Bikkurim 3

Kapitel 3

א כֵּיצַד מַפְרִישִׁין הַבִּכּוּרִים. יוֹרֵד אָדָם בְּתוֹךְ שָׂדֵהוּ וְרוֹאֶה תְּאֵנָה שֶׁבִּכְּרָה, אֶשְׁכּוֹל שֶׁבִּכֵּר, רִמּוֹן שֶׁבִּכֵּר, קוֹשְׁרוֹ בְגֶמִי, וְאוֹמֵר, הֲרֵי אֵלּוּ בִּכּוּרִים. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אַף עַל פִּי כֵן חוֹזֵר וְקוֹרֵא אוֹתָם בִּכּוּרִים מֵאַחַר שֶׁיִּתָּלְשׁוּ מִן הַקַּרְקָע:
1 Auf welche Weise sondert man die Erstlinge ab? — Wenn Jemand in sein Feld geht und sieht eine reifende Feige, Weintraube, Granate, so bindet er sie mit einer Binse, und spricht: Diese seien Erstlinge. R. Simeon sagt: Dennoch muss er sie nachher nochmals als Erstlinge benennen, nachdem sie abgepflückt sind.
ב כֵּיצַד מַעֲלִין אֶת הַבִּכּוּרִים. כָּל הָעֲיָרוֹת שֶׁבַּמַּעֲמָד מִתְכַּנְּסוֹת לָעִיר שֶׁל מַעֲמָד, וְלָנִין בִּרְחוֹבָהּ שֶׁל עִיר, וְלֹא הָיוּ נִכְנָסִין לַבָּתִּים. וְלַמַּשְׁכִּים, הָיָה הַמְמֻנֶּה אוֹמֵר (ירמיה לא), קוּמוּ וְנַעֲלֶה צִיּוֹן אֶל בֵּית ה' אֱלֹהֵינוּ:
2 Auf welche Weise brachte man die Erstlinge nach Jerusalem? — Alle Bewohner der Orte, die zu einem Landstande gehörten, versammelten sich in der Kreisstadt und lagerten auf den freien Plätzen der Stadt, nicht in die Häuser eintretend. Am Morgen, in der Frühe, redete der Beamte sie mit den Worten an: Auf! Lasst uns nach Zion hinaufziehen, zum Tempel des Ewigen unseres Gottes.
ג הַקְּרוֹבִים מְבִיאִים הַתְּאֵנִים וְהָעֲנָבִים, וְהָרְחוֹקִים מְבִיאִים גְּרוֹגָרוֹת וְצִמּוּקִים. וְהַשּׁוֹר הוֹלֵךְ לִפְנֵיהֶם, וְקַרְנָיו מְצֻפּוֹת זָהָב, וַעֲטֶרֶת שֶׁל זַיִת בְּרֹאשׁוֹ. הֶחָלִיל מַכֶּה לִפְנֵיהֶם, עַד שֶׁמַּגִּיעִים קָרוֹב לִירוּשָׁלָיִם. הִגִּיעוּ קָרוֹב לִירוּשָׁלַיִם, שָׁלְחוּ לִפְנֵיהֶם, וְעִטְּרוּ אֶת בִּכּוּרֵיהֶם. הַפַּחוֹת, הַסְּגָנִים וְהַגִּזְבָּרִים יוֹצְאִים לִקְרָאתָם. לְפִי כְבוֹד הַנִּכְנָסִים הָיוּ יוֹצְאִים. וְכָל בַּעֲלֵי אֻמָּנִיּוֹת שֶׁבִּירוּשָׁלַיִם עוֹמְדִים לִפְנֵיהֶם וְשׁוֹאֲלִין בִּשְׁלוֹמָם, אַחֵינוּ אַנְשֵׁי הַמָּקוֹם פְּלוֹנִי, בָּאתֶם לְשָׁלוֹם:
3 Die in der Nähe Wohnenden brachten frische Feigen und Weintrauben. Die Entfernteren dürre Feigen und Rosinen. Der Ochs ging vor ihnen her, die Hörner mit Gold belegt, einen Ölkranzzweig auf dem Kopfe; die Pfeife ertönte vor ihnen her, bis sie nahe vor Jerusalem anlangten. Sobald sie dort ankamen, sandten sie Boten vorauf, und bekränzten ihre Erstlinge. Die Stellvertreter der Priester und Leviten und die Schatzmeister kamen ihnen entgegen, und zwar kamen so viele, als die Achtung vor den Ankommenden erheischte; die Handwerker in Jerusalem standen vor ihnen auf und begrüssten sie mit den Worten: »Brüder! Männer aus dem und dem Orte! Seid uns willkommen!«
ד הֶחָלִיל מַכֶּה לִפְנֵיהֶם עַד שֶׁמַּגִּיעִין לְהַר הַבָּיִת. הִגִּיעוּ לְהַר הַבַּיִת, אֲפִלּוּ אַגְרִיפַּס הַמֶּלֶךְ נוֹטֵל הַסַּל עַל כְּתֵפוֹ וְנִכְנָס, עַד שֶׁמַּגִּיעַ לָעֲזָרָה. הִגִּיעַ לָעֲזָרָה וְדִבְּרוּ הַלְוִיִּם בַּשִּׁיר, אֲרוֹמִמְךָ ה' כִּי דִלִּיתָנִי וְלֹא שִׂמַּחְתָּ אֹיְבַי לִי (תהלים ל):
4 Die Pfeife ertönte fort, bis man an den Tempelberg gelangte. Hier aber nahm ein Jeder, selbst König Agrippa, seinen Korb auf die Schulter und zog hinauf bis er an den Vorhof kam. Sobald man da anlangte, stimmten die Leviten den Gesang an: (Psalm 30) »Ich erhebe Dich Gott, weil Du mich aus der Tiefe gezogen hast, und nicht meine Feinde über mich triumphieren lässest.
ה הַגּוֹזָלוֹת שֶׁעַל גַּבֵּי הַסַּלִּים, הָיוּ עוֹלוֹת. וּמַה שֶּׁבְּיָדָם, נוֹתְנִים לַכֹּהֲנִים:
5 Die Tauben, welche an den Körben hingen, wurden zu Brandopfern genommen, und was sie sonst in der Hand hielten, gaben sie den Priestern.
ו עוֹדֵהוּ הַסַּל עַל כְּתֵפוֹ, קוֹרֵא מֵהִגַּדְתִּי הַיּוֹם לַה' אֱלֹהֶיךָ (דברים כו), עַד שֶׁגּוֹמֵר כָּל הַפָּרָשָׁה. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר עַד אֲרַמִּי אֹבֵד אָבִי. הִגִּיעַ לַאֲרַמִּי אֹבֵד אָבִי, מוֹרִיד הַסַּל מֵעַל כְּתֵפוֹ וְאוֹחֲזוֹ בְשִׂפְתוֹתָיו, וְכֹהֵן מַנִּיחַ יָדוֹ תַחְתָּיו וּמְנִיפוֹ, וְקוֹרֵא מֵאֲרַמִּי אֹבֵד אָבִי עַד שֶׁהוּא גוֹמֵר כָּל הַפָּרָשָׁה, וּמַנִּיחוֹ בְּצַד הַמִּזְבֵּחַ, וְהִשְׁתַּחֲוָה וְיָצָא:
6 Während man noch den Korb auf der Schulter hatte, las man von den Worten: »Ich erkläre heute vor dem Herrn, Deinem Gotte« (Deuteron. 26, 3), bis zu Ende des ganzen Abschnittes. R. Jehudah sagt, bis: »Ein wandernder Aramäer war mein Vater«; bei diesen Worten aber nahm man den Korb von der Schulter, fasste ihn am Rande an, der Priester legte seine Hand drunter, schwenkte ihn und dann las der Darbringende von jenen Worten an, bis zu Ende des Abschnittes; setzte den Korb an den Altar hin, warf sich zur Anbetung nieder und ging hinaus.
ז בָּרִאשׁוֹנָה, כָּל מִי שֶׁיּוֹדֵעַ לִקְרוֹת, קוֹרֵא. וְכָל מִי שֶׁאֵינוֹ יוֹדֵעַ לִקְרוֹת, מַקְרִין אוֹתוֹ. נִמְנְעוּ מִלְּהָבִיא, הִתְקִינוּ שֶׁיְּהוּ מַקְרִין אֶת מִי שֶׁיּוֹדֵעַ וְאֶת מִי שֶׁאֵינוֹ יוֹדֵעַ:
7 Ehemals las derjenige, welcher lesen konnte, und wer nicht lesen konnte, dem las man es vor. Da deshalb Mancher keine Erstlinge brachte, so ward verordnet: sowohl denen, die lesen konnten, als die es nicht könnten, vorzulesen.
ח הָעֲשִׁירִים מְבִיאִים בִּכּוּרֵיהֶם בִּקְלָתוֹת שֶׁל כֶּסֶף וְשֶׁל זָהָב, וְהָעֲנִיִּים מְבִיאִין אוֹתָם בְּסַלֵּי נְצָרִים שֶׁל עֲרָבָה קְלוּפָה, וְהַסַּלִּים וְהַבִּכּוּרִים נִתָּנִין לַכֹּהֲנִים:
8 Die Reichen brachten ihre Erstlinge in Körben von Silber und Gold; die Armen aber brachten sie in Zweigkörben aus abgeschälten Weidenruten; diese letztem Körbe wurden mit den Erstlingen den Priestern gegeben.
ט רַבִּי שִׁמְעוֹן בֶּן נַנָּס אוֹמֵר, מְעַטְּרִין אֶת הַבִּכּוּרִים חוּץ מִשִּׁבְעַת הַמִּינִים. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, אֵין מְעַטְּרִין אֶת הַבִּכּוּרִים אֶלָּא מִשִּׁבְעַת הַמִּינִים:
9 R. Simeon Sohn Nanos lehrt: Man bekränzte auch die Erstlinge von Früchten, die nicht von den sieben Arten sind. R. Akiba aber behauptet: Nur die der sieben Arten.
י רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, שָׁלֹשׁ מִדּוֹת בַּבִּכּוּרִים, הַבִּכּוּרִים, וְתוֹסֶפֶת הַבִּכּוּרִים, וְעִטּוּר הַבִּכּוּרִים. תּוֹסֶפֶת הַבִּכּוּרִים, מִין בְּמִינוֹ. וְעִטּוּר הַבִּכּוּרִים, מִין בְּשֶׁאֵינוֹ מִינוֹ. תּוֹסֶפֶת הַבִּכּוּרִים נֶאֱכֶלֶת בְּטָהֳרָה, וּפְטוּרָה מִן הַדְּמַאי. וְעִטּוּר הַבִּכּוּרִים חַיָּב בַּדְּמַאי:
10 R.Simeon sagt: Drei Klassen sind an Erstlingen zu bemerken: Die Erstlinge, die Zugaben zu den Erstlingen und die Bekränzung der Erstlinge. Die Zugabe muss von gleicher Fruchtart sein; die Bekränzung kann von Ungleichartigem sein. Die Zugabe muss im Zustande der Reinheit gegessen werden, unterliegt nicht dem <span dir="rtl">דמאי</span>-Gesetze, und die Bekränzung der Erstlinge ist dem <span dir="rtl">דמאי</span>-Gesetze unterworfen.
יא אֵימָתַי אָמְרוּ תּוֹסֶפֶת הַבִּכּוּרִים כַּבִּכּוּרִים, בִּזְמַן שֶׁהִיא בָאָה מִן הָאָרֶץ. וְאִם אֵינָהּ בָּאָה מִן הָאָרֶץ, אֵינָהּ כַּבִּכּוּרִים:
11 In welchem Falle hat man bestimmt, die Zugabe sei gleich den Erstlingen selbst? — Wenn sie vom Lande Israel kommt, wenn sie aber nicht von daher kommt, ist sie nicht den Erstlingen gleich zu achten.
יב לְמָה אָמְרוּ הַבִּכּוּרִים כְּנִכְסֵי כֹהֵן, שֶׁהוּא קוֹנֶה מֵהֶם עֲבָדִים וְקַרְקָעוֹת וּבְהֵמָה טְמֵאָה, וּבַעַל חוֹב נוֹטְלָן בְּחוֹבוֹ, וְהָאִשָּׁה בִכְתֻבָּתָהּ, כְּסֵפֶר תּוֹרָה. וְרַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אֵין נוֹתְנִים אוֹתָם אֶלָּא לְחָבֵר בְּטוֹבָה. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, נוֹתְנִין אוֹתָם לְאַנְשֵׁי מִשְׁמָר, וְהֵם מְחַלְּקִין בֵּינֵיהֶם, כְּקָדְשֵׁי הַמִּקְדָּשׁ:
12 In welcher Beziehung hat man gesagt: Die Erstlinge seien wie das Eigentum der Priester anzusehen? — Er kann damit Sklaven, liegende Gründe und unreines Vieh kaufen; der Gläubiger darf sie in Zahlung nehmen, die Frau erhält davon den Betrag ihrer <span dir="ltr">כתובה</span>,aber sie bleiben heilig, wie eine verkaufte Gesetzesrolle. Rabbi Jehuda sagt: Nur in der Beziehung, dass der Priester sie einem <span dir="rtl">חבר</span> in wohlwollender Absicht schenken dürfe. Die Weisen sagen: Man darf sie allen wachehabenden Priestern geben und diese können sie unter sich wie Allerheiligstes verteilen.