ז אָמַר רַבִּי עֲקִיבָא, כְּשֶׁיָּרַדְתִּי לִנְהַרְדְּעָא לְעַבֵּר הַשָּׁנָה, מָצָאתִי נְחֶמְיָה אִישׁ בֵּית דְּלִי, אָמַר לִי, שָׁמַעְתִּי שֶׁאֵין מַשִּׂיאִין אֶת הָאִשָּׁה בְאֶרֶץ יִשְׂרָאֵל עַל פִּי עֵד אֶחָד, אֶלָּא רַבִּי יְהוּדָה בֶן בָּבָא. וְנוּמֵתִי לוֹ, כֵּן הַדְּבָרִים. אָמַר לִי, אֱמֹר לָהֶם מִשְּׁמִי, אַתֶּם יוֹדְעִים שֶׁהַמְּדִינָה מְשֻׁבֶּשֶׁת בִּגְיָסוֹת, מְקֻבְּלָנִי מֵרַבָּן גַּמְלִיאֵל הַזָּקֵן, שֶׁמַּשִּׂיאִין אֶת הָאִשָּׁה עַל פִּי עֵד אֶחָד. וּכְשֶׁבָּאתִי וְהִרְצֵיתִי הַדְּבָרִים לִפְנֵי רַבָּן גַּמְלִיאֵל, שָׂמַח לִדְבָרַי, וְאָמַר, מָצָאנוּ חָבֵר לְרַבִּי יְהוּדָה בֶן בָּבָא. מִתּוֹךְ הַדְּבָרִים נִזְכַּר רַבָּן גַּמְלִיאֵל, שֶׁנֶּהֶרְגוּ הֲרוּגִים בְּתֵל אַרְזָא, וְהִשִּׂיא רַבָּן גַּמְלִיאֵל הַזָּקֵן נְשׁוֹתֵיהֶם עַל פִּי עֵד אֶחָד, וְהֻחְזְקוּ לִהְיוֹת מַשִּׂיאִין עַל פִּי עֵד אֶחָד. וְהֻחְזְקוּ לִהְיוֹת מַשִּׂיאִין עֵד מִפִּי עֵד, מִפִּי עֶבֶד, מִפִּי אִשָּׁה, מִפִּי שִׁפְחָה. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמְרִים, אֵין מַשִּׂיאִין אֶת הָאִשָּׁה עַל פִּי עֵד אֶחָד. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, לֹא עַל פִּי אִשָּׁה, וְלֹא עַל פִּי עֶבֶד וְלֹא עַל פִּי שִׁפְחָה, וְלֹא עַל פִּי קְרוֹבִים. אָמְרוּ לוֹ, מַעֲשֶׂה בִבְנֵי לֵוִי שֶׁהָלְכוּ לְצֹעַר עִיר הַתְּמָרִים, וְחָלָה אַחַד מֵהֶם בַּדֶּרֶךְ, וֶהֱבִיאוּהוּ בְפֻנְדָּק, וּבַחֲזָרָתָם אָמְרוּ לַפֻּנְדָּקִית אַיֵּה חֲבֵרֵנוּ, אָמְרָה לָהֶם מֵת וּקְבַרְתִּיו, וְהִשִּׂיאוּ אֶת אִשְׁתּוֹ. אָמְרוּ לוֹ, וְלֹא תְהֵא כֹהֶנֶת כַּפֻּנְדָּקִית. אָמַר לָהֶם, לִכְשֶׁתְּהֵא פֻּנְדָּקִית נֶאֱמֶנֶת. הַפֻּנְדָּקִית הוֹצִיאָה לָהֶם מַקְלוֹ וְתַרְמִילוֹ וְסֵפֶר תּוֹרָה שֶׁהָיָה בְיָדוֹ:
7 R. Akiba sagte: als ich einst nach Nehardea ging, um ein Schaltjahr anzuordnen, da traf mich (ich) Nehemia aas Beth-Deli und er sagte zu mir: „ich habe gehört, dass in Palästina Niemand einer Frau auf die Aussage nur eines Zeugen wieder zu heiraten erlaubt, ausser R. Jehuda, dem Sohne Baba’s, “ und da sagte ich zu ihm: „so verhalten sich die Dinge.“ Darauf sagte er zu mir: sage ihnen in meinem Namen: „Ihr wisst, dass diese Gegend von Kriegshorden durchzogen ist — ich habe die Überlieferung von Rabban Gamliel dem Ältern, dass man einer Frau gestattet, auf die Aussage eines Zeugen hin sich wieder zu verheiraten, und als ich kam und diese Worte dem Rabban Gamliel vortrug, da freute er sich über meine Worte und sagte: „wir haben nun für R. Jehuda, Sohn Baba’s, einen Genossen gefunden.“ Bei diesem Anlass erinnerte sich Rabban Gamliel, dass einst mehrere Männer in Tel Arsa erschlagen wurden und dass Rabban Gamliel (der Ältere) ihren Frauen erlaubte, auf die Aussage eines Zeugen wieder zu heiraten; (es wurde dann bestimmt, dass den Frauen zu gestatten ist, auf die Aussage eines Zeugen wieder zu heiraten;) es wurde [ferner] bestimmt, dass ihnen zu gestatten ist, sich wieder zu verheiraten auf die Aussage eines Zeugen, der es aus dem Munde eines andren Zeugen oder aus dem Munde eines Sklaven oder aus dem Munde einer Frau oder aus dem Munde einer Sklavin vernommen. R. Elieser und R. Josua sagen: man darf einer Frau nicht gestatten wieder zu heiraten auf die Aussage eines Zeugen hin; R. Akiba sagt: nicht auf die Aussage einer Frau (und nicht auf die Aussage eines Sklaven und nicht auf die Aussage einer Sklavin) und nicht auf die Aussage von Verwandten. Da sagte man zu ihm: es geschah einst, dass Söhne eines Leviten nach Zoar, der Palmenstadt, gingen und einer von ihnen unterwegs erkrankte; diesen brachte man darauf in ein Gasthaus. Als sie dann auf ihrer Rückkehr zur Wirtin sagten: „wo ist unser Geführte?“ da sagte sie zu ihnen: „er ist gestorben, und ich habe ihn begraben;“ darauf gestattete man seiner Frau wieder zu heiraten. Da sagte man zu ihm: sollte eine Priesterin nicht ebenso [beglaubt] sein wie die Wirtin? Darauf erwiderte er ihnen: wenn nur die Wirtin beglaubt wäre! Die Wirtin nämlich brachte ihnen seinen Stab, seine Tasche und die Thorarolle, die er bei sich gehabt hatte.