Demai 1

Kapitel 1

א הַקַּלִּין שֶׁבַּדְּמַאי, הַשִּׁיתִין, וְהָרִימִין וְהָעֻזְרָדִין, וּבְנוֹת שׁוּחַ, וּבְנוֹת שִׁקְמָה, וְנוֹבְלוֹת הַתְּמָרָה, וְהַגֻּפְנִין, וְהַנִּצְפָּה. וּבִיהוּדָה, הָאוֹג, וְהַחֹמֶץ שֶׁבִּיהוּדָה, וְהַכֻּסְבָּר. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, כָּל הַשִּׁיתִין פְּטוּרִין, חוּץ מִשֶּׁל דּוּפְרָה. כָּל הָרִימִין פְּטוּרִין, חוּץ מֵרִימֵי שִׁקְמוֹנָה. כָּל בְּנוֹת שִׁקְמָה פְּטוּרוֹת, חוּץ מִן הַמֻּסְטָפוֹס:
1 Folgende Gegenstände unterliegen nicht der Demaipflicht: wilde Feigen, Pistazien, Mispeln, weisse Feigen, Früchte der Sikomore, abgefallene Datteln, späte Weintrauben, Kapern; im Lande Judah auch Kornelkirsche, der Weinbeeressig (im Lande Judah) und Koriander. R. Jehudah sagt: Alle sind frei, ausgenommen diejenigen, welche während des Jahres zweimal tragen. Ebenso alle <span dir="rtl">רימין</span>, ausgenommen die von <span dir="rtl">שקמונה</span> kommen. Auch alle <span dir="rtl">בנות שקמה</span> sind frei, ausser denen, welche am Baume so reif werden, dass sie von selbst aufspringen.
ב הַדְּמַאי אֵין לוֹ חֹמֶשׁ, וְאֵין לוֹ בִעוּר, וְנֶאֱכָל לְאוֹנֵן, וְנִכְנָס לִירוּשָׁלַיִם וְיוֹצֵא, וּמְאַבְּדִין אֶת מִעוּטוֹ בַּדְּרָכִים, וְנוֹתְנוֹ לְעַם הָאָרֶץ, וְיֹאכַל כְּנֶגְדּוֹ. וּמְחַלְּלִים אוֹתוֹ כֶּסֶף עַל כֶּסֶף, נְחֹשֶׁת עַל נְחשֶׁת, כֶּסֶף עַל נְחֹשֶׁת, וּנְחֹשֶׁת עַל הַפֵּרוֹת, וּבִלְבַד שֶׁיַּחֲזֹר וְיִפְדֶּה אֶת הַפֵּרוֹת, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, יַעֲלֶה הַפֵּרוֹת וְיֵאָכְלוּ בִירוּשָׁלָיִם:
2 Beim <span dir="rtl">רמאי</span> findet kein <span dir="rtl">חומש</span> statt. Es bedarf nicht der Wegräumung, kann von einem Leidtragenden gegessen, darf nach Jerusalem gebracht und wieder ausgeführt werden. Wenn eine Kleinigkeit davon unterwegs zu Grunde geht, (achtet man nicht darauf): Man kann davon einem <span dir="rtl">עם הארץ</span> (Gesetzesunerfahrenen) geben und dessen Wert (in Jerusalem) verzehren. Man kann das Lösegeld wieder entheiligen: Silber in Silber, Kupfer in Kupfer, Silber in Kupfer und Kupfer in Früchte umsetzen, mit dem Vorbehalt, dass man die Früchte wieder auslöse. Das ist der Ausspruch des R. Meïr. Die Weisen aber sagen: Die Früchte müssen nach Jerusalem gebracht und dort verzehrt werden.
ג הַלּוֹקֵחַ לְזֶרַע וְלִבְהֵמָה, קֶמַח לְעוֹרוֹת, שֶׁמֶן לְנֵר, שֶׁמֶן לָסוּךְ בּוֹ אֶת הַכֵּלִים, פָּטוּר מִן הַדְּמַאי. מִכְּזִיב וּלְהַלָּן, פָּטוּר מִן הַדְּמַאי. חַלַּת עַם הָאָרֶץ, וְהַמְדֻמָּע, וְהַלָּקוּחַ בְּכֶסֶף מַעֲשֵׂר שֵׁנִי, וּשְׁיָרֵי הַמְּנָחוֹת, פְּטוּרִין מִן הַדְּמַאי. שֶׁמֶן עָרֵב, בֵּית שַׁמַּאי מְחַיְּבִין, וּבֵית הִלֵּל פּוֹטְרִין:
3 Wer Etwas zur Saat oder für das Vieh kauft, Mehl zum Bearbeiten der Felle, Öl für die Lampe, oder Öl, um damit die Geräte zu schmieren, ist frei von Demai. Auch ist das Land von <span dir="ltr">כזיב</span> und was weiter hinaus liegt, frei von Demai. Die <span dir="rtl">חלה</span> (Hebeteig) eines <span dir="rtl">עם הארץ</span> und die Frucht, die <span dir="ltr">מדומע</span> ist; ferner auch die Frucht, die man für Geld vom Zweitzehnt gekauft hat, und was von Speiseopfern übrig blieb, sind gleichfalls vom Demai-Gesetze befreit. Myrrhenöl unterwirft Bet Samai gleichfalls dem Demai-Gesetz. Bet Hillel dagegen befreiet es davon.
ד הַדְּמַאי, מְעָרְבִין בּוֹ, וּמִשְׁתַּתְּפִין בּוֹ, וּמְבָרְכִין עָלָיו, וּמְזַמְּנִין עָלָיו, וּמַפְרִישִׁין אוֹתוֹ עָרוֹם, בֵּין הַשְּׁמָשׁוֹת. הָא אִם הִקְדִּים מַעֲשֵׂר שֵׁנִי לָרִאשׁוֹן, אֵין בְּכָךְ כְּלוּם. שֶׁמֶן שֶׁהַגַּרְדִּי סָךְ בְּאֶצְבְּעוֹתָיו, חַיָּב בִּדְּמַאי. וְשֶׁהַסּוֹרֵק נוֹתֵן בַּצֶּמֶר, פָּטוּר מִן הַדְּמָאי:
4 Mit <span dir="rtl">רמאי</span> kann man die Grenzen der Sabbatwege und die Gassen verbinden. Man kann darüber den Speisesegen und die Vorbereitungsformel beim Tischsegen sprechen. Man kann davon die Abgaben selbst entkleidet und im Zwielicht (vor <span dir="rtl">שבת</span>) absondern, auch wenn man den zweiten Zehnt vor dem ersten abgesondert hat, schadet es nichts. Öl, womit der Weber seine Finger bestreicht, ist dem <span dir="rtl">דמאי</span> unterworfen, was der Wollkämmer an die Wolle tut, ist frei.