Shevuot 8

Kapitel 8

א אַרְבָּעָה שׁוֹמְרִין הֵן, שׁוֹמֵר חִנָּם, וְהַשּׁוֹאֵל, נוֹשֵׂא שָׂכָר, וְהַשּׂוֹכֵר. שׁוֹמֵר חִנָּם נִשְׁבָּע עַל הַכֹּל. וְהַשּׁוֹאֵל מְשַׁלֵּם אֶת הַכֹּל. נוֹשֵׂא שָׂכָר וְהַשּׂוֹכֵר נִשְׁבָּעִין עַל הַשְּׁבוּרָה וְעַל הַשְּׁבוּיָה וְעַל הַמֵּתָה, וּמְשַׁלְּמִים אֶת הָאֲבֵדָה וְאֶת הַגְּנֵבָה:
1 Es gibt viererlei Hüter: ein unentgeltlicher Hüter, ein Entleiher, ein Lohnhüter und ein Mieter. Ein unentgeltlicher Hüter hat bei allen Fällen (nur) zu schwören; der Entleiher muss bei allen Fällen bezahlen; der Lohnhüter und der Mieter schwören, wenn das Vieh gebrochen oder gefangen worden oder gestorben ist, und bezahlen bei Verlust und Diebstahl.
ב אָמַר לְשׁוֹמֵר חִנָּם, הֵיכָן שׁוֹרִי, אָמַר לוֹ מֵת, וְהוּא שֶׁנִּשְׁבַּר אוֹ נִשְׁבָּה אוֹ נִגְנַב אוֹ אָבַד. נִשְׁבָּר, וְהוּא שֶׁמֵּת אוֹ נִשְׁבָּה אוֹ נִגְנַב אוֹ אָבַד. נִשְׁבָּה, וְהוּא שֶׁמֵּת אוֹ נִשְׁבַּר אוֹ נִגְנַב אוֹ אָבַד. נִגְנָב, וְהוּא שֶׁמֵּת אוֹ נִשְׁבַּר אוֹ נִשְׁבָּה אוֹ אָבַד. אָבַד, וְהוּא שֶׁמֵּת אוֹ נִשְׁבַּר אוֹ נִשְׁבָּה אוֹ נִגְנַב. מַשְׁבִּיעֲךָ אָנִי, וְאָמַר אָמֵן, פָּטוּר:
2 Sagt er zu dem unentgeltlichen Huter: „wo ist mein Ochs?“, dieser sagt zu ihm: „er ist gestorben!“, er ist aber gebrochen, gefangen, gestohlen oder verloren worden; (oder er sagt:) „er ist gebrochen worden!“, er ist aber gestorben, oder gefangen, gestohlen oder verloren worden; (oder er sagt.:) „er ist gefangen worden!“, er ist aber gestorben oder gebrochen, gestohlen oder verloren worden; (oder er sagt:) „er ist gestohlen worden!“, er ist aber gestorben oder gebrochen, gefangen oder verloren worden; (oder er sagt:) „er ist verloren gegangen!“, er ist aber gestorben oder gebrochen, gefangen oder gestohlen worden; (darauf Jener:) „ich beschwöre dich!“, und dieser sagt: „Amen!“, so ist er frei.
ג הֵיכָן שׁוֹרִי, אָמַר לוֹ אֵינִי יוֹדֵעַ מָה אַתָּה סָח, וְהוּא שֶׁמֵּת אוֹ נִשְׁבַּר אוֹ נִשְׁבָּה אוֹ נִגְנַב אוֹ אָבַד. מַשְׁבִּיעֲךָ אָנִי, וְאָמַר אָמֵן, פָּטוּר. הֵיכָן שׁוֹרִי, אָמַר לוֹ אָבַד. מַשְׁבִּיעֲךָ אָנִי, וְאָמַר אָמֵן, וְהָעֵדִים מְעִידִין אוֹתוֹ שֶׁאֲכָלוֹ, מְשַׁלֵּם אֶת הַקֶּרֶן. הוֹדָה מֵעַצְמוֹ, מְשַׁלֵּם קֶרֶן וְחֹמֶשׁ וְאָשָׁם. הֵיכָן שׁוֹרִי, אָמַר לוֹ נִגְנָב. מַשְׁבִּיעֲךָ אָנִי, וְאָמַר אָמֵן, וְהָעֵדִים מְעִידִין אוֹתוֹ שֶׁגְּנָבוֹ, מְשַׁלֵּם תַּשְׁלוּמֵי כֶפֶל. הוֹדָה מֵעַצְמוֹ, מְשַׁלֵּם קֶרֶן וְחֹמֶשׁ וְאָשָׁם:
3 (Fragt der Eigentümer:) „wo ist mein Ochs?“, dieser sagt zu ihm: „ich weiß nicht, was du schwatzest!“, er ist aber gestorben oder gebrochen, gefangen, gestohlen oder verloren worden, (darauf Jener:) „ich beschwöre dich“, und dieser sagt: „Amen!“, so ist er frei. (Fragt Jener:) „wo ist mein Ochs?“, dieser sagt zu ihm: „er ist verloren gegangen!“, (darauf Jener:) „ich beschwöre dich!“, und dieser sagt: „Amen!“, es sagen aber Zeugen wider ihn aus, dass er ihn verzehrt hat, so muss er den Wert bezahlen; gesteht er es von selbst ein, so muss er die Hauptschuld, (noch) ein Fünftel (dazu) und ein Schuldopfer entrichten. (Fragt Jener:) „wo ist mein Ochs?“, dieser sagt zu ihm: „er ist gestohlen worden!“, (darauf Jener:) „ich beschwöre dich!“, und dieser sagt: „Amen!“, es sagen aber Zeugen wider ihn aus, dass er ihn gestohlen hat, so muss er Doppel - Ersatz leisten; gesteht er es von selbst ein, so muss er die Hauptschuld, (noch) ein Fünftel (dazu) und ein Schuldopfer entrichten.
ד אָמַר לְאֶחָד בַּשּׁוּק הֵיכָן שׁוֹרִי שֶׁגָּנַבְתָּ, וְהוּא אוֹמֵר לֹא גָנַבְתִּי, וְהָעֵדִים מְעִידִים אוֹתוֹ שֶׁגְּנָבוֹ, מְשַׁלֵּם תַּשְׁלוּמֵי כֶפֶל. טָבַח וּמָכַר, מְשַׁלֵּם תַּשְׁלוּמֵי אַרְבָּעָה וַחֲמִשָּׁה. רָאָה עֵדִים שֶׁמְּמַשְׁמְשִׁין וּבָאִין, אָמַר גָּנַבְתִּי אֲבָל לֹא טָבַחְתִּי וְלֹא מָכָרְתִּי, אֵינוֹ מְשַׁלֵּם אֶלָּא קֶרֶן:
4 Sagt Jemand zu Einem auf der Straße: „wo ist mein Ochs, den du gestohlen hast?“, dieser sagt: „ich habe nicht gestohlen!“, es sagen aber Zeugen wider ihn aus, dass er ihn gestohlen hat; so muss er Doppel-Ersatz, und wenn er ihn geschlachtet oder verkauft hat, den vier- oder fünffachen Ersatz leisten. Sieht er aber, dass Zeugen langsam herankommen, und sagt: „ich habe (ihn) gestohlen, aber nicht geschlachtet und nicht verkauft!“, so bezahlt er nur die Hauptschuld.
ה אָמַר לַשּׁוֹאֵל הֵיכָן שׁוֹרִי, אָמַר לוֹ מֵת, וְהוּא שֶׁנִּשְׁבַּר אוֹ נִשְׁבָּה אוֹ נִגְנַב אוֹ אָבַד. נִשְׁבָּר, וְהוּא שֶׁמֵּת אוֹ נִשְׁבָּה אוֹ נִגְנַב אוֹ אָבַד. נִשְׁבָּה, וְהוּא שֶׁמֵּת אוֹ נִשְׁבַּר אוֹ נִגְנַב אוֹ אָבַד. נִגְנָב, וְהוּא שֶׁמֵּת אוֹ נִשְׁבַּר אוֹ נִשְׁבָּה אוֹ אָבַד. אָבַד, וְהוּא שֶׁמֵּת אוֹ נִשְׁבַּר אוֹ נִשְׁבָּה אוֹ נִגְנַב. מַשְׁבִּיעֲךָ אָנִי, וְאָמַר אָמֵן, פָּטוּר:
5 Sagt Jemand zum Entleiher: „wo ist mein Ochs?“, dieser sagt zu ihm: „er ist gestorben!“, er ist aber gebrochen, gefangen, gestohlen oder verloren worden; (oder er sagt:) „er ist gebrochen worden!“, er ist aber gestorben oder gefangen, gestohlen oder verloren worden; (oder er sagt:) „er ist gefangen worden!“, er ist aber gestorben oder gebrochen, gestohlen oder verloren worden; (oder er sagt:) „er ist gestohlen worden!“, er ist aber gestorben oder gefangen, gebrochen oder verloren worden; (oder er sagt:) „er ist verloren gegangen!“ er ist aber gestorben oder gebrochen, gefangen oder gestohlen worden; (darauf Jener:) „ich beschwöre dich!“, und dieser sagt: „Amen!“, so ist er frei.
ו הֵיכָן שׁוֹרִי, אָמַר לוֹ אֵינִי יוֹדֵעַ מָה אַתָּה סָח, וְהוּא שֶׁמֵּת אוֹ נִשְׁבַּר אוֹ נִשְׁבָּה אוֹ נִגְנַב אוֹ אָבַד. מַשְׁבִּיעֲךָ אָנִי, וְאָמַר אָמֵן, חַיָּב. אָמַר לַנּוֹשֵׂא שָׂכָר וְהַשּׂוֹכֵר הֵיכָן שׁוֹרִי, אָמַר לוֹ מֵת, וְהוּא שֶׁנִּשְׁבַּר אוֹ נִשְׁבָּה. נִשְׁבָּר, וְהוּא שֶׁמֵּת אוֹ נִשְׁבָּה. נִשְׁבָּה, וְהוּא שֶׁמֵּת אוֹ נִשְׁבַּר. נִגְנָב, וְהוּא שֶׁאָבַד. אָבַד, וְהוּא שֶׁנִּגְנַב. מַשְׁבִּיעֲךָ אָנִי, וְאָמַר אָמֵן, פָּטוּר. מֵת אוֹ נִשְׁבַּר אוֹ נִשְׁבָּה, וְהוּא שֶׁנִּגְנַב אוֹ אָבַד. מַשְׁבִּיעֲךָ אָנִי, וְאָמַר אָמֵן, חַיָּב. אָבַד, אוֹ נִגְנָב, וְהוּא שֶׁמֵּת אוֹ נִשְׁבַּר אוֹ נִשְׁבָּה. מַשְׁבִּיעֲךָ אָנִי, וְאָמַר אָמֵן, פָּטוּר. זֶה הַכְּלָל, כָּל הַמְשַׁנֶּה מֵחוֹבָה לְחוֹבָה וּמִפְּטוֹר לִפְטוֹר וּמִפְּטוֹר לְחוֹבָה, פָּטוּר. מֵחוֹבָה לִפְטוֹר, חַיָּב. זֶה הַכְּלָל, כָּל הַנִּשְׁבָּע לְהָקֵל עַל עַצְמוֹ, חַיָּב. לְהַחְמִיר עַל עַצְמוֹ, פָּטוּר:
6 (Fragt Jener) „wo ist mein Ochs?“, dieser sagt zu ihm: „ich weiß nicht, was du schwatzest!“, er ist aber gestorben oder gebrochen, gefangen, gestohlen oder verloren worden, (darauf Jener?) „ich beschwöre dich!“, und dieser sagt: „Amen!“, so ist er schuldig. Sagt Jemand zum Lohn-Hüter oder zum Mieter: „wo ist mein Ochs?“, dieser sagt zu ihm: „er ist gestorben!“, er ist aber gebrochen oder gefangen worden; (oder er sagt:) „er ist gebrochen worden!“, er ist aber gestorben oder gefangen worden; (oder er sagt:) „er ist gefangen worden!“, er ist aber gestorben, oder gebrochen worden, (oder er sagt:) „er ist gestohlen worden!“, er ist aber verloren gegangen; (oder er sagt:) „er ist verloren gegangen!“ er ist aber gestohlen worden; (darauf Jener:) „ich beschwöre dich!“, und dieser sagt: „Amen!“; so ist er frei. (Sagt dieser aber:) „er ist gestorben“ — „er ist gebrochen worden“ — oder: „er ist gefangen worden“, er ist aber gestohlen oder verloren worden, (darauf Jener:) „ich beschwöre dich!“, und dieser sagt: „Amen!“; so ist er schuldig. (Sagt dieser:) „er ist verloren gegangen“ — oder: „er ist gestohlen worden“, er ist aber gestorben, gebrochen oder gefangen worden, (darauf Jener:) „ich beschwöre dich!“, und dieser sagt: „Amen!“, so ist er frei. Dies ist die Regel: Wer lügt (und dadurch) von Schuld zur Schuld oder von Freiheit zur Freiheit oder von Freiheit zur Schuld (kommt), der ist frei; (wenn er aber dadurch) von Schuld zur Freiheit (kommt), so ist er schuldig. [Dies ist die Regel: Wer schwört, und sich dadurch Erleichterung verschafft, der ist schuldig; wer aber dadurch für sich Erschwerung bewirkt, der ist frei].