Shekalim 8

Kapitel 8

א כָּל הָרֻקִּין הַנִּמְצָאִים בִּירוּשָׁלַיִם טְהוֹרִין, חוּץ מִשֶּׁל שׁוּק הָעֶלְיוֹן, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, בִּשְׁאָר יְמוֹת הַשָּׁנָה, שֶׁבָּאֶמְצַע טְמֵאִין וְשֶׁבַּצְּדָדִין טְהוֹרִין. וּבִשְׁעַת הָרֶגֶל, שֶׁבָּאֶמְצַע טְהוֹרִין וְשֶׁבַּצְּדָדִין טְמֵאִין, שֶׁמִּפְּנֵי שֶׁהֵן מֻעָטִין מִסְתַּלְּקִין לַצְּדָדִין:
1 Aller Speichel, der sich in Jerusalem — mit Ausnahme des obern Marktes — vorfindet, ist rein. Dies die Worte des R. Meïr. R. Jose sagt: An den übrigen Tagen des Jahres gehen die Unreinen in der Mitte [der Strasse] und die Reinen an den Seiten, zur Festzeit aber gehen die Reinen in der Mitte und die Unreinen an den Seiten, denn weil ihrer nur wenige sind, ziehen sie sich nach den Seiten zurück.
ב כָּל הַכֵּלִים הַנִּמְצָאִין בִּירוּשָׁלַיִם דֶּרֶךְ יְרִידָה לְבֵית הַטְבִילָה טְמֵאִין. דֶּרֶךְ עֲלִיָּה, טְהוֹרִין, שֶׁלֹּא כְּדֶרֶךְ יְרִידָתָן עֲלִיָּתָן, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, כֻּלָּן טְהוֹרִין, חוּץ מִן הַסַּל וְהַמַּגְרֵפָה וְהַמְּרִצָּה הַמְיֻחָדִין לַקְּבָרוֹת:
2 Alle Geräte, die in Jerusalem gefunden werden, sind unrein, wenn sie so daliegen, wie man sie zum Reinigungsbade hinabträgt; liegen sie aber so da, wie man sie hinaufzutragen pflegt, sind sie rein. Denn nicht so, wie sie hinunterkommen, kommen sie wieder herauf. So die Worte des R. Meïr. R. Jose meint: Sie alle sind rein mit Ausnahme des Korbes, der Schaufel und des Spatens, die ausschliesslich zur Leichenbestattung dienen.
ג סַכִּין שֶׁנִּמְצֵאת בְּאַרְבָּעָה עָשָׂר, שׁוֹחֵט בָּהּ מִיָּד. בִּשְׁלשָׁה עָשָׂר, שׁוֹנֶה וּמַטְבִּיל. וְקוֹפִיץ, בֵּין בָּזֶה וּבֵין בָּזֶה שׁוֹנֶה וּמַטְבִּיל. חָל אַרְבָּעָה עָשָׂר לִהְיוֹת בְּשַׁבָּת, שׁוֹחֵט בָּהּ מִיָּד. בַּחֲמִשָּׁה עָשָׂר, שׁוֹחֵט בָּהּ מִיָּד. נִמְצֵאת קְשׁוּרָה לְסַכִּין, הֲרֵי זוֹ כַּסַּכִּין:
3 Findet man ein Schlachtmesser am „Vierzehnten“, darf man damit ohne weiteres schlachten; findet man es am Dreizehnten, so muss es nochmals ins Reinigungsbad getaucht werden. Ein Hackmesser muss man in diesem wie in jenem Falle nochmals untertauchen. Fällt der Vierzehnte auf einen Sabbat, so darf man ohne weiteres damit schlachten; [findet man es] am Fünfzehnten, darf man ohne weiteres damit schlachten; findet es sich mit einem Schlachtmesser zusammengebunden, so ist es diesem gleich zu achten.
ד פָּרֹכֶת שֶׁנִּטְמֵאת בִּוְלַד הַטֻמְאָה, מַטְבִּילִין אוֹתָהּ בִּפְנִים וּמַכְנִיסִין אוֹתָהּ מִיָּד. וְאֶת שֶׁנִּטְמֵאת בְּאַב הַטֻמְאָה, מַטְבִּילִין אוֹתָהּ בַּחוּץ וְשׁוֹטְחִין אוֹתָהּ בַּחֵיל. וְאִם הָיְתָה חֲדָשָׁה, שׁוֹטְחִין אוֹתָהּ עַל גַּג הָאִצְטַבָּא, כְּדֵי שֶׁיִּרְאוּ הָעָם אֶת מְלַאכְתָּהּ שֶׁהִיא נָאָה:
4 Wurde der Vorhang unrein, so wird er, wenn es durch übertragene Unreinheit geschah, drinnen ins Reinigungsbad getaucht und sofort wieder hereingebracht; geschah es aber durch einen Herd der Unreinheit, so wird er draussen untergetaucht und im Hêl ausgebreitet, da er des Sonnenuntergangs bedarf. Ist es ein neuer Vorhang, breitet man ihn auf das Dach des Säulenganges, damit die Leute das schöne Kunstwerk bewundern können.
ה רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר מִשּׁוּם רַבִּי שִׁמְעוֹן בֶּן הַסְּגַן, פָּרֹכֶת עָבְיָהּ טֶפַח, וְעַל שִׁבְעִים וּשְׁתַּיִם נִימִין נֶאֱרֶגֶת, וְעַל כָּל נִימָא וְנִימָא עֶשְׂרִים וְאַרְבָּעָה חוּטִין. אָרְכָּהּ אַרְבָּעִים אַמָּה וְרָחְבָּהּ עֶשְׂרִים אַמָּה, וּמִשְּׁמוֹנִים וּשְׁתֵּי רִבּוֹא נַעֲשֵׂית. וּשְׁתַּיִם עוֹשִׂין בְּכָל שָׁנָה, וּשְׁלשׁ מֵאוֹת כֹּהֲנִים מַטְבִּילִין אוֹתָהּ:
5 Rabban Simon ben Gamliel berichtet im Namen des Vorstehers R. Simon: Der Vorhang hatte die Dicke einer Handbreite und war auf zweiundsiebenzig Schnüren gewoben, deren jede aus vierundzwanzig Fäden bestand; er hatte eine Länge von vierzig Ellen, eine Breite von zwanzig Ellen und wurde von zweiundachtzig jungen Mädchen angefertigt. Jährlich machte man zwei, und dreihundert Priester tauchten ihn ins Bad.
ו בְּשַׂר קָדְשֵׁי קָדָשִׁים שֶׁנִּטְמָא, בֵּין בְּאַב הַטֻמְאָה, בֵּין בִּוְלַד הַטֻמְאָה, בֵּין בִּפְנִים, בֵּין בַּחוּץ, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, הַכֹּל יִשָּׂרֵף בִּפְנִים, חוּץ מִשֶּׁנִּטְמָא בְּאַב הַטֻמְאָה בַּחוּץ. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, הַכֹּל יִשָּׂרֵף בַּחוּץ, חוּץ מִשֶּׁנִּטְמָא בִּוְלַד הַטֻמְאָה בִּפְנִים:
6 Wenn das Fleisch hochheiliger Opfer unrein wurde, sei es durch einen Herd der Unreinheit sei es durch übertragene Unreinheit, sei es drinnen, sei es draussen, so muss es nach Ansicht der Schule Schammais in allen Fällen drinnen verbrannt werden, mit Ausnahme des Falles, in welchem es durch einen Herd der Unreinheit draussen unrein würde, während es nach Ansicht der Schule Hillels in allen Fällen draussen zu verbrennen ist, mit Ausnahme des Falles, in welchem es durch eine übertragene Unreinheit drinnen unrein geworden.
ז רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, אֶת שֶׁנִּטְמָא בְּאַב הַטֻמְאָה, בֵּין בִּפְנִים בֵּין בַּחוּץ, יִשָּׂרֵף בַּחוּץ. וְאֶת שֶׁנִּטְמָא בִּוְלַד הַטֻמְאָה, בֵּין בִּפְנִים בֵּין בַּחוּץ, יִשָּׂרֵף בִּפְנִים. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, מְקוֹם טֻמְאָתוֹ שָׁם שְׂרֵפָתוֹ:
7 R. Eli‘ezer meint: Was durch einen Herd der Unreinheit, sei es drinnen, sei es draussen, unrein geworden, wird draussen verbrannt; was aber durch übertragene Unreinheit, sei es drinnen, sei es draussen, unrein wurde, wird drinnen verbrannt. R. ‘Akiba sagt: Wo es unrein wurde, dort soll es verbrannt werden.
ח אֵבָרֵי הַתָּמִיד, נִתָּנִין מֵחֲצִי כֶּבֶשׁ וּלְמַטָה בַּמִּזְרָח, וְשֶׁל מוּסָפִין נִתָּנִין מֵחֲצִי כֶּבֶשׁ וּלְמַטָה בַּמַּעֲרָב, וְשֶׁל רָאשֵׁי חֳדָשִׁים נִתָּנִין מִתַּחַת כַּרְכֹּב הַמִּזְבֵּחַ מִלְּמָטָה, הַשְּׁקָלִים וְהַבִּכּוּרִים אֵין נוֹהֲגִין אֶלָּא בִּפְנֵי הַבַּיִת, אֲבָל מַעְשַׂר דָּגָן וּמַעְשַׂר בְּהֵמָה וְהַבְּכוֹרוֹת נוֹהֲגִין בֵּין בִּפְנֵי הַבַּיִת בֵּין שֶׁלֹּא בִּפְנֵי הַבַּיִת. הַמַּקְדִּישׁ שְׁקָלִים וּבִכּוּרִים, הֲרֵי זֶה קֹדֶשׁ. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, הָאוֹמֵר בִּכּוּרִים קֹדֶשׁ, אֵינָן קֹדֶשׁ:
8 Die Glieder des täglichen Opfers wurden auf der untern Hälfte der Rampe im Westen niedergelegt, die der Musafopfer auf der untern Hälfte der Rampe im Osten, die der Neumondsopfer oben auf dem Rande des Altars. [Die Gesetze über] die Schekelsteuer und die Erstlinge gelten nur angesichts des Tempels; dagegen sind [die Bestimmungen über] Getreidezehnt, Viehzehnt und Erstgeborene vom Bestande des Tempels unabhängig. Wenn jemand Schekelsteuern und Erstlinge weiht, so sind sie heiliges Gut. R. Simon meint: Wenn jemand Erstlinge als heiliges Gut erklärt, sind sie dennoch nicht geweiht.