Bikkurim 1

Kapitel 1

א יֵשׁ מְבִיאִין בִּכּוּרִים וְקוֹרִין, מְבִיאִין וְלֹא קוֹרִין, וְיֵשׁ שֶׁאֵינָן מְבִיאִין. אֵלּוּ שֶׁאֵינָן מְבִיאִין, הַנּוֹטֵעַ לְתוֹךְ שֶׁלּוֹ וְהִבְרִיךְ לְתוֹךְ שֶׁל יָחִיד אוֹ שֶׁל רַבִּים, וְכֵן הַמַּבְרִיךְ מִתּוֹךְ שֶׁל יָחִיד אוֹ מִתּוֹךְ שֶׁל רַבִּים לְתוֹךְ שֶׁלּוֹ. הַנּוֹטֵעַ לְתוֹךְ שֶׁלּוֹ וְהִבְרִיךְ לְתוֹךְ שֶׁלּוֹ, וְדֶרֶךְ הַיָּחִיד וְדֶרֶךְ הָרַבִּים בָּאֶמְצַע, הֲרֵי זֶה אֵינוֹ מֵבִיא. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, כָּזֶה מֵבִיא:
1 Einige bringen Erstlinge dar und lesen; Andere bringen sie dar und dürfen nicht lesen; und wieder Andere brauchen keine Erstlinge darzubringen. Folgende nämlich brauchen keine Erstlinge darzubringeu: Wer auf eignem Felde gepflanzt und den Ableger in eines Andern Eigentum, oder in einen öffentlichen Platz hineingezogen hat; oder in eines Andern Eigentum, oder auf einem öffentlichen Platz gepflanzt und den Ableger in sein eignes Feld hereingezogen hat; wer im eigenen Felde gepflanzt und den Ableger in sein eigenes Feld, welches von jenem durch einen Privatweg oder öffentlichen Weggetrennt ist, gezogen hat, braucht keine Erstlinge darzubringen. R. Jehudah sagt: Letzterer muss sie darbringen.
ב מֵאֵיזֶה טַעַם אֵינוֹ מֵבִיא, מִשּׁוּם שֶׁנֶּאֱמַר, רֵאשִׁית בִּכּוּרֵי אַדְמָתְךָ (שמות כג), עַד שֶׁיְּהוּ כָל הַגִּדּוּלִין מֵאַדְמָתְךָ. הָאֲרִיסִין וְהֶחָכוֹרוֹת וְהַסִּקָּרִיקוֹן וְהַגַּזְלָן, אֵין מְבִיאִין מֵאוֹתוֹ הַטַּעַם, מִשּׁוּם שֶׁנֶּאֱמַר, רֵאשִׁית בִּכּוּרֵי אַדְמָתְךָ:
2 Aus welchem Grunde ist ein solcher nicht zur Darbringung verpflichtet? — Weil es heisst: »Die Erstlinge der Reife Deines Ackers«, welches bedeutet: Es muss, der ganze Wuchs auf Deinem Felde sein. Wer gegen Fruchtanteil den Acker bestellt, wer pachtet, wer ein Grundstück durch Gewalt oder Raub an sich gebracht hat, bringt aus demselben Grunde keine Erstlinge dar, weil es heisst: Die Erstlinge der Reife Deines Ackers.
ג אֵין מְבִיאִין בִּכּוּרִים חוּץ מִשִּׁבְעַת הַמִּינִים. לֹא מִתְּמָרִים שֶׁבֶּהָרִים, וְלֹא מִפֵּרוֹת שֶׁבָּעֲמָקִים, וְלֹא מִזֵּיתֵי שֶׁמֶן שֶׁאֵינָם מִן הַמֻּבְחָר. אֵין מְבִיאִין בִּכּוּרִים קֹדֶם לָעֲצֶרֶת. אַנְשֵׁי הַר צְבוֹעִים הֵבִיאוּ בִכּוּרֵיהֶם קֹדֶם לָעֲצֶרֶת, וְלֹא קִבְּלוּ מֵהֶם, מִפְּנֵי הַכָּתוּב שֶׁבַּתּוֹרָה (שמות כג) וְחַג הַקָּצִיר בִּכּוּרֵי מַעֲשֶׂיךָ אֲשֶׁר תִּזְרַע בַּשָּׂדֶה:
3 Man bringt Erstlinge nur von den sieben Fruchtarten dar; übrigens auch nicht von den Datteln auf den Gebirgen und von den Früchten in den Tälern, nicht von solchen Oliven, die nicht auserwählt gut sind.—Man bringt die Erstlinge nicht vor dem Wochenfeste. Die Leute vom Berge Zebaim brachten ihre Erstlinge vor dem Wochenfeste, und man nahm sie von ihnen nicht an; weil im Gesetze geschrieben steht: (Exod. 23, 17) »das Fest der Ernte, der Erstlinge Deiner Feldarbeit, von Allem, was Du auf dem Felde säest«.
ד אֵלּוּ מְבִיאִין וְלֹא קוֹרִין, הַגֵּר מֵבִיא וְאֵינוֹ קוֹרֵא, שֶׁאֵינוֹ יָכוֹל לוֹמַר אֲשֶׁר נִשְׁבַּע ה' לַאֲבוֹתֵינוּ לָתֵת לָנוּ (דברים כו). וְאִם הָיְתָה אִמּוֹ מִיִּשְׂרָאֵל, מֵבִיא וְקוֹרֵא. וּכְשֶׁהוּא מִתְפַּלֵּל בֵּינוֹ לְבֵין עַצְמוֹ, אוֹמֵר, אֱלֹהֵי אֲבוֹת יִשְׂרָאֵל. וּכְשֶׁהוּא בְבֵית הַכְּנֶסֶת, אוֹמֵר, אֱלֹהֵי אֲבוֹתֵיכֶם. וְאִם הָיְתָה אִמּוֹ מִיִּשְׂרָאֵל, אוֹמֵר, אֱלֹהֵי אֲבוֹתֵינוּ:
4 Folgende bringen dar ohne das Bekenntniss zu lesen: Der Proselyt bringt, ohne zu lesen, weil er nicht sagen kann: »Welches Du unsern Eltern zugeschworen hast, uns zu geben». War aber seine Mutter aus Israel, so bringt er und liest. Wenn ein solcher für sich allein betet, so sage er: »Der Gott der Vorfahren Israels«, und in der Synagoge sage er: »Der Gott Eurer Väter«. Ist aber seine Mutter aus Israel, so sagt er: »Der Gott unsrer Vorfahren«.
ה רַבִּי אֱלִיעֶזֶר בֶּן יַעֲקֹב אוֹמֵר, אִשָּׁה בַת גֵּרִים לֹא תִנָּשֵׂא לַכְּהֻנָּה, עַד שֶׁתְּהֵא אִמָּהּ מִיִּשְׂרָאֵל. אֶחָד גֵּרִים וְאֶחָד עֲבָדִים מְשֻׁחְרָרִים, וַאֲפִלּוּ עַד עֲשָׂרָה דוֹרוֹת, עַד שֶׁתְּהֵא אִמָּן מִיִּשְׂרָאֵל. הָאַפּוֹטְרוֹפּוֹס וְהַשָּׁלִיחַ וְהָעֶבֶד וְהָאִשָּׁה וְטֻמְטוּם וְאַנְדְּרוֹגִינוֹס, מְבִיאִין וְלֹא קוֹרִין, שֶׁאֵינָן יְכוֹלִין לוֹמַר (דברים כו) אֲשֶׁר נָתַתָּה לִּי ה':
5 R. Elieser Sohn Jakobs sagte: Eine Tochter von Proselyten darf nicht einem Priester vermählt werden, es sei denn, dass ihre Mutter aus Israel ist. Übrigens ist es einerlei, ob sie Tochter von Proselyten oder freigelassenen Sklaven ist, und selbst vom zehnten Gliede, ist es immer nur gestattet, wenn die Mutter aus Israel ist. Der Vormund, der Bote, der Sklave, die Frau, der Geschlechtslose und der Zwitter dürfen die Erstlinge bringen, aber nicht das Bekenntniss lesen, weil sie nicht sagen können: »Welche Du, o Gott, mir gegeben hast.
ו הַקּוֹנֶה שְׁתֵּי אִילָנוֹת בְּתוֹךְ שֶׁל חֲבֵרוֹ, מֵבִיא וְאֵינוֹ קוֹרֵא. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, מֵבִיא וְקוֹרֵא. יָבַשׁ הַמַּעְיָן, נִקְצַץ הָאִילָן, מֵבִיא וְאֵינוֹ קוֹרֵא. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, מֵבִיא וְקוֹרֵא. מֵעֲצֶרֶת וְעַד הֶחָג, מֵבִיא וְקוֹרֵא. מִן הֶחָג וְעַד חֲנֻכָּה, מֵבִיא וְאֵינוֹ קוֹרֵא. רַבִּי יְהוּדָה בֶן בְּתֵירָא אוֹמֵר, מֵבִיא וְקוֹרֵא:
6 Wenn Einer zwei Bäume in des Andern Feld kauft, so bringt er die Erstlinge dar, ohne zu lesen. R. Meïr sagt: Er muss darbringen und lesen. Ist der Quell versiegt, oder der Baum abgehauen worden, so bringt er dar, ohne zu lesen. R. Jehudah sagt: Er bringt dar und liest.
ז הִפְרִישׁ בִּכּוּרָיו וּמָכַר שָׂדֵהוּ, מֵבִיא וְאֵינוֹ קוֹרֵא. וְהַשֵּׁנִי, מֵאוֹתוֹ הַמִּין אֵינוֹ מֵבִיא, מִמִּין אַחֵר, מֵבִיא וְקוֹרֵא. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אַף מֵאוֹתוֹ הַמִּין מֵבִיא וְקוֹרֵא:
7 Wer seine Erstlinge abgesondert und dann sein Feld verkauft hat, bringt seine Erstlinge dar, ohne zu lesen; der Zweite bringt keine von derselben Fruchtart dar, aber von anderen bringt er dar und liest. R.Jehuda sagt: Er muss auch von derselben Art die Erstlinge darbringen und lesen.
ח הִפְרִישׁ בִּכּוּרָיו, נִבְזְזוּ, נָמַקּוּ, נִגְנְבוּ, אָבְדוּ, אוֹ שֶׁנִּטְמְאוּ, מֵבִיא אֲחֵרִים תַּחְתֵּיהֶם וְאֵינוֹ קוֹרֵא. וְהַשְּׁנִיִּים אֵינָם חַיָּבִים עֲלֵיהֶם חֹמֶשׁ. נִטְמְאוּ בָעֲזָרָה, נוֹפֵץ וְאֵינוֹ קוֹרֵא:
8 Wenn Jemand seine Erstlinge abgesondert hatte und diese gewaltsam weggenommen oder verfault oder gestohlen oder verloren gegangen oder verunreinigt sind, so bringt er an deren Stelle andere dar, ohne zu lesen; über die zweiten braucht man kein Fünftel zuzugeben. Sind sie erst im Vorhofe unrein geworden, so wirft man sie aus dem Korbe und liest nicht.
ט וּמִנַּיִן שֶׁהוּא חַיָּב בְּאַחֲרָיוּתָן עַד שֶׁיָּבִיא לְהַר הַבַּיִת, שֶׁנֶּאֱמַר (שמות כג) רֵאשִׁית בִּכּוּרֵי אַדְמָתְךָ תָּבִיא בֵּית ה' אֱלֹהֶיךָ, מְלַמֵּד שֶׁחַיָּב בְּאַחֲרָיוּתָם עַד שֶׁיָּבִיא לְהַר הַבָּיִת. הֲרֵי שֶׁהֵבִיא מִמִּין אֶחָד וְקָרָא, וְחָזַר וְהֵבִיא מִמִּין אַחֵר, אֵינוֹ קוֹרֵא:
9 Woher beweist man, dass die Erstlinge, bis sie zum Tempelberg gebracht worden sind, ersetzt werden müssen? Weil es heisst: (Exod. 23,19). »Die Erstlinge der Reife Deines Ackers, sollst Du in’s Haus Deines Gottes bringen;« dies lehrt, dass man zum Ersatz derselben verpflichtet ist, bis man sie an den Tempelberg bringt. Hat man bereits von einer Art Früchte Erstlinge gebracht und das Bekenntnis gelesen und bringt nun eine andere Art, so liest man nicht wieder.
י וְאֵלּוּ מְבִיאִין וְקוֹרִין, מִן הָעֲצֶרֶת וְעַד הֶחָג, מִשִּׁבְעַת הַמִּינִים, מִפֵּרוֹת שֶׁבֶּהָרִים, מִתְּמָרוֹת שֶׁבָּעֲמָקִים, וּמִזֵּיתֵי שֶׁמֶן, מֵעֵבֶר הַיַּרְדֵּן. רַבִּי יוֹסֵי הַגְּלִילִי אוֹמֵר, אֵין מְבִיאִין בִּכּוּרִים מֵעֵבֶר הַיַּרְדֵּן, שֶׁאֵינָהּ אֶרֶץ זָבַת חָלָב וּדְבָשׁ:
10 Folgende bringt man dar und liest dabei, zwischen dem Wochen- und Laubhüttenfeste: Die von den sieben Arten, die von Früchten der Gebirge und Datteln der Täler, von den Ölbäumen jenseit des Jordans. R. Jose der Galiläer sagt: Man bringt aus jenseits des Jordans keine Erstlinge dar, denn es ist nicht ein Land, wo Milch und Honig fliesst.
יא הַקּוֹנֶה שְׁלֹשָׁה אִילָנוֹת בְּתוֹךְ שֶׁל חֲבֵרוֹ, מֵבִיא וְקוֹרֵא. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, אֲפִלּוּ שְׁנָיִם. קָנָה אִילָן וְקַרְקָעוֹ, מֵבִיא וְקוֹרֵא. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אַף בַּעֲלֵי אֲרִיסוּת וְחָכוֹרוֹת, מְבִיאִין וְקוֹרִין:
11 Wer drei Bäume im Felde eines Andern kauft, muss die Erstlinge dar bringen und das Bekenntniss lesen. R. Meïr sagt: Schon wenn man zwei kauft. Wenn man einen Baum mit dem Grund und Boden dazu gekauft hat, so bringt man die Erstlinge dar und liest. R. Jehudah sagt: Auch die Erbpächter der gegen Fruchtanteil oder Pacht zu bestellenden Felder müssen die Erstlinge darbringen und das Bekenntniss lesen.