Eruvin 1

Kapitel 1

א מָבוֹי שֶׁהוּא גָבוֹהַּ לְמַעְלָה מֵעֶשְׂרִים אַמָּה, יְמַעֵט. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אֵינוֹ צָרִיךְ. וְהָרָחָב מֵעֶשֶׂר אַמּוֹת, יְמַעֵט. וְאִם יֶשׁ לוֹ צוּרַת הַפֶּתַח, אַף עַל פִּי שֶׁהוּא רָחָב מֵעֶשֶׂר אַמּוֹת, אֵין צָרִיךְ לְמַעֵט:
1 Ein Strasseneingang, der höher ist als zwanzig Ellen, muss niedriger gemacht werden; R. Juda sagt: es ist nicht nötig. Ist seine Breite mehr als zehn Ellen, muss sie verringert werden; hat er aber eine Art Türrahmen, so braucht er, obgleich er breiter als zehn Ellen ist, nicht enger gemacht zu werden.
ב הֶכְשֵׁר מָבוֹי, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, לֶחִי וְקוֹרָה, וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, לֶחִי אוֹ קוֹרָה. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, לְחָיַיִן. מִשּׁוּם רַבִּי יִשְׁמָעֵאל אָמַר תַּלְמִיד אֶחָד לִפְנֵי רַבִּי עֲקִיבָא, לֹא נֶחְלְקוּ בֵּית שַׁמַּאי וּבֵית הִלֵּל עַל מָבוֹי שֶׁהוּא פָחוֹת מֵאַרְבַּע אַמּוֹת, שֶׁהוּא אוֹ בְלֶחִי אוֹ בְקוֹרָה. עַל מַה נֶּחְלְקוּ, עַל רָחָב מֵאַרְבַּע אַמּוֹת וְעַד עֶשֶׂר, שֶׁבֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, לֶחִי וְקוֹרָה, וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, אוֹ לֶחִי אוֹ קוֹרָה. אָמַר רַבִּי עֲקִיבָא, עַל זֶה וְעַל זֶה נֶחֱלָקוּ:
2 Vorschriftsmässig macht den Strasseneingang nach Bet Schammai ein Pfosten und ein Querbalken, nach Bet Hillel ein Pfosten oder ein Querbalken; R. Elieser meint: zwei Pfosten; im Namen des R. Ismael sagte ein Schüler vor R. Akiba: Bet Schammai und Bet Hillel sind nicht geteilter Ansicht über einen Strasseneingang, der weniger als vier Ellen (Breite) hat; ein solcher wird erlaubt entweder durch einen Pfosten oder durch einen Querbalken; worüber sind ihre Meinungen geteilt? über einen von vier bis zehn Ellen breiten; da sagt Bet Schammai: Pfosten und Balken, Bet Hillel dagegen: Pfosten oder Balken. Darauf sprach R. Akiba: ihre Meinungen gehen hier wie dort auseinander.
ג הַקּוֹרָה שֶׁאָמְרוּ, רְחָבָה כְּדֵי לְקַבֵּל אָרִיחַ. וְאָרִיחַ, חֲצִי לְבֵנָה שֶׁל שְׁלֹשָׁה טְפָחִים. דַּיָּה לַקּוֹרָה שֶׁתְּהֵא רְחָבָה טֶפַח, כְּדֵי לְקַבֵּל אָרִיחַ לְאָרְכּוֹ:
3 Der Querbalken, von dem sie sprechen, muss breit genug sein, um einen Halbziegel aufnehmen zu können. Der Halbziegel ist zwar die Hälfte eines Ziegels von drei Handbreiten; dennoch genügt für den Balken die Breite einer Handbreite, um einen Halbziegel seiner Länge nach aufzunehmen.
ד רְחָבָה, כְּדֵי לְקַבֵּל אָרִיחַ, וּבְרִיאָה, כְּדֵי לְקַבֵּל אָרִיחַ. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, רְחָבָה אַף עַל פִּי שֶׁאֵין בְּרִיאָה:
4 Breit genug, um einen Halbziegel aufzunehmen, und stark genug, um einen Halbziegel aufnehmen zu können. R. Juda sagt: Breit, wenn auch nicht stark.
ה הָיְתָה שֶׁל קַשׁ אוֹ שֶׁל קָנִים, רוֹאִין אוֹתָהּ כְּאִלּוּ הִיא שֶׁל מַתֶּכֶת. עֲקֻמָּה, רוֹאִין אוֹתָהּ כְּאִלּוּ הִיא פְשׁוּטָה. עֲגֻלָּה, רוֹאִין אוֹתָהּ כְּאִלּוּ הִיא מְרֻבַּעַת. כֹּל שֶׁיֵּשׁ בְּהֶקֵּפוֹ שְׁלֹשָׁה טְפָחִים, יֶשׁ בּוֹ רֹחַב טָפַח:
5 Ist er aus Stroh oder Rohr, betrachtet man ihn, als wäre er aus Metall; krumm, betrachtet man ihn, als wäre er gerade; rund, betrachtet man ihn, als wäre er viereckig; was drei Handbreiten im Umfange hat, dessen Breite beträgt eine Handbreite.
ו לְחָיַיִן שֶׁאָמְרוּ, גָּבְהָן עֲשָׂרָה טְפָחִים, וְרָחְבָּן וְעָבְיָן כָּל שֶׁהוּא. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, רָחְבָּן שְׁלֹשָׁה טְפָחִים:
6 Die Pfosten, von denen sie sprechen, haben eine Höhe von zehn Handbreiten, eine Breite und Dicke von beliebiger Grösse. R. Jose sagt: eine Breite von drei Handbreiten.
ז בַּכֹּל עוֹשִׂין לְחָיַיִן, אֲפִלּוּ בְדָבָר שֶׁיֶּשׁ בּוֹ רוּחַ חַיִּים. וְרַבִּי יוֹסֵי אוֹסֵר. וּמְטַמֵּא מִשּׁוּם גּוֹלֵל, וְרַבִּי מֵאִיר מְטַהֵר. וְכוֹתְבִין עָלָיו גִּטֵּי נָשִׁים, וְרַבִּי יוֹסֵי הַגְּלִילִי פוֹסֵל:
7 Alles kann man als Pfosten anbringen, sogar ein belebtes Wesen, was R. Jose verbietet. Als Grabdeckel kann es die Unreinheit übertragen; R. Meir erklärt es für rein. Man kann auf ihm Scheidebriefe schreiben; nach R. Jose dem Galliläer ist es dazu unbrauchbar.
ח שַׁיָּרָא שֶׁחָנְתָה בְּבִקְעָה וְהִקִּיפוּהָ בִכְלֵי בְהֵמָה, מְטַלְטְלִין בְּתוֹכָהּ, וּבִלְבַד שֶׁיְּהֵא גָדֵר גָּבוֹהַּ עֲשָׂרָה טְפָחִים, וְלֹא יִהְיוּ פְרָצוֹת יְתֵרוֹת עַל הַבִּנְיָן. כָּל פִּרְצָה שֶׁהִיא כְעֶשֶׂר אַמּוֹת, מֻתֶּרֶת, מִפְּנֵי שֶׁהִיא כְפֶתַח. יָתֵר מִכָּאן, אָסוּר:
8 Wenn eine Karavane in einem Thale lagert und dasselbe rings mit Viehgeräten umgeben hat, darf man in ihm hinundhertragen, nur muss es eine zehn Handbreiten hohe Umzäunung sein; auch dürfen die Lücken nicht mehr betragen als das Gebaute. Jede Lücke, die ungefähr zehn Ellen beträgt, ist erlaubt, weil sie gleichsam ein Eingang ist; darüber hinaus aber ist sie verboten.
ט מַקִּיפִין שְׁלֹשָׁה חֲבָלִים, זֶה לְמַעְלָה מִזֶּה וְזֶה לְמַעְלָה מִזֶּה, וּבִלְבַד שֶׁלֹּא יְהֵא בֵּין חֶבֶל לַחֲבֵרוֹ שְׁלֹשָׁה טְפָחִים. שִׁעוּר חֲבָלִים וְעָבְיָן, יָתֵר עַל טֶפַח, כְּדֵי שֶׁיְּהֵא הַכֹּל עֲשָׂרָה טְפָחִים:
9 Sie können mit drei Stricken umzäunen, von denen der eine über dem andern, dieser wieder über dem letzten (befestigt ist), nur darf nicht zwischen je zwei Stricken (ein freier Raum von) 3 Handbreiten sein. Die Dimension der Stricke, u. z. hinsichtlich ihrer Dicke muss mehr als eine Handbreite betragen, damit alles zusammen zehn Handbreiten ausmache.
י מַקִּיפִין בְּקָנִים, וּבִלְבַד שֶׁלֹּא יְהֵא בֵין קָנֶה לַחֲבֵרוֹ שְׁלֹשָׁה טְפָחִים. בְּשַׁיָּרָא דִבְּרוּ, דִּבְרֵי רַבִּי יְהוּדָה. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, לֹא דִבְּרוּ בְשַׁיָּרָא אֶלָּא בַהֹוֶה. כָּל מְחִצָּה שֶׁאֵינָהּ שֶׁל שְׁתִי וְשֶׁל עֵרֶב, אֵינָהּ מְחִצָּה, דִּבְרֵי רַבִּי יוֹסֵי בַּר רַבִּי יְהוּדָה. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֶחָד מִשְּׁנֵי דְבָרִים. אַרְבָּעָה דְבָרִים פָּטְרוּ בַמַּחֲנֶה, מְבִיאִין עֵצִים מִכָּל מָקוֹם, וּפְטוּרִים מֵרְחִיצַת יָדַיִם, וּמִדְּמַאי, וּמִלְּעָרֵב:
10 Sie können mit Rohrstäben umzäunen, nur darf zwischen je zweien nicht (ein freier Raum von)drei Handbreiten sein. Von einer Karavane ist die Rede, betont R. Juda; die Weisen aber sagen: man sprach nur deshalb von einer Karavane, weil gerade der Fall vorlag. Jede Wand die nicht (wenigstens) aus Kette und Einschlag besteht, gilt nicht als Wand. So die Ansicht des R. Jose bar Juda; die Weisen aber sagen: eins von Beiden (genügt). Vier Dinge hat man im Lager gestattet: sie können Holz von jedem Orte requiriren und sind frei vom Waschen der Hände, von <span dir="rtl">דמאי</span> und vom <span dir="rtl">עירוב</span>.