Yoma 7

Kapitel 7

א בָּא לוֹ כֹהֵן גָּדוֹל לִקְרוֹת. אִם רָצָה לִקְרוֹת בְּבִגְדֵי בוּץ, קוֹרֵא. וְאִם לֹא, קוֹרֵא בְאִצְטְלִית לָבָן מִשֶּׁלּוֹ. חַזַּן הַכְּנֶסֶת נוֹטֵל סֵפֶר תּוֹרָה וְנוֹתְנוֹ לְרֹאשׁ הַכְּנֶסֶת, וְרֹאשׁ הַכְּנֶסֶת נוֹתְנוֹ לַסְּגָן, וְהַסְּגָן נוֹתְנוֹ לְכֹהֵן גָּדוֹל, וְכֹהֵן גָּדוֹל עוֹמֵד וּמְקַבֵּל וְקוֹרֵא עוֹמֵד, וְקוֹרֵא אַחֲרֵי מוֹת וְאַךְ בֶּעָשׂוֹר. וְגוֹלֵל סֵפֶר תּוֹרָה וּמַנִּיחוֹ בְחֵיקוֹ, וְאוֹמֵר, יוֹתֵר מִמַּה שֶּׁקָּרָאתִי לִפְנֵיכֶם כָּתוּב כָּאן, וּבֶעָשׂוֹר שֶׁבְּחֻמַּשׁ הַפְּקוּדִים קוֹרֵא עַל פֶּה, וּמְבָרֵךְ עָלֶיהָ שְׁמֹנֶה בְרָכוֹת, עַל הַתּוֹרָה, וְעַל הָעֲבוֹדָה, וְעַל הַהוֹדָאָה, וְעַל מְחִילַת הֶעָוֹן, וְעַל הַמִּקְדָּשׁ בִּפְנֵי עַצְמוֹ, וְעַל יִשְׂרָאֵל בִּפְנֵי עַצְמָן וְעַל יְרוּשָׁלַיִם בִּפְנֵי עַצְמָהּ וְעַל הַכֹּהֲנִים בִּפְנֵי עַצְמָן וְעַל שְׁאָר הַתְּפִלָּה:
1 Jetzt schickt der Hohepriester sich zum Vortrag an. Wenn er will, liest er in den Byssuskleidern; wenn nicht, liest er in einem weissen Gewande aus eigenem Besitz. Der Synagogendiener holt eine Torarolle und übergibt sie dem Synagogenverwalter, der sie wieder dem Vorsteher reicht, damit er sie dem Hohenpriester aushändige. Der Hohepriester erhebt sich, nimmt sie in Empfang (und liest stehend). Er liest Aḥarê Môt und Ach be‘asôr, rollt das Buch der Tora zusammen, legt es auf seinen Schoss und spricht: Mehr als ich euch vorgelesen, ist hier verzeichnet. Ube‘asôr aber, im Buche der Musterungen, trägt er auswendig vor, worauf er acht Benediktionen spricht: über die Tora, über den Tempeldienst und ein Dankgebet, ferner über die Sündenvergebung, über das Heiligtum besonders, über Israel besonders, über die Priester besonders und endlich ein allgemeines Gebet.
ב הָרוֹאֶה כֹהֵן גָּדוֹל כְּשֶׁהוּא קוֹרֵא, אֵינוֹ רוֹאֶה פַר וְשָׂעִיר הַנִּשְׂרָפִים. וְהָרוֹאֶה פַר וְשָׂעִיר הַנִּשְׂרָפִים, אֵינוֹ רוֹאֶה כֹהֵן גָּדוֹל כְּשֶׁהוּא קוֹרֵא. וְלֹא מִפְּנֵי שֶׁאֵינוֹ רַשַּׁאי, אֶלָּא שֶׁהָיְתָה דֶרֶךְ רְחוֹקָה, וּמְלֶאכֶת שְׁנֵיהֶן שָׁוָה כְאֶחָת:
2 Wer den Hohenpriester während seiner Vorlesung sah, konnte dem Verbrennen des Stieres und des Widders nicht zuschauen, und wer der Verbrennung des Stieres und des Widders zuschaute, konnte den Hohenpriester während der Vorlesung nicht sehen; nicht etwa, dass er es nicht durfte, sondern weil die Entfernung zu gross war und beides zur selben Zeit sich abspielte.
ג אִם בְּבִגְדֵי בוּץ קוֹרֵא, קִדֵּשׁ יָדָיו וְרַגְלָיו, פָּשַׁט יָרַד וְטָבַל, עָלָה וְנִסְתַּפֵּג. הֵבִיאוּ לוֹ בִגְדֵי זָהָב, וְלָבַשׁ, וְקִדֵּשׁ יָדָיו וְרַגְלָיו, וְיָצָא וְעָשָׂה אֶת אֵילוֹ וְאֶת אֵיל הָעָם, וְאֶת שִׁבְעַת כְּבָשִׂים תְּמִימִים בְּנֵי שָׁנָה, דִּבְרֵי רַבִּי אֱלִיעֶזֶר. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, עִם תָּמִיד שֶׁל שַׁחַר הָיוּ קְרֵבִין, וּפַר הָעוֹלָה וְשָׂעִיר הַנַּעֲשֶׂה בַחוּץ הָיוּ קְרֵבִין עִם תָּמִיד שֶׁל בֵּין הָעַרְבָּיִם:
3 Hatte er in den Byssusgewändern vorgelesen, so heiligte er nun seine Hände und Füsse, entkleidete sich und stieg ins Bad hinunter. Nachdem er wieder heraufgekommen war und sich abgetrocknet hatte, brachte man ihm die goldenen Kleider. Er legte sie an und heiligte sich Hände und Füsse, um draussen seinen Widder und den Widder des Volkes darzubringen nebst den sieben fehlerlosen Lämmern, die das erste Lebensjahr noch nicht überschritten hatten. So die Worte des Rabbi Eli‘ezer. R. ‘Aḳiba meint, dass diese im Anschluss an das tägliche Morgenopfer dargebracht wurden, während der zum Ganzopfer bestimmte Stier sowie der im Aussenraume zu opfernde Ziegenbock erst zur Zeit des täglichen Abendopfers dargebracht wurde.
ד קִדֵּשׁ יָדָיו וְרַגְלָיו, וּפָשַׁט וְיָרַד וְטָבַל וְעָלָה וְנִסְתַּפֵּג. הֵבִיאוּ לוֹ בִגְדֵי לָבָן, וְלָבַשׁ, וְקִדֵּשׁ יָדָיו וְרַגְלָיו. נִכְנַס לְהוֹצִיא אֶת הַכַּף וְאֶת הַמַּחְתָּה. קִדֵּשׁ יָדָיו וְרַגְלָיו, וּפָשַׁט וְיָרַד וְטָבָל, עָלָה וְנִסְתַּפֵּג. הֵבִיאוּ לוֹ בִגְדֵי זָהָב וְלָבַשׁ, וְקִדֵּשׁ יָדָיו וְרַגְלָיו, וְנִכְנַס לְהַקְטִיר קְטֹרֶת שֶׁל בֵּין הָעַרְבַּיִם וּלְהֵטִיב אֶת הַנֵּרוֹת, וְקִדֵּשׁ יָדָיו וְרַגְלָיו, וּפָשַׁט. הֵבִיאוּ לוֹ בִגְדֵי עַצְמוֹ, וְלָבַשׁ. וּמְלַוִּין אוֹתוֹ עַד בֵּיתוֹ. וְיוֹם טוֹב הָיָה עוֹשֶׂה לְאוֹהֲבָיו בְּשָׁעָה שֶׁיָּצָא בְשָׁלוֹם מִן הַקֹּדֶשׁ:
4 Und wieder heiligte er sich Hände und Füsse, entkleidete sich und stieg ins Bad hinunter. Nachdem er wieder heraufgekommen war und sich abgetrocknet hatte, brachte man ihm das weisse Gewand. Er legte es an, heiligte seine Hände und Füsse und ging hinein, um den Löffel nebst der Schaufel herauszuholen, worauf er sich aufs neue Hände und Füsse heiligte, das Gewand ablegte und ins Bad stieg. Nachdem er ihm wieder entstiegen und abgetrocknet war, reichte man ihm die goldenen Kleider, nach deren Anlegung er die Heiligung der Hände und Füsse wiederholte. Dann ging er hinein, um das Abendräucherwerk darzubringen und die Lämpchen anzuzünden, wonach er seine Hände und Füsse heiligte und sich entkleidete. Nunmehr brachte man ihm seine eigenen Kleider. Nachdem er diese angezogen hatte, begleitete man ihn bis zu seinem Hause, wo er seinen Freunden ein Fest bereitete, da er in Frieden aus dem Heiligtume heimgekehrt war.
ה כֹּהֵן גָּדוֹל מְשַׁמֵּשׁ בִּשְׁמֹנָה כֵלִים. וְהַהֶדְיוֹט בְּאַרְבָּעָה, בְּכֻתֹּנֶת וּמִכְנָסַיִם וּמִצְנֶפֶת וְאַבְנֵט. מוֹסִיף עָלָיו כֹּהֵן גָּדוֹל, חשֶׁן וְאֵפוֹד וּמְעִיל וָצִיץ. בְּאֵלּוּ נִשְׁאָלִין בְּאוּרִים וְתֻמִּים. וְאֵין נִשְׁאָלִין אֶלָּא לַמֶּלֶךְ וּלְבֵית דִּין וּלְמִי שֶׁהַצִּבּוּר צָרִיךְ בּוֹ:
5 Der Hohepriester verrichtet den Dienst in acht Gewändern, ein anderer Priester in vieren, dieser in Leibrock, Beinkleid, Kopfbund und Gürtel, zu denen der Hohepriester Brustzier, Schurz, Oberkleid und Stirnbinde hinzufügt. In diesen befragen sie die Urîm und Tummîm; man befragt sie aber (nicht auf Wunsch einer Privatperson, sondern) nur im Auftrage des Königs, des Gerichtshofes oder eines Mannes, auf den die Gesamtheit angewiesen ist.