Shabbat 12

Kapitel 12

א הַבּוֹנֶה, כַּמָּה יִבְנֶה וִיהֵא חַיָּב, הַבּוֹנֶה כָּל שֶׁהוּא, וְהַמְסַתֵּת, וְהַמַּכֶּה בַפַּטִּישׁ וּבְמַעֲצָד, הַקּוֹדֵחַ כָּל שֶׁהוּא, חַיָּב. זֶה הַכְּלָל, כָּל הָעוֹשֶׂה מְלָאכָה וּמְלַאכְתּוֹ מִתְקַיֶּמֶת בְּשַׁבָּת, חַיָּב. רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, אַף הַמַּכֶּה בְקֻרְנָס עַל הַסַּדָּן בִּשְׁעַת מְלָאכָה, חַיָּב, מִפְּנֵי שֶׁהוּא כִמְתַקֵּן מְלָאכָה:
1 Wie viel muss Einer mindestens bauen, um schuldig zu sein? — Wer nur das Mindeste baut, ferner wer nur noch so wenig Steine behaut, glatt schlägt, hobelt und bohrt, ist schuldig. Dies ist die Regel: Wer eine Arbeit am Schabbat verrichtet, die sich so bleibend erhält, ist schuldig. R. Simeon ben Gamliel sagt: Auch wer mit dem Hammer während der Arbeit auf den Ambos schlägt, ist schuldig, weil er gleichsam eine Arbeit in Stand setzt.
ב הַחוֹרֵשׁ כָּל שֶׁהוּא, הַמְנַכֵּשׁ וְהַמְקַרְסֵם וְהַמְזָרֵד כָּל שֶׁהוּא, חַיָּב. הַמְלַקֵּט עֵצִים, אִם לְתַקֵּן, כָּל שֶׁהֵן, אִם לְהֶסֵּק, כְּדֵי לְבַשֵּׁל בֵּיצָה קַלָּה. הַמְלַקֵּט עֲשָׂבִים, אִם לְתַקֵּן, כָּל שֶׁהוּא, אִם לִבְהֵמָה, כִּמְלֹא פִי הַגְּדִי:
2 Wer nur das Mindeste ackert, ausjätet beschneidet, lichtet ist schuldig. Wer, um zu verbessern nur ein Wenig Holz sammelt, oder zum Brennen, so viel, als genügt, um ein leichtes Ei zu kochen. Wer, um den Ort zu verbessern, noch so wenig Kräuter pflückt, oder zum Viehfutter, so viel, wie eine Ziege im Maule hält.
ג הַכּוֹתֵב שְׁתֵּי אוֹתִיּוֹת, בֵּין בִּימִינוֹ בֵּין בִּשְׂמֹאלוֹ, בֵּין מִשֵּׁם אֶחָד בֵּין מִשְּׁנֵי שֵׁמוֹת, בֵּין מִשְּׁנֵי סַמְמָנִיּוֹת, בְּכָל לָשׁוֹן, חַיָּב. אָמַר רַבִּי יוֹסֵי, לֹא חִיְּבוּ שְׁתֵּי אוֹתִיּוֹת אֶלָּא מִשּׁוּם רֹשֶׁם, שֶׁכָּךְ הָיוּ כוֹתְבִין עַל קַרְשֵׁי הַמִּשְׁכָּן, לֵידַע אֵיזוֹ בֶן זוּגוֹ. אָמַר רַבִּי, מָצִינוּ שֵׁם קָטָן מִשֵּׁם גָּדוֹל, שֵׁם מִשִּׁמְעוֹן וּשְׁמוּאֵל, נֹחַ מִנָּחוֹר, דָּן מִדָּנִיֵּאל, גָּד מִגַּדִּיאֵל:
3 Wer zwei Buchstaben schreibt, mit der rechten oder mit der linken Hand, sie seien einerlei oder zweierlei, oder auch mit verschiedenen Tinten geschrieben, oder aus verschiedenen Sprachen, ist schuldig. R. Jose sagte: Man hat nur deshalb das Schreiben zweier Buchstaben für strafbar erklärt, weil sie zur Bezeichnung von Dingen dienen können; denn so schrieb man auf die Bretter des Stiftszeltes, damit man wisse, wie sie zusammen passen. Rabbi sagt: Wir finden auch oft einen kleinen Namen, der zugleich einen Teil eines grössern bildet, wie <span dir="rtl">שם</span> von <span dir="rtl">שמעון</span> und <span dir="rtl">נח,שמואל</span> von <span dir="rtl">דן,נחור</span> von <span dir="rtl">נד,דניאל</span> von <span dir="rtl">נדיאל</span>.
ד הַכּוֹתֵב שְׁתֵּי אוֹתִיּוֹת בְּהֶעְלֵם אֶחָד, חַיָּב. כָּתַב בִּדְיוֹ, בְּסַם, בְּסִקְרָא, בְּקוֹמוֹס וּבְקַנְקַנְתּוֹם, וּבְכָל דָּבָר שֶׁהוּא רוֹשֵׁם, עַל שְׁנֵי כָתְלֵי זָוִיּוֹת וְעַל שְׁנֵי לוּחֵי פִנְקָס, וְהֵן נֶהְגִּין זֶה עִם זֶה, חַיָּב. הַכּוֹתֵב עַל בְּשָׂרוֹ, חַיָּב. הַמְסָרֵט עַל בְּשָׂרוֹ, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר מְחַיֵּב חַטָּאת, וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ פּוֹטֵר:
4 Wer einmal sich vergessend, zwei Buchstaben schrieb, ist schuldig; er mag nun mit Tinte geschrieben haben oder mit Farbe, mit Rötel, mit Gummi mit Vitriol, oder was irgend bleibende Zeichen macht; wer ferner schreibt auf zwei einen Winkel bildende Wände, oder auf zwei Tafeln des Rechenbuches so, dass man sie zusammenlesen kann, ist schuldig. Wer auf seinen Körper schreibt, ist schuldig. Wenn Einer an seinem Körper Buchstaben einkratzt, so erklärt ihn R. Elieser eines Sündopfers für schuldig, R. Josua für frei.
ה כָּתַב בְּמַשְׁקִין, בְּמֵי פֵרוֹת, בַּאֲבַק דְּרָכִים, בַּאֲבַק הַסּוֹפְרִים, וּבְכָל דָּבָר שֶׁאֵינוֹ מִתְקַיֵּם, פָּטוּר. לְאַחַר יָדוֹ, בְּרַגְלוֹ, בְּפִיו וּבְמַרְפְּקוֹ, כָּתַב אוֹת אַחַת סָמוּךְ לִכְתָב, וּכְתָב עַל גַּבֵּי כְתָב, נִתְכַּוֵּן לִכְתֹּב חֵי"ת וְכָתַב שְׁנֵי זַיְ"נִין, אֶחָד בָּאָרֶץ וְאֶחָד בַּקּוֹרָה, כָּתַב עַל שְׁנֵי כָתְלֵי הַבַּיִת, עַל שְׁנֵי דַפֵּי פִנְקָס וְאֵין נֶהְגִּין זֶה עִם זֶה, פָּטוּר. כָּתַב אוֹת אַחַת נוֹטָרִיקוֹן, רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ בֶּן בְּתֵירָא מְחַיֵּב, וַחֲכָמִים פּוֹטְרִין:
5 Schreibt Einer mit dunklen Flüssigkeiten, mit Fruchtsaft, in Wegestanb, in Streusand, oder überhaupt in Etwas, worin die Schrift nicht bleibt, so ist er frei. Schreibt Einer mit verkehrter Hand, mit dem Fusse, mit dem Munde und mit dem Ellenbogen; ferner wenn Einer einen Buchstaben zu anderer Schrift zuschreibt, oder audere Schrift überzieht; ferner wenn Einer ein <span dir="rtl">ח׳</span> zu schreiben beabsichtigt und nur zwei <span dir="rtl">ז</span>-<span dir="rtl">ז</span> schreibt; oder wenn Jemand einen Buchstaben an die Erde und einen an die Zimmerdecke schreibt, oder an zwei Wände des Hauses, oder an zwei Blätter des Buches, so dass sie nicht mit einander gelesen werden können, so ist er frei. Schreibt Einer einen Buchstaben als Anfangsbuchstaben zur Abkürzung, so erklärt ihn R. Josua ben Bethera für schuldig, die Weisen sprechen ihn frei.
ו הַכּוֹתֵב שְׁתֵּי אוֹתִיּוֹת בִּשְׁנֵי הֶעְלֵמוֹת, אַחַת שַׁחֲרִית וְאַחַת בֵּין הָעַרְבַּיִם, רַבָּן גַּמְלִיאֵל מְחַיֵּב, וַחֲכָמִים פּוֹטְרִין:
6 Wenn Einer in zwei Malen vergessend, zwei Buchstaben schreibt, etwa einen des Morgens und den andern gegen Abend, so erklärt ihn Rabban Gamliel für schuldig, die Weisen sprechen ihn frei.