Eduyot 7

Kapitel 7

א הֵעִיד רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ וְרַבִּי צָדוֹק עַל פִּדְיוֹן פֶּטֶר חֲמוֹר שֶׁמֵּת, שֶׁאֵין בּוֹ לַכֹּהֵן כְּלוּם, שֶׁרַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, חַיָּבִין בְּאַחֲרָיוּתָן כְּחָמֵשׁ סְלָעִים שֶׁל בֵּן. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֵין חַיָּבִין בְּאַחֲרָיוּתָן אֶלָּא כְפִדְיוֹן שֶׁל מַעֲשֵׂר שֵׁנִי:
1 R. Josua und R. Zadok bezeugten, dass, wenn das Lösungs-Lamm eines Esels-Erstlings stirbt, der Priester nichts dafür [zu beanspruchen] hat; denn R. Elieser hatte gesagt: Man müsse dafür haften, wie für die fünf Sela’ [Lösegeld] eines erstgeborenen Sohnes. Die Weisen aber sagen: Man muss nicht dafür haften; [es ist] nur wie das Lösegeld des zweiten Zehnten
ב הֵעִיד רַבִּי צָדוֹק עַל צִיר חֲגָבִים טְמֵאִים, שֶׁהוּא טָהוֹר. שֶׁמִּשְׁנָה רִאשׁוֹנָה, חֲגָבִים טְמֵאִים שֶׁנִּכְבְּשׁוּ עִם חֲגָבִים טְהוֹרִים, לֹא פָסְלוּ צִירָן:
2 R. Zadok bezeugte, dass die Lake von unreinen Heuschrecken rein sei; denn die erste Mischna [hatte gelehrt]: Wenn unreine Heuschrecken mit reinen eingemacht worden sind, machen sie nur die Lake unbrauchbar.
ג הֵעִיד רַבִּי צָדוֹק עַל זוֹחֲלִין שֶׁרַבּוּ עַל הַנּוֹטְפִים, שֶׁהֵם כְּשֵׁרִים. מַעֲשֶׂה הָיָה בְּבִירַת הַפִּלְיָא, וּבָא מַעֲשֶׂה לִפְנֵי חֲכָמִים וְהִכְשִׁירוּהוּ:
3 R. Zadok bezeugte, dass fließendes Wasser, wenn es mehr ist als das [damit vermischte] Tropfwasser, tauglich ist. Es ereignete sich dies zu Birat Happelija, der Fall kam vor die Weisen und sie erklärten es für tauglich.
ד הֵעִיד רַבִּי צָדוֹק עַל זוֹחֲלִין שֶׁקִּלְּחָן בַּעֲלֵה אֱגוֹז, שֶׁהֵן כְּשֵׁרִים. מַעֲשֶׂה הָיָה בְאָהֳלְיָא, וּבָא מַעֲשֶׂה לִפְנֵי לִשְׁכַּת הַגָּזִית, וְהִכְשִׁירוּהוּ:
4 R Zadok bezeugte, dass fließendes Wasser, welches man durch Nuss-Laub strömen lässt, tauglich bleibt. Dies kam vor zu Ahalija, die Sache wurde [den Weisen] in der Quaderhalle vorgelegt, und sie erklärten es für tauglich.
ה הֵעִיד רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ וְרַבִּי יָקִים אִישׁ הֲדַר עַל קָלָל שֶׁל חַטָּאת שֶׁנְּתָנוֹ עַל גַּבֵּי הַשֶּׁרֶץ, שֶׁהוּא טָמֵא. שֶׁרַבִּי אֱלִיעֶזֶר מְטַהֵר. הֵעִיד רַבִּי פַּפְּיַס עַל מִי שֶׁנָּזַר שְׁתֵּי נְזִירוּת, שֶׁאִם גִּלַּח אֶת הָרִאשׁוֹנָה יוֹם שְׁלֹשִׁים, שֶׁמְּגַלֵּחַ הַשְּׁנִיָּה יוֹם שִׁשִּׁים. וְאִם גִלַּח יוֹם שִׁשִּׁים חָסֵר אֶחָד, יָצָא, שֶׁיּוֹם שְׁלֹשִׁים עוֹלֶה לוֹ מִן הַמִּנְיָן:
5 Es bezeugten R Josua und R. Jakim aus Haddar, dass ein Krug mit Sühnasche, den man auf ein Kriechtier gestellt, unrein sei, was R. Elieser für rein erklärt. R. Papios bezeugte, dass, wenn Jemand zwei Nasirate gelobt und das erste Mal am dreißigsten Tage sich geschoren hat, derselbe sich das zweite Mal am sechzigsten Tage scheren könne, und, wenn er sich am neunundfünfzigsten Tage geschoren, auch seiner Pflicht genügt hat, denn der dreißigste Tag wird ihm mitgerechnet.
ו הֵעִיד רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ וְרַבִּי פַּפְּיַס עַל וָלָד שֶׁל שְׁלָמִים, שֶׁיִּקְרַב שְׁלָמִים. שֶׁרַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר שֶׁוְּלַד שְׁלָמִים לֹא יִקְרַב שְׁלָמִים. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, יִקְרָב. אָמַר רַבִּי פַּפְּיַס, אֲנִי מֵעִיד שֶׁהָיְתָה לָנוּ פָרָה זִבְחֵי שְׁלָמִים, וַאֲכַלְנוּהָ בַפֶּסַח וְאָכַלְנוּ וְלָדָהּ שְׁלָמִים בֶּחָג:
6 Es bezeugten R. Josua und R. Papios, das ein Junges von einem Friedensopfer als Friedensopfer dargebracht wird; denn R. Elieser sagte: Ein Junges von einem Friedensopfer kann nicht als Friedensopfer dargebracht werden, während die Weisen behaupteten, es könne [als Friedensopfer] dargebracht werden. Es sagte R. Papios: Ich bezeuge, dass wir eine Friedensopfer-Kuh hatten, sie am Pesach assen und deren Junges am [folgenden] Feste als Friedensopfer assen.
ז הֵם הֵעִידוּ עַל אֲרוּכוֹת שֶׁל נַחְתּוֹמִים, שֶׁהֵן טְמֵאוֹת. שֶׁרַבִּי אֱלִיעֶזֶר מְטַהֵר. הֵם הֵעִידוּ עַל תַּנּוּר שֶׁחִתְּכוֹ חֻלְיוֹת וְנָתַן חֹל בֵּין חֻלְיָא לְחֻלְיָא, שֶׁהוּא טָמֵא. שֶׁרַבִּי אֱלִיעֶזֶר מְטַהֵר. הֵם הֵעִידוּ שֶׁמְּעַבְּרִין אֶת הַשָּׁנָה בְּכָל אֲדָר. שֶׁהָיוּ אוֹמְרִים עַד הַפּוּרִים. הֵם הֵעִידוּ שֶׁמְּעַבְּרִים אֶת הַשָּׁנָה עַל תְּנָאי. וּמַעֲשֶׂה בְרַבָּן גַּמְלִיאֵל שֶׁהָלַךְ לִטֹּל רְשׁוּת מֵהֶגְמוֹן בְּסוּרְיָא וְשָׁהָה לָבֹא, וְעִבְּרוּ אֶת הַשָּׁנָה עַל תְּנַאי לִכְשֶׁיִּרְצֶה רַבָּן גַּמְלִיאֵל, וּכְשֶׁבָּא אָמַר רוֹצֶה אָנִי, וְנִמְצֵאת הַשָּׁנָה מְעֻבָּרֶת:
7 Dieselben bezeugten, dass die Backbretter der Bäcker verunreinigungsfähig sind, denn R. Elieser erklärte sie für rein. Dieselben bezeugten, dass ein Backofen, wenn man ihn in Ringe zerschnitten und zwischen einen Ring und den andern Sand getan hat, verunreinigungsfähig ist; denn R. Elieser erklärte ihn für rein. Dieselben bezeugten, dass man den ganzen Monat Adar das Jahr als Schaltjahr erklären kann, während man [früher] behauptet hatte: [Nur] bis zum Purimfeste. Dieselben bezeugten, dass man das Jahr bedingungsweise als Schaltjahr erklären kann. Einst geschah es, dass R Gamliel verreist war, um sich vom Statthalter in Syrien eine Erlaubnis auszuwirken, und lange ausblieb; da erklärte man das Jahr als Schaltjahr unter der Bedingung, dass R. Gamliel es genehmigen würde. Als dieser zurückkam, sprach er: „Ich genehmige es“, und das Jahr galt als Schaltjahr.
ח הֵעִיד מְנַחֵם בֶּן סִגְנַאי עַל מוּסַף הַיּוֹרָה שֶׁל שׁוֹלְקֵי זֵיתִים שֶׁהוּא טָמֵא, וְשֶׁל צַבָּעִים שֶׁהוּא טָהוֹר. שֶׁהָיוּ אוֹמְרִים חִלּוּף הַדְּבָרִים:
8 Menachem, Sohn Signaï’s, bezeugte, dass der Ansatz des Kessels der Olivensieder verunreinigungsfähig, der der Färber aber rein ist; denn man hatte [vorher] umgekehrt gelehrt.
ט הֵעִיד רַבִּי נְחוּנְיָא בֶן גֻּדְגְּדָא עַל הַחֵרֶשֶׁת שֶׁהִשִּׂיאָהּ אָבִיהָ, שֶׁהִיא יוֹצְאָה בְגֵט. וְעַל קְטַנָּה בַת יִשְׂרָאֵל שֶׁנִּשֵּׂאת לְכֹהֵן, שֶׁהִיא אוֹכֶלֶת בַּתְּרוּמָה, וְאִם מֵתָה, בַּעְלָהּ יוֹרְשָׁהּ. וְעַל הַמָּרִישׁ הַגָּזוּל שֶׁבְּנָאוֹ בַבִּירָה, שֶׁיִּתֵּן אֶת דָּמָיו. וְעַל הַחַטָּאת הַגְּזוּלָה שֶׁלֹּא נוֹדְעָה לָרַבִּים, שֶׁהִיא מְכַפֶּרֶת, מִפְּנֵי תִקּוּן הַמִּזְבֵּחַ:
9 Es bezeugte R. Nechunja, Sohn Gudgeda’s, dass eine Taubstumme, welche der Vater verheiratet hatte, durch einen Scheidebrief geschieden werden kann; dass eine minderjährige Tochter eines Israël, die an einen Priester verheiratet worden, Theruma essen darf, und dass, wenn eine solche stirbt, ihr Mann sie beerbt; dass Jemand, der einen geraubten Balken in einen Palast eingebaut hat, [nur] dessen Wert bezahlen muss; dass endlich ein Sündopfer, das geraubt wurde, wenn dies nicht Vielen bekannt ist, als versöhnend gilt, [was man] zum Besten des Altars [verordnet hat].