
ד אֶחָד גִּטֵּי נָשִׁים וְאֶחָד שִׁחְרוּרֵי עֲבָדִים, שָׁווּ לַמּוֹלִיךְ וְלַמֵּבִיא. וְזוֹ אַחַד מִן הַדְּרָכִים שֶׁשָּׁווּ גִטֵּי נָשִׁים לְשִׁחְרוּרֵי עֲבָדִים:
4 Sowohl Scheidebriefe als auch Freilassungsbriefe, sie gleichen einander beim hinbringen und beim Herbriwgen. Dies ist einer von den Punkten, worin Scheidebriefe und Freilassungsbriefe einander gleichen.
ה כָּל גֵּט שֶׁיֵּשׁ עָלָיו עֵד כּוּתִי, פָּסוּל, חוּץ מִגִּטֵּי נָשִׁים וְשִׁחְרוּרֵי עֲבָדִים. מַעֲשֶׂה, שֶׁהֵבִיאוּ לִפְנֵי רַבָּן גַּמְלִיאֵל לִכְפַר עוֹתְנַאי גֵּט אִשָּׁה וְהָיוּ עֵדָיו עֵדֵי כוּתִים, וְהִכְשִׁיר. כָּל הַשְּׁטָרוֹת הָעוֹלִים בְּעַרְכָּאוֹת שֶׁל גּוֹיִם, אַף עַל פִּי שֶׁחוֹתְמֵיהֶם גּוֹיִם, כְּשֵׁרִים, חוּץ מִגִּטֵּי נָשִׁים וְשִׁחְרוּרֵי עֲבָדִים. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אַף אֵלּוּ כְשֵׁרִין, לֹא הֻזְכְּרוּ אֶלָּא בִזְמַן שֶׁנַּעֲשׂוּ בְהֶדְיוֹט:
5 Jede Urkunde, auf der ein samaritanischer Zeuge unterschrieben ist, ist ungültig, ausgenommen Scheidebriefe und Freilassungsbriefe. Einst brachte man R. Gamliél in Kephar U͑thnaj einen von samaritanischen Zeugen unterzeichneten Scheioebrief, und er erklärte ihn als gültig. Alle auf nichtjüdischen Ämtern ausgefertigten Urkunden sind, obgleich sie von Nichtjuden unterzeichnet sind, gültig, ausgenommen Scheidebriefe und Freilassungsbriefe. R. Šimo͑n sagt, auch diese seien gültig; es gilt nur von dem Falle, wenn sie von Laien ausgefertigt sind.
ו הָאוֹמֵר, תֵּן גֵּט זֶה לְאִשְׁתִּי וּשְׁטָר שִׁחְרוּר זֶה לְעַבְדִּי, אִם רָצָה לַחֲזֹר בִּשְׁנֵיהֶן, יַחֲזֹר, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, בְּגִטֵּי נָשִׁים, אֲבָל לֹא בְשִׁחְרוּרֵי עֲבָדִים, לְפִי שֶׁזָּכִין לָאָדָם שֶׁלֹּא בְּפָנָיו וְאֵין חָבִין לוֹ אֶלָּא בְּפָנָיו. שֶׁאִם יִרְצֶה שֶׁלֹּא לָזוּן אֶת עַבְדּוֹ, רַשַּׁאי. וְשֶׁלֹּא לָזוּן אֶת אִשְׁתּוֹ, אֵינוֹ רַשָּׁאי. אָמַר לָהֶם, וַהֲרֵי הוּא פוֹסֵל אֶת עַבְדּוֹ מִן הַתְּרוּמָה כְּשֵׁם שֶׁהוּא פוֹסֵל אֶת אִשְׁתּוֹ. אָמְרוּ לוֹ, מִפְּנֵי שֶׁהוּא קִנְיָנוֹ. הָאוֹמֵר, תְּנוּ גֵט זֶה לְאִשְׁתִּי, וּשְׁטָר שִׁחְרוּר זֶה לְעַבְדִּי, וּמֵת, לֹא יִתְּנוּ לְאַחַר מִיתָה. תְּנוּ מָנֶה לְאִישׁ פְּלוֹנִי, וּמֵת, יִתְּנוּ לְאַחַר מִיתָה:
6 Wenn jemand zu einem gesagt hat, daß er diesen Scheidebrief seiner Frau oder diesen Freilassungsbrief seinem Sklaven gebe, so kann er, wenn er will, in beiden Fällen zurücktreten – so R. Meír; Die Weisen sagen, nur bei einem Scheidebriefe, nicht aber bei einem Freilassungsbriefe, weil man einen in seiner Abwesenheit bevorteilen kann, benachteiligen aber kann man einen nur in seiner Gegenwart. Wenn er nämlich seinem Sklaven die Ernährung verweigern will, so darf er dies, und wenn er seiner Frau die Ernährung verweigern will, so darf er dies nicht. Er sprach zu ihnen: Er macht ja seinen Sklaven für die Hebe untauglich, wie er seine Frau untauglich macht!? Sie erwiderten ihm: Weil er sein Eigentum ist. Wenn jemand gesagt hat, daß man diesen Scheidebrief seiner Frau oder diesen Freilassungsbrief seinem Sklaven gebe, und gestorben ist, so gebe man ihn nicht nach seinem Tode; wenn aber, daß man jemand eine Mine gebe, und gestorben ist, so gebe man sie ihm nach seinem Tode.