Pesachim 8

Kapitel 8

א הָאִשָּׁה בִּזְמַן שֶׁהִיא בְּבֵית בַּעְלָהּ, שָׁחַט עָלֶיהָ בַּעְלָהּ וְשָׁחַט עָלֶיהָ אָבִיהָ, תֹּאכַל מִשֶּׁל בַּעְלָהּ. הָלְכָה רֶגֶל רִאשׁוֹן לַעֲשׂוֹת בְּבֵית אָבִיהָ, שָׁחַט עָלֶיהָ אָבִיהָ וְשָׁחַט עָלֶיהָ בַּעְלָהּ, תֹּאכַל בִּמְקוֹם שֶׁהִיא רוֹצָה. יָתוֹם שֶׁשָּׁחֲטוּ עָלָיו אַפֹּטְרוֹפְּסִין, יֹאכַל בִּמְקוֹם שֶׁהוּא רוֹצֶה. עֶבֶד שֶׁל שְׁנֵי שֻׁתָּפִין, לֹא יֹאכַל מִשֶּׁל שְׁנֵיהֶן. מִי שֶׁחֶצְיוֹ עֶבֶד וְחֶצְיוֹ בֶן חוֹרִין, לֹא יֹאכַל מִשֶּׁל רַבּוֹ:
1 Die Frau soll, sofern sie im Hause ihres Mannes ist, wenn ihr Mann für sie geschlachtet hat und ihr Vater für sie geschlachtet hat, von dem (Pesach) ihres Mannes essen. War sie am ersten Feste fortgegangen um es im Hause ihres Vaters zu feiern, so kann sie, wenn ihr Vater für sie geschlachtet hat und ihr Mann für sie geschlachtet hat, dort essen, wo sie will: Eine Waise, für welche die Vormünder geschlachtet haben, kann dort essen, wo sie will. Ein Sklave zweier Teilhaber darf von dem (Pesach) beider nicht essen. Wer halb Sklave und halb frei ist, darf von dem seines Herrn nicht essen.
ב הָאוֹמֵר לְעַבְדּוֹ, צֵא וּשְׁחֹט עָלַי אֶת הַפֶּסַח, שָׁחַט גְּדִי, יֹאכַל. שָׁחַט טָלֶה, יֹאכַל. שָׁחַט גְּדִי וְטָלֶה, יֹאכַל מִן הָרִאשׁוֹן. שָׁכַח מָה אָמַר לוֹ רַבּוֹ, כֵּיצַד יַעֲשֶׂה, יִשְׁחַט טָלֶה וּגְדִי וְיֹאמַר, אִם גְּדִי אָמַר לִי רַבִּי, גְּדִי שֶׁלּוֹ וְטָלֶה שֶׁלִּי. וְאִם טָלֶה אָמַר לִי רַבִּי, הַטָּלֶה שֶׁלּוֹ וּגְדִי שֶׁלִּי. שָׁכַח רַבּוֹ מָה אָמַר לוֹ, שְׁנֵיהֶם יֵצְאוּ לְבֵית הַשְּׂרֵפָה, וּפְטוּרִין מִלַּעֲשׂוֹת פֶּסַח שֵׁנִי:
2 Wer zu seinem Diener spricht: Geh und schlachte für mich das Pesach, der darf, wenn er ein Ziegenböckchen geschlachtet, es essen, und wenn er ein Lämmchen geschlachtet, es essen; hat er ein Böckchen und ein Lämmchen geschlachtet, so esse er von dem ersten. Wenn er aber vergessen hat, was sein Herr ihm sagte, wie verfahre er da? Er schlachte ein Lämmchen und ein Böckchen und spreche: Wenn mein Herr mir ein Böckchen aufgetragen hat, so sei das Böckchen für ihn und das Lämmchen für mich; wenn mir dagegen mein Herr ein Lämmchen aufgetragen hat, so sei das Lämmchen für ihn und das Böckchen für mich. Hat auch sein Herr vergessen, was er ihm sagte, kommt beides nach dem Verbrennungsort, sie aber sind der Feier des zweiten Pesach enthoben.
ג הָאוֹמֵר לְבָנָיו, הֲרֵינִי שׁוֹחֵט אֶת הַפֶּסַח עַל מִי שֶׁיַּעֲלֶה מִכֶּם רִאשׁוֹן לִירוּשָׁלַיִם, כֵּיוָן שֶׁהִכְנִיס הָרִאשׁוֹן רֹאשׁוֹ וְרֻבּוֹ, זָכָה בְחֶלְקוֹ וּמְזַכֶּה אֶת אֶחָיו עִמּוֹ. לְעוֹלָם נִמְנִין עָלָיו עַד שֶׁיְּהֵא בוֹ כַזַּיִת לְכָל אֶחָד וְאֶחָד. נִמְנִין וּמוֹשְׁכִין אֶת יְדֵיהֶן מִמֶּנּוּ עַד שֶׁיִּשָּׁחֵט. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, עַד שֶׁיִּזְרֹק עָלָיו אֶת הַדָּם:
3 Wenn jemand zu seinen Kindern spricht: Ich will das Pesach auf den Namen desjenigen von euch schlachten, der als erster nach Jerusalem heraufkommt, so hat in dem Augenblicke, in welchem der eine seinen Kopf und seines Körpers grössern Teil hineinbringt, dieser seinen Anteil erworben, muss aber seinen Brüdern gleiches Anrecht neben sich einräumen. Immerzu kann man seinen Beitritt anmelden, solange noch eine Ölbeervolumen für jeden Einzelnen zu Gebote steht. Man kann den Beitritt sowohl erklären als widerrufen, bis man es zu schlachten sich anschickt. R. Simon sagt: Bis man das Blut für dasselbe zu sprengen im Begriffe steht.
ד הַמַּמְנֶה עִמּוֹ אֲחֵרִים בְּחֶלְקוֹ, רַשָּׁאִין בְּנֵי חֲבוּרָה לִתֵּן לוֹ אֶת שֶׁלּוֹ, וְהוּא אוֹכֵל מִשֶּׁלּוֹ, וְהֵן אוֹכְלִין מִשֶּׁלָּהֶן:
4 Wenn jemand auf seinen Anteil andere zu sich eingeladen hat, dürfen ihm die Mitglieder der Genossenschaft das Seinige herausgeben, so dass er von dem Seinigen isst, und sie von dem Ihrigen essen.
ה זָב שֶׁרָאָה שְׁתֵּי רְאִיּוֹת, שׁוֹחֲטִין עָלָיו בַּשְּׁבִיעִי. רָאָה שָׁלֹשׁ, שׁוֹחֲטִין עָלָיו בַּשְּׁמִינִי שֶׁלּוֹ. שׁוֹמֶרֶת יוֹם כְּנֶגֶד יוֹם, שׁוֹחֲטִין עָלֶיהָ בַשֵּׁנִי שֶׁלָּהּ. רָאֲתָה שְׁנֵי יָמִים, שׁוֹחֲטִין עָלֶיהָ בַשְּׁלִישִׁי. וְהַזָּבָה, שׁוֹחֲטִין עָלֶיהָ בַשְּׁמִינִי:
5 Für einen Flüssigen, der zwei Ergiessungen wahrgenommen hat, schlachtet man an seinem siebenten Tage; hat er deren drei beobachtet, schlachtet man für ihn an seinem achten Tage. Für die Tag gegen Tag abzuwarten Verpflichtete schlachtet man an ihrem zweiten Tage; hat sie an beiden Tagen wahrgenommen, schlachtet man für sie am dritten Tage. Für eine Flüssige schlachtet man am achten Tage.
ו הָאוֹנֵן, וְהַמְפַקֵּחַ אֶת הַגַּל, וְכֵן מִי שֶׁהִבְטִיחוּהוּ לְהוֹצִיאוֹ מִבֵּית הָאֲסוּרִים, וְהַחוֹלֶה וְהַזָּקֵן שֶׁהֵן יְכוֹלִין לֶאֱכֹל כַּזַּיִת, שׁוֹחֲטִין עֲלֵיהֶן. עַל כֻּלָּן אֵין שׁוֹחֲטִין עֲלֵיהֶן בִּפְנֵי עַצְמָן, שֶׁמָּא יָבִיאוּ אֶת הַפֶּסַח לִידֵי פְסוּל. לְפִיכָךְ אִם אֵרַע בָּהֶן פְּסוּל, פְּטוּרִין מִלַּעֲשׂוֹת פֶּסַח שֵׁנִי, חוּץ מִן הַמְפַקֵּחַ בַּגַּל, שֶׁהוּא טָמֵא מִתְּחִלָּתוֹ:
6 Für einen Leidtragenden, für jemand, der einen Steinhaufen lichtet, sowie für einen, dem man die Entlassung aus dem Gefängnisse zugesichert hat, ferner für einen Kranken und einen Greis, die ein Ölbeerquantum zu verzehren im Stande sind, soll man wohl schlachten; doch schlachte man für alle diese nicht besonders, da sie es leicht dahin bringen könnten, dass das Pesach unbrauchbar wird. Wenn daher eine Störung bei ihnen eingetreten, sind sie der Feier des zweiten Pesach enthoben mit Ausnahme desjenigen, der den Steinhaufen gelichtet hat, da dieser von Anfang an unrein war.
ז אֵין שׁוֹחֲטִין אֶת הַפֶּסַח עַל הַיָּחִיד, דִּבְרֵי רַבִּי יְהוּדָה. וְרַבִּי יוֹסֵי מַתִּיר. אֲפִלּוּ חֲבוּרָה שֶׁל מֵאָה שֶׁאֵין יְכוֹלִין לֶאֱכֹל כַּזַּיִת, אֵין שׁוֹחֲטִין עֲלֵיהֶן. וְאֵין עוֹשִׂין חֲבוּרַת נָשִׁים וַעֲבָדִים וּקְטַנִּים:
7 Man schlachte kein Pesach für einen Einzelnen. So die Worte des R. Juda. R. Jose dagegen gestattet es. Selbst wenn es eine Gesellschaft von Hunderten ist, und sie können nicht ein Ölbeervolumen verzehren, schlachte man es nicht für sie. Man bilde keine Genossenschaft von Frauen, Sklaven und Minderjährigen.
ח אוֹנֵן טוֹבֵל וְאוֹכֵל אֶת פִּסְחוֹ לָעֶרֶב, אֲבָל לֹא בַקָּדָשִׁים. הַשּׁוֹמֵעַ עַל מֵתוֹ, וְהַמְלַקֵּט לוֹ עֲצָמוֹת, טוֹבֵל וְאוֹכֵל בַּקָּדָשִׁים. גֵּר שֶׁנִּתְגַּיֵּר בְּעֶרֶב פֶּסַח, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, טוֹבֵל וְאוֹכֵל אֶת פִּסְחוֹ לָעֶרֶב. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, הַפּוֹרֵשׁ מִן הָעָרְלָה כְּפוֹרֵשׁ מִן הַקָּבֶר:
8 Ein Leidtragender darf Abends, nachdem er gebadet hat, sein Pesach essen, aber nicht von anderen Opfern. Wer den Tod eines Angehörigen erfährt oder dessen Gebeine sammeln lässt, kann nach dem Bade von allen Opfern essen. Ein Bekehrter, der am Rüsttage des Pesach übergetreten, darf nach Ansicht der Schule Schammai’s, sofern er gebadet hat, Abends sein Pesach essen; die Schule Hillel’s aber lehrt: Wer sich von der Vorhaut trennt, trennt sich gleichsam vom Grabe.