Terumot 11

Kapitel 11

א אֵין נוֹתְנִין דְּבֵלָה וּגְרוֹגָרוֹת לְתוֹךְ הַמּוּרְיָס, מִפְּנֵי שֶׁהוּא מְאַבְּדָן, אֲבָל נוֹתְנִין אֶת הַיַּיִן לַמּוּרְיָס. וְאֵין מְפַטְּמִין אֶת הַשֶּׁמֶן, אֲבָל עוֹשִׂין אֶת הַיַּיִן יֵנוּמְלִין. אֵין מְבַשְּׁלִין יַיִן שֶׁל תְּרוּמָה, מִפְּנֵי שֶׁהוּא מַמְעִיטוֹ. רַבִּי יְהוּדָה מַתִּיר, מִפְּנֵי שֶׁהוּא מַשְׁבִּיחוֹ:
1 Man darf nicht gepresste oder dürre Feigen von <span dir="rtl">תרומה</span> in Fischlake tun, weil man sie dadurch verderbt. Aber Wein darf man hinein tun. Öl von <span dir="rtl">תרומה</span> darf man nicht mit Gewürz mischen, aber aus Wein darf man Honigwein machen. Kochen darf man Hebe-Wein nicht, weil man ihn dadurch vermindert. R. Jehudah erlaubt es, weil man ihn dadurch verbessert.
ב דְּבַשׁ תְּמָרִים, וְיֵין תַּפּוּחִים, וְחֹמֶץ סִתְוָנִיּוֹת, וּשְׁאָר כָּל מֵי פֵרוֹת שֶׁל תְּרוּמָה, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר מְחַיֵּב קֶרֶן וְחֹמֶשׁ, וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ פּוֹטֵר. וְרַבִּי אֱלִיעֶזֶר מְטַמֵּא מִשּׁוּם מַשְׁקֶה. אָמַר רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ, לֹא מָנוּ חֲכָמִים שִׁבְעָה מַשְׁקִים כְּמוֹנֵי פְטָמִים, אֶלָּא אָמְרוּ, שִׁבְעָה מַשְׁקִין טְמֵאִים, וּשְׁאָר כָּל הַמַּשְׁקִין טְהוֹרִין:
2 (Wenn Jemand Dattelhonig, Äpfelwein, Essig von Wintertrauben oder sonstigen Saft von Hebefrüchten (aus Versehen genossen hat): so verpflichtet R. Elieser ihn zur Zahlung des Wertes und des Fünftels. R. Josua spricht ihn vom Letzteren frei. — R. Elieser sagt: Diese Säfte unterliegen dem Gesetze wegen Unreinigkeit, als feuchte Sachen überhaupt; R. Josua behauptet: Die Weisen sagten nicht sieben Feuchtigkeiten ungenau, wie etwa Solche, die Gewürzteile zählen; sondern sie haben ausdrücklich gesagt: Sieben Arten von Feuchtigkeiten sind unrein und alle übrigen sind rein.
ג אֵין עוֹשִׂין תְּמָרִים דְּבַשׁ, וְלֹא תַפּוּחִים יַיִן, וְלֹא סִתְוָנִיּוֹת חֹמֶץ, וּשְׁאָר כָּל הַפֵּרוֹת אֵין מְשַׁנִּין אוֹתָם מִבְּרִיָּתָן בִּתְרוּמָה וּבְמַעֲשֵׂר שֵׁנִי, אֶלָּא זֵיתִים וַעֲנָבִים בִּלְבָד. אֵין סוֹפְגִין אַרְבָּעִים מִשּׁוּם עָרְלָה, אֶלָּא עַל הַיּוֹצֵא מִן הַזֵּיתִים וּמִן הָעֲנָבִים. וְאֵין מְבִיאִין בִּכּוּרִים מַשְׁקִין, אֶלָּא הַיּוֹצֵא מִן הַזֵּיתִים וּמִן הָעֲנָבִים. וְאֵינוֹ מִטַּמֵּא מִשּׁוּם מַשְׁקֶה, אֶלָּא הַיּוֹצֵא מִן הַזֵּיתִים וּמִן הָעֲנָבִים. וְאֵין מַקְרִיבִין עַל גַּבֵּי הַמִּזְבֵּחַ, אֶלָּא הַיּוֹצֵא מִן הַזֵּיתִים וּמִן הָעֲנָבִים:
3 Man darf aus Datteln nicht Honig, aus Äpfeln nicht Wein, aus Wintertrauben nicht Essig machen, und andere Früchte nicht von ihrer Natur verändern, wenn sie <span dir="rtl">תרומה</span> oder zweiter Zehnt sind, ausser Oliven und Weintrauben. Eben so unterliegt Keiner der Strafe der vierzig (Geisselhiebe) wegen <span dir="ltr">ערלה</span> ausser über den Saft von Oliven und Weintrauben. Man darf auch keinen Fruchtsaft als Erstlinge darbringen, ausser von Oliven und Weintrauben. Ferner macht Fruchtsaft nicht unrein wegen der Feuchtigkeit, ausgenommen der von Oliven und Weintrauben; und man opfert keinen Fruchtsaft auf dem Altar, ausser von Oliven und Weintrauben.
ד עֻקְצֵי תְאֵנִים וּגְרוֹגָרוֹת, וְהַכְּלִיסִים וְהֶחָרוּבִין שֶׁל תְּרוּמָה, אֲסוּרִים לְזָרִים:
4 Die Stiele von frischen und dürren Feigen,Eicheln und Schoten von <span dir="rtl">תרומה</span> sind allen Nichtpriestern unerlaubt.
ה גַּרְעִינֵי תְרוּמָה, בִּזְמַן שֶׁהוּא מְכַנְּסָן, אֲסוּרוֹת, וְאִם הִשְׁלִיכָן, מֻתָּרוֹת. וְכֵן עַצְמוֹת הַקָּדָשִׁים, בִּזְמַן שֶׁהוּא מְכַנְּסָן, אֲסוּרִין, וְאִם הִשְׁלִיכָן, מֻתָּרִין. הַמֻּרְסָן מֻתָּר. סֻבִּין שֶׁל חֲדָשׁוֹת אֲסוּרוֹת, וְשֶׁל יְשָׁנוֹת מֻתָּרוֹת. וְנוֹהֵג בַּתְּרוּמָה כְּדֶרֶךְ שֶׁהוּא נוֹהֵג בַּחֻלִּין. הַמְסַלֵּת קַב אוֹ קַבַּיִם לִסְאָה, לֹא יְאַבֵּד אֶת הַשְּׁאָר, אֶלָּא יַנִּיחֶנּוּ בְּמָקוֹם הַמֻּצְנָע:
5 Die Fruchtkerne von <span dir="rtl">תרומה</span> sind, so lange sie der Priester inne hält, Andern verboten; aber wenn er sie weggeworfen hat, erlaubt. Ebenso sind die Knochen von Heiligem, so lange sie der Priester inne hält, Andern verboten, und sobald er sie weggeworfen, erlaubt. — Die grobe Kleie von <span dir="rtl">תרומה</span> ist Jedem erlaubt, feine aber unerlaubt, wenn sie von frischem Weizen; aber erlaubt, wenn sie von altem Weizen ist. Man kann übrigens mit der <span dir="rtl">תרומה</span> verfahren, wie mit <span dir="rtl">חולין</span>. Wer feines Mehl bereitet, etwa nur ein oder zwei Kab aas einem <span dir="rtl">סאה</span>, soll jedoch das übrige nicht verderben, sondern an einem wohlverwahrten Ort niederlegen.
ו מְגוּרָה שֶׁפִּנָּה מִמֶּנָּה חִטֵּי תְרוּמָה, אֵין מְחַיְּבִין אוֹתוֹ לִהְיוֹת יוֹשֵׁב וּמְלַקֵּט אַחַת אַחַת, אֶלָּא מְכַבֵּד כְּדַרְכּוֹ, וְנוֹתֵן לְתוֹכָהּ חֻלִּין:
6 Wenn Einer aus einer Getreidekammer Hebe-Weizen wegräumt, so verpflichtet man ihn nicht, sich niederzusetzen und jedes Körnchen aufzulesen; sondern er kehrt wie gewöhnlich aus, und kann alsdann <span dir="rtl">חולין</span> dahin tun.
ז וְכֵן חָבִית שֶׁל שֶׁמֶן שֶׁנִּשְׁפְּכָה, אֵין מְחַיְּבִין אוֹתוֹ לִהְיוֹת יוֹשֵׁב וּמְטַפֵּחַ, אֶלָּא נוֹהֵג בָּהּ כְּדֶרֶךְ שֶׁהוּא נוֹהֵג בְּחֻלִּין:
7 Eben so, wenn Einem ein Fass Hebe-Öl vergossen wurde, verpflichtet man ihn nicht, sich niederzusetzen und mit Händen aufzuwischen, soudern man verfährt dabei so, wie mit <span dir="ltr">חולין</span>.
ח הַמְעָרֶה מִכַּד לְכַד וְנוֹטֵף שָׁלֹשׁ טִפִּים, נוֹתֵן לְתוֹכָהּ חֻלִּין. הִרְכִּינָהּ וּמִצָּהּ, הֲרֵי זוֹ תְרוּמָה. וְכַמָּה תְהֵא בִתְרוּמַת מַעֲשֵׂר שֶׁל דְּמַאי וְיוֹלִיכֶנָּה לַכֹּהֵן, אֶחָד מִשְּׁמֹנָה לַשְּׁמִינִית:
8 Wenn Jemand <span dir="rtl">תרומה</span> aus einem Kruge in den andern giesst, und es triefen noch drei Tropfen heraus, so kann man <span dir="rtl">חולין</span> in das leere Gefäss tun. Hat er aber den Krug umgelegt, und hat sich etwas wieder gesammelt, so ist dies <span dir="rtl">תרומה</span>. Wie viel Zehnt Hebe von (unrein gewordenen) zweifelhaften Früchten (<span dir="rtl">דמאי</span>) genügt, um dem Besitzer zu verpflichten sie dem Priester hinzubringen? Ein Achtel eines Achtel <span dir="ltr">לוג</span>
ט כַּרְשִׁינֵי תְרוּמָה, מַאֲכִילִין אוֹתָם לַבְּהֵמָה וְלַחַיָּה וְלַתַּרְנְגוֹלִים. יִשְׂרָאֵל שֶׁשָּׂכַר פָּרָה מִכֹּהֵן, מַאֲכִילָהּ כַּרְשִׁינֵי תְרוּמָה. וְכֹהֵן שֶׁשָּׂכַר פָּרָה מִיִּשְׂרָאֵל, אַף עַל פִּי שֶׁמְּזוֹנוֹתֶיהָ עָלָיו, לֹא יַאֲכִילֶנָּה כַרְשִׁינֵי תְרוּמָה. יִשְׂרָאֵל שֶׁשָּׁם פָּרָה מִכֹּהֵן, לֹא יַאֲכִילֶנָּה כַרְשִׁינֵי תְרוּמָה. וְכֹהֵן שֶׁשָּׁם פָּרָה מִיִּשְׂרָאֵל, מַאֲכִילָהּ כַּרְשִׁינֵי תְרוּמָה:
9 Wicken, welche <span dir="rtl">תרומה</span> sind, darf der Priester dem Vieh, dem Wild, den Hühnern zu fressen geben. Ein <span dir="rtl">ישראל</span>, der von einem Priester eine Kuh gemietet hat, darf ihr Hebe - Wicken zu fressen geben; nicht aber ein Priester, welcher eine Kuh von einem <span dir="rtl">ישראל</span> gemietet hat, obgleich deren Fütterung ihm obliegt. Ein <span dir="rtl">ישראל</span> der eine Kuh von einem Priester zum Mästen übernommen, darf sie nicht mit Hebe - Wicken füttern; wohl aber ein Priester, der eine Kuh von einem <span dir="rtl">ישראל</span> zum Mästen übernommen hat.
י מַדְלִיקִין שֶׁמֶן שְׂרֵפָה בְּבָתֵּי כְנֵסִיּוֹת, וּבְבָתֵּי מִדְרָשׁוֹת, וּבַמְּבוֹאוֹת הָאֲפֵלִין, וְעַל גַּבֵּי הַחוֹלִין בִּרְשׁוּת כֹּהֵן. בַּת יִשְׂרָאֵל שֶׁנִּשֵּׂאת לְכֹהֵן, וְהִיא לְמוּדָה אֵצֶל אָבִיהָ, אָבִיהָ מַדְלִיק בִּרְשׁוּתָהּ. מַדְלִיקִין בְּבֵית הַמִּשְׁתֶּה, אֲבָל לֹא בְבֵית הָאֵבֶל, דִּבְרֵי רַבִּי יְהוּדָה. וְרַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, בְּבֵית הָאֵבֶל, אֲבָל לֹא בְבֵית הַמִּשְׁתֶּה. רַבִּי מֵאִיר אוֹסֵר כָּאן וְכָאן. רַבִּי שִׁמְעוֹן מַתִּיר כָּאן וְכָאן:
10 Hebe-Öl, welches verbrannt werden muss, darf man in den Synagogen, in den Lehrhäusern, in den dunkeln Gängen, und bei Kranken in Gegenwart eines Priesters, verbrennen. Wenn die Tochter eines <span dir="rtl">ישראל</span>, die an einen Priester verheiratet ist, gewohnt war, zu ihrem Vater zu gehen, darf der Vater es in ihrer Gegenwart brennen. Ferner darf man es brennen bei einem Freudenmahle, nicht aber in einem Trauerhause, so R. Jehudah. R. Jose sagt: Im Trauerhause, aber nicht beim Freudenmahle. R. Meïr verbietet es in beiden Fällen; R. Simeon erlaubt es in beiden Fällen."