Yevamot 11

Kapitel 11

א נוֹשְׂאִין עַל הָאֲנוּסָה וְעַל הַמְפֻתָּה. הָאוֹנֵס וְהַמְפַתֶּה עַל הַנְּשׂוּאָה, חַיָּב. נוֹשֵׂא אָדָם אֲנוּסַת אָבִיו וּמְפֻתַּת אָבִיו, אֲנוּסַת בְּנוֹ וּמְפֻתַּת בְּנוֹ. רַבִּי יְהוּדָה אוֹסֵר בַּאֲנוּסַת אָבִיו וּמְפֻתַּת אָבִיו:
1 Man darf die nahen Verwandten einer Frau heiraten, die man vergewaltigt oder verführt hat. Wer die nahen Verwandten seiner Ehefrau vergewaltigt oder verführt, ist schuldig. Man darf die von seinem Vater Vergewaltigte oder Verführte sowie die von seinem Sohne Vergewaltigte oder Verführte heiraten. R. Jehuda verbietet die vom Vater Vergewaltigte oder Verführte [dem Sohne zur Ehe].
ב הַגִּיּוֹרֶת שֶׁנִּתְגַּיְּרוּ בָנֶיהָ עִמָּהּ, לֹא חוֹלְצִין וְלֹא מְיַבְּמִין, אֲפִלּוּ הוֹרָתוֹ שֶׁל רִאשׁוֹן שֶׁלֹּא בִקְדֻשָּׁה וְלֵדָתוֹ בִקְדֻשָּׁה, וְהַשֵּׁנִי הוֹרָתוֹ וְלֵדָתוֹ בִקְדֻשָּׁה. וְכֵן שִׁפְחָה שֶׁנִּשְׁתַּחְרְרוּ בָנֶיהָ עִמָּהּ:
2 Wenn mit einer Proselytin auch ihre Söhne [zum Judentum] übertreten, so erteilen diese nicht die Chaliza und vollziehen nicht die Leviratsehe, selbst wenn der erste empfangen wurde, als die Heiligkeit noch nicht auf ihr ruhte und empfangen wurde, als bereits die Heiligkeit auf ihr ruhte, der zweite aber empfangen und geboren wurde, als bereits die Heiligkeit auf ihr ruhte. Dasselbe ist der Fall, wenn mit einer Sklavin auch ihre Söhne freigelassen werden.
ג חָמֵשׁ נָשִׁים שֶׁנִּתְעָרְבוּ וַלְדוֹתֵיהֶן, הִגְדִּילוּ הַתַּעֲרֹבוֹת וְנָשְׂאוּ נָשִׁים וּמֵתוּ, אַרְבָּעָה חוֹלְצִין לְאַחַת, וְאֶחָד מְיַבֵּם אוֹתָהּ. הוּא וּשְׁלשָׁה חוֹלְצִים לְאַחֶרֶת, וְאֶחָד מְיַבֵּם. נִמְצְאוּ אַרְבַּע חֲלִיצוֹת וְיִבּוּם לְכָל אַחַת וְאֶחָת:
3 Wenn die Kinder von fünf Frauen vertauscht wurden, diese Vertauschten heranwachsen, Frauen heiraten und sterben: so müssen vier [von den überlebenden Söhnen] einer Frau die Chaliza erteilen, und der andre (der fünfte) darf dann an ihr die Leviratsehe vollziehen; sodann erteilt dieser nebst drei (überlebenden Söhnen] einer [andren] Frau die Chaliza, und der andre (der fünfte) darf dann an ihr die Leviratsehe vollziehen [u. s. w.]. Es ergiebt sich also, dass jede Frau viermal die Chaliza und dann erst die Leviratsehe vollzieht.
ד הָאִשָּׁה שֶׁנִּתְעָרֵב וְלָדָהּ בִּוְלַד כַּלָּתָהּ, הִגְדִּילוּ הַתַּעֲרֹבוֹת, וְנָשְׂאוּ נָשִׁים, וּמֵתוּ, בְּנֵי הַכַּלָּה חוֹלְצִין וְלֹא מְיַבְּמִין, שֶׁהוּא סְפֵק אֵשֶׁת אָחִיו סְפֵק אֵשֶׁת אֲחִי אָבִיו. וּבְנֵי הַזְּקֵנָה, אוֹ חוֹלְצִין אוֹ מְיַבְּמִין, שֶׁהוּא סְפֵק אֵשֶׁת אָחִיו וְאֵשֶׁת בֶּן אָחִיו. מֵתוּ הַכְּשֵׁרִים, בְּנֵי הַתַּעֲרֹבוֹת לִבְנֵי הַזְּקֵנָה חוֹלְצִין וְלֹא מְיַבְּמִין, שֶׁהוּא סְפֵק אֵשֶׁת אָחִיו וְאֵשֶׁת אֲחִי אָבִיו, וּבְנֵי הַכַּלָּה, אֶחָד חוֹלֵץ וְאֶחָד מְיַבֵּם:
4 Wenn das Kind einer Frau mit dem Kinde ihrer Schwiegertochter vertauscht wurde, die Vertauschten heranwachsen, Frauen heiraten und sterben: so müssen die Söhne der Schwiegertochter die Chaliza erteilen, dürfen aber die Leviratsehe nicht vollziehen, weil es zweifelhaft ist, ob sie die Frau des Bruders oder die Frau des Vaterbruders ist; die Söhne der Grossmutter jedoch dürfen die Chaliza erteilen oder die Leviratsehe vollziehen, denn es ist [nur] zweifelhaft, ob sie die Frau des Bruders oder die Frau des Brudersohnes ist. Wenn aber die Unbezweifelten sterben, so müssen die Vertauschten den Witwen der Söhne der Grossmutter die Chaliza erteilen, dürfen aber an ihnen nicht die Leviratsehe vollziehen, weil es zweifelhaft ist, ob sie die Frau des Bruders oder die Frau des Vaterbruders ist; der Witwe jedoch des Sohnes der Schwiegertochter erteilt der eine (der Vertauschten) die Chaliza, und der andre darf sie dann heiraten.
ה כֹּהֶנֶת שֶׁנִּתְעָרֵב וְלָדָּהּ בִּוְלַד שִׁפְחָתָהּ, הֲרֵי אֵלּוּ אוֹכְלִים בַּתְּרוּמָה, וְחוֹלְקִים חֵלֶק אֶחָד בַּגֹּרֶן, וְאֵינָן מִטַּמְּאִין לְמֵתִים, וְאֵין נוֹשְׂאִין נָשִׁים, בֵּין כְּשֵׁרוֹת בֵּין פְּסוּלוֹת. הִגְדִּילוּ הַתַּעֲרֹבוֹת, וְשִׁחְרְרוּ זֶה אֶת זֶה, נוֹשְׂאִין נָשִׁים רְאוּיוֹת לַכְּהֻנָּה, וְאֵינָן מִטַּמְּאִין לְמֵתִים. וְאִם נִטְמְאוּ, אֵינָן סוֹפְגִין אֶת הָאַרְבָּעִים. וְאֵינָן אוֹכְלִים בַּתְּרוּמָה. וְאִם אָכְלוּ, אֵינָן מְשַׁלְּמִין קֶרֶן וָחֹמֶשׁ. וְאֵינָן חוֹלְקִין עַל הַגֹּרֶן. וּמוֹכְרִין אֶת הַתְּרוּמָה, וְהַדָּמִים שֶׁלָּהֶם. וְאֵינָן חוֹלְקִים בְּקָדְשֵׁי הַמִּקְדָּשׁ, וְאֵין נוֹתְנִין לָהֶם קָדָשִׁים, וְאֵין מוֹצִיאִין שֶׁלָּהֶם מִיָּדָם, וּפְטוּרִין מִן הַזְּרֹעַ וּמִן הַלְּחָיַיִם וּמִן הַקֵּבָה, וּבְכוֹרוֹ יְהֵא רוֹעֶה עַד שֶׁיִּסְתָּאֵב, וְנוֹתְנִין עָלָיו חֻמְרֵי כֹהֲנִים וְחֻמְרֵי יִשְׂרְאֵלִים:
5 Wenn das Kind einer Priestergattin mit dem ihrer Sklavin vertauscht wurde, so dürfen sie Hebe geniessen, erhalten [nur] gleichzeitig ihren Anteil in der Tenne, dürfen sich nicht an Toten verunreinigen und weder [zur Priesterehe] geeignete noch ungeeignete Frauen heiraten. Wenn die Vertauschten herangewachsen sind und sich gegenseitig freigelassen haben, so dürfen sie nur [zur Priesterehe] geeignete Frauen heiraten und sich an Toten nicht verunreinigen; haben sie sich jedoch verunreinigt, so erhalten sie die vierzig [Geisselhiebe] nicht; sie dürfen Hebe nicht geniessen, haben sie sie jedoch genossen, so brauchen sie den vollen Wert und das Fünftel nicht zu ersetzen; sie erhalten keinen Anteil in der Tenne; sie dürfen die Hebe verkaufen und den Erlös behalten; sie haben keinen Anteil an den Heiligtümern des Tempels, man übergiebt ihnen keine Heiligtümer und fordert die ihrigen von ihnen nicht heraus; sie sind frei [vom Abscheiden] von Vorderfuss, Kinnbacken und Magen; sein erstgeborenes [Tier] muss weiden, bis es einen Fehler bekommt, und man legt ihnen die Erschwerungen der Priester und die der Israeliten auf.
ו מִי שֶׁלֹּא שָׁהֲתָה אַחַר בַּעְלָה שְׁלֹשָׁה חֳדָשִׁים וְנִשֵּׂאת, וְיָלְדָה, וְאֵין יָדוּעַ אִם בֶּן תִּשְׁעָה לָרִאשׁוֹן אִם בֶּן שִׁבְעָה לָאַחֲרוֹן. הָיוּ לָהּ בָּנִים מִן הָרִאשׁוֹן וּבָנִים מִן הַשֵּׁנִי, חוֹלְצִין וְלֹא מְיַבְּמִין. וְכֵן הוּא לָהֶם, חוֹלֵץ וְלֹא מְיַבֵּם. הָיוּ לוֹ אַחִים מִן הָרִאשׁוֹן וְאַחִים מִן הַשֵּׁנִי שֶׁלֹּא מֵאוֹתָהּ הָאֵם, הוּא חוֹלֵץ וּמְיַבֵּם, וְהֵם, אֶחָד חוֹלֵץ וְאֶחָד מְיַבֵּם:
6 Wenn eine Frau nach [der Trennung von] ihrem Gatten nicht drei Monate gewartet, sondern geheiratet und geboren hat und man nicht weiss, ob es ein Neunmonatskind (aus der Ehe) des ersten oder ein Siebenmonatskind (aus der Ehe) des zweiten Gatten ist und sie noch Söhne vom ersten und vom zweiten Gatten hat: so müssen diese die Chaliza erteilen, dürfen aber die Leviratsehe nicht vollziehen; ebenso muss er ihnen die Chaliza erteilen, darf aber die Leviratsehe nicht vollziehen. Hat er Brüder von ihrem ersten und von ihrem zweiten Gatten, aber nicht von derselben Mutter, so darf er die Chaliza erteilen oder die Leviratsehe vollziehen, von jenen aber muss der eine die Chaliza erteilen und der andre darf dann die Leviratsehe vollziehen.
ז הָיָה אֶחָד יִשְׂרָאֵל וְאֶחָד כֹּהֵן, נוֹשֵׂא אִשָּׁה רְאוּיָה לְכֹהֵן, וְאֵינוֹ מִטַּמֵּא לְמֵתִים, וְאִם נִטְמָא, אֵינוֹ סוֹפֵג אֶת הָאַרְבָּעִים. וְאֵינוֹ אוֹכֵל בַּתְּרוּמָה, וְאִם אָכַל, אֵינוֹ מְשַׁלֵּם קֶרֶן וָחֹמֶשׁ. וְאֵינוֹ חוֹלֵק עַל הַגֹּרֶן. וּמוֹכֵר הַתְּרוּמָה, וְהַדָּמִים שֶׁלּוֹ. וְאֵינוֹ חוֹלֵק בְּקָדְשֵׁי הַמִּקְדָּשׁ, וְאֵין נוֹתְנִים לוֹ אֶת הַקָּדָשִׁים, וְאֵין מוֹצִיאִין אֶת שֶׁלּוֹ מִיָּדוֹ. וּפָטוּר מִן הַזְּרֹעַ וְהַלְּחָיַיִם וְהַקֵּבָה. וּבְכוֹרוֹ יְהֵא רוֹעֶה עַד שֶׁיִּסְתָּאֵב. וְנוֹתְנִין עָלָיו חֻמְרֵי כֹהֲנִים וְחֻמְרֵי יִשְׂרְאֵלִים. הָיוּ שְׁנֵיהֶם כֹּהֲנִים, הוּא אוֹנֵן עֲלֵיהֶם, וְהֵם אוֹנְנִים עָלָיו. הוּא אֵינוֹ מִטַּמֵּא לָהֶם, וְהֵם אֵינָן מִטַּמְּאִין לוֹ. הוּא אֵינוֹ יוֹרֵשׁ אוֹתָן, אֲבָל הֵם יוֹרְשִׁין אוֹתוֹ. וּפָטוּר עַל מַכָּתוֹ וְעַל קִלְלָתוֹ שֶׁל זֶה וְשֶׁל זֶה, וְעוֹלֶה בְמִשְׁמָרוֹ שֶׁל זֶה וְשֶׁל זֶה, וְאֵינוֹ חוֹלֵק. אִם הָיוּ שְׁנֵיהֶם בְּמִשְׁמָר אֶחָד, נוֹטֵל חֵלֶק אֶחָד:
7 War der eine [dieser Gatten] ein Israelit, der andre ein Priester, so darf er nur eine [zur Priesterehe] geeignete Frau heiraten und sich an Toten nicht verunreinigen, hat er sich jedoch verunreinigt, so erhält er nicht die vierzig [Geisselhiebe]; er darf Hebe nicht geniessen, hat er sie jedoch genossen, so braucht er den vollen Wert und das Fünftel nicht zu ersetzen; er erhält keinen Anteil in der Tenne; er darf die Hebe verkaufen und den Erlös behalten, er hat keinen Anteil an den Heiligtümern des Tempels, man giebt ihm keine Heiligtümer und fordert die seinigen nicht von ihm heraus; er ist frei [vom Abscheiden] von Vorderfuss, Kinnbacken und Magen; sein erstgeborenes [Tier] muss weiden, bis es einen Fehler bekommt, und man legt ihm die Erschwerungen der Priester und die der Israeliten auf. Waren beide [Gatten] Priester, so muss er um sie und sie müssen um ihn trauern; er darf sich nicht an ihnen und sie dürfen sich nicht an ihm verunreinigen; er beerbt sie nicht, sie aber beerben ihn; er ist straffrei, wenn er den einen oder den andren schlägt oder ihm flucht; er zieht auf mit der [Wochen-] Abteilung des einen und des andren, erhält aber keinen Anteil [mit ihnen]; waren jedoch beide in einer [Wochen-] Abteilung, so erhält er einen einfachen Anteil.