Shabbat 8

Kapitel 8

א הַמּוֹצִיא יַיִן, כְּדֵי מְזִיגַת הַכּוֹס. חָלָב, כְּדֵי גְמִיעָה. דְּבַשׁ, כְּדֵי לִתֵּן עַל הַכָּתִית. שֶׁמֶן, כְּדֵי לָסוּךְ אֵבֶר קָטָן. מַיִם, כְּדֵי לָשׁוּף בָּהֶם אֶת הַקִּילוֹר. וּשְׁאָר כָּל הַמַּשְׁקִין, בִּרְבִיעִית. וְכָל הַשּׁוֹפָכִין, בִּרְבִיעִית. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, כֻּלָּן בִּרְבִיעִית, וְלֹא אָמְרוּ כָל הַשִּׁעוּרִין הַלָּלוּ אֶלָּא לְמַצְנִיעֵיהֶן:
1 Wenn man Wein hinausträgt, so viel zur Mischung des Bechers genügt. Milch so viel zu einem Schluck genügt, Honig so viel als man auf eine Wunde legt. Öl, so viel als man braucht, um ein kleines Glied zu salben, Wasser, so viel nötig ist, um Augensalbe anzufeuchten, und von allen anderen nassen Sachen ein Viertel, so wie von allem, was man ausschüttet, ein Viertel. R. Simeon sagt: Bei allen ist das Maass ein Viertel und man hat nur die Maasse näher bestimmt für solche, die sie aufbewahren.
ב הַמּוֹצִיא חֶבֶל, כְּדֵי לַעֲשׂוֹת אֹזֶן לְקֻפָּה. גֶּמִי, כְּדֵי לַעֲשׂוֹת תְּלַאי לְנָפָה וְלִכְבָרָה. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, כְּדֵי לִטֹּל מִמֶּנּוּ מִדַּת מִנְעָל לְקָטָן. נְיָר, כְּדֵי לִכְתֹּב עָלָיו קֶשֶׁר מוֹכְסִין. וְהַמּוֹצִיא קֶשֶׁר מוֹכְסִין, חַיָּב. נְיָר מָחוּק, כְּדֵי לִכְרֹךְ עַל פִּי צְלוֹחִית קְטַנָּה שֶׁל פַּלְיָטוֹן:
2 Wenn Jemand so viel von einem Stricke hinausträgt, als genügt, um ein Ohr an einer Kiste zu machen, oder Binsen, welche genügen, um ein feines oder grobes Sieb daran aufzuhängen; wie R. Jehudah sagt, ist so viel erforderlich, als genügt, um einem Kinde zu einem Schuh Maass zu nehmen; trägt er Papier so viel her aus, dass man darauf einen Zoll-Zettel schreiben kann. Wer einen Zoll-Zettel selbst hinausträgt, der ist schuldig. Papier, das radiert wurde so viel, als genügt, um ein kleines Balsamfläschchen oben zu bewickeln.
ג עוֹר, כְּדֵי לַעֲשׂוֹת קָמֵעַ. קְלָף, כְּדֵי לִכְתֹּב עָלָיו פָּרָשָׁה קְטַנָּה שֶׁבַּתְּפִלִּין, שֶׁהִיא שְׁמַע יִשְׂרָאֵל. דְּיוֹ, כְּדֵי לִכְתֹּב שְׁתֵּי אוֹתִיּוֹת. כְּחֹל, כְּדֵי לִכְחֹל עַיִן אֶחָת:
3 Ferner: Haut, so viel, als genügt, um ein Schutzblatt damit zu bedecken. <span dir="rtl">דוכסוסטיס</span> so viel, als genügt, um darauf eine <span dir="rtl">מזוזה</span> zu schreiben; Pergament, um den kleinsten Abschnitt der <span dir="rtl">תפילין</span> daraufzuschreiben, das ist <span dir="rtl">שמע ישראל</span>; Tinte, so viel, als genügt, um zwei Buchstaben zu schreiben, Schminke, so viel, als genügt, um ein Auge zu schminken.
ד דֶּבֶק, כְּדֵי לִתֵּן בְּרֹאשׁ הַשַּׁבְשֶׁבֶת. זֶפֶת וְגָפְרִית, כְּדֵי לַעֲשׂוֹת נֶקֶב. שַׁעֲוָה, כְּדֵי לִתֵּן עַל פִּי נֶקֶב קָטָן. חַרְסִית, כְּדֵי לַעֲשׂוֹת פִּי כוּר שֶׁל צוֹרְפֵי זָהָב. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, כְּדֵי לַעֲשׂוֹת פִּטְפּוּט. סֻבִּין, כְּדֵי לִתֵּן עַל פִּי כוּר שֶׁל צוֹרְפֵי זָהָב. סִיד, כְּדֵי לָסוּד קְטַנָּה שֶׁבַּבָּנוֹת. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, כְּדֵי לַעֲשׂוֹת כִּלְכּוּל. רַבִּי נְחֶמְיָה אוֹמֵר, כְּדֵי לַעֲשׂוֹת אַנְדִּיפֵי:
4 Leim, so viel, als genügt, um es an das Ende der Leimrute zu tun; Pech oder Schwefel, so viel, als genügt, um ein Loch zu bereiten, Wachs, so viel, als genügt, um ein kleines Loch zu verstopfen. Lehm, so viel, als genügt, um eine Mündung an dem Tiegel der Goldschmiede anzubringen;—R. Jehudah sagt: So viel, als genügt, um eineu Fuss dazu zu machen; — Kleie, so viel, als genügt, um auf die Mündung des Tiegels der Goldschmiede zu tun; Kalk, so viel, als genügt, um den kleinen Finger eines Mädchens zu bedecken. R. Jehudah sagt: Um die Schläfe zu bestreichen. R. Nechemiah sagt: Um die Stirne zu bestreichen.
ה אֲדָמָה, כְּחוֹתַם הַמַּרְצוּפִים, דִּבְרֵי רַבִּי עֲקִיבָא. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, כְּחוֹתַם הָאִגְּרוֹת. זֶבֶל וְחֹל הַדַּק, כְּדֵי לְזַבֵּל קֶלַח שֶׁל כְּרוּב, דִּבְרֵי רַבִּי עֲקִיבָא. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, כְּדֵי לְזַבֵּל כְּרֵשָׁא. חֹל הַגַּס, כְּדֵי לִתֵּן עַל מְלֹא כַף סִיד. קָנֶה, כְּדֵי לַעֲשׂוֹת קֻלְמוֹס. וְאִם הָיָה עָב אוֹ מְרֻסָּס, כְּדֵי לְבַשֵּׁל בוֹ בֵיצָה קַלָּה שֶׁבַּבֵּיצִים, טְרוּפָה וּנְתוּנָה בָאִלְפָּס:
5 Rothen Thon, so viel, als genügt, zum Siegel eines Waarensackes. So R. Akiba. Die Weisen sagen: Zum Briefsiegel. Mist oder dünnen Sand, so viel, als genügt, um einen Kohlstengel zu düngen. So R. Akiba. Die Weisen sagen: So viel, als genügt, um einen Lauchschaft zu düngen. Groben Sand, so viel zu einer Mauerkelle Kalk gehört; Rohr, so viel, als genügt, eine Schreibfeder zu machen, und wenn es dick oder aufgerissen ist, so viel, um ein kleines Hühner-Ei, das vermischt, bereits in einer Schale liegt, zu kochen.
ו עֶצֶם, כְּדֵי לַעֲשׂוֹת תַּרְוָד. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, כְּדֵי לַעֲשׂוֹת מִמֶּנּוּ חָף. זְכוּכִית, כְּדֵי לִגְרֹר בּוֹ רֹאשׁ הַכַּרְכָּר. צְרוֹר אוֹ אֶבֶן, כְּדֵי לִזְרֹק בְּעוֹף. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר בַּר יַעֲקֹב אוֹמֵר, כְּדֵי לִזְרֹק בִּבְהֵמָה:
6 Knochen, so viel, als genügt, um daraus einen Löffel zu machen. R. Jehudah sagt: Um einen Zahn zum Schlüssel zu machen. Glas, so viel, als genügt, um das Ende des Webeschiffleins zu beschaben. Eine Erdscholle oder ein Stein, so viel man braucht, um nach Vögeln zu werfen. R. Elieser ben Jakob sagt: Nach Vieh zu werfen.
ז חֶרֶס, כְּדֵי לִתֵּן בֵּין פַּצִּים לַחֲבֵרוֹ, דִּבְרֵי רַבִּי יְהוּדָה. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, כְּדֵי לַחְתּוֹת בּוֹ אֶת הָאוּר. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, כְּדֵי לְקַבֵּל בּוֹ רְבִיעִית. אָמַר רַבִּי מֵאִיר, אַף עַל פִּי שֶׁאֵין רְאָיָה לַדָּבָר, זֵכֶר לַדָּבָר (ישעיה ל), וְלֹא יִמָּצֵא בִמְכִתָּתוֹ חֶרֶשׂ לַחְתּוֹת אֵשׁ מִיָּקוּד. אָמַר לוֹ רַבִּי יוֹסֵי, מִשָּׁם רְאָיָה, וְלַחְשֹׂף מַיִם מִגֶּבֶא (שם):
7 Scherben, so gross, als man zwischen Bretter legt, so R. Jehudah. R. Meïr sagt: So gross, um Feuer aufzuschaufeln. R. Jose sagt: Um ein Viertel zu fassen. R. Meïr sagte: Obgleich sie kein Beweis für meine Meinung sind, wäre doch eine Andeutung dazu in den Worten „Unter seinen zermalmten Dingen wird sich nicht ein Scherben finden, um Feuer vom Herde aufzuschaufeln“. Ihm antwortete aber R. Jose: Von da soll ein Belag sein? „Und Wasser aus der Grube schöpfen“.