Pesachim 6

Kapitel 6

א אֵלּוּ דְבָרִים בַּפֶּסַח דּוֹחִין אֶת הַשַּׁבָּת, שְׁחִיטָתוֹ וּזְרִיקַת דָּמוֹ וּמִחוּי קְרָבָיו וְהֶקְטֵר חֲלָבָיו. אֲבָל צְלִיָּתוֹ וַהֲדָחַת קְרָבָיו אֵינָן דּוֹחִין אֶת הַשַּׁבָּת. הַרְכָּבָתוֹ וַהֲבָאָתוֹ מִחוּץ לַתְּחוּם, וַחֲתִיכַת יַבַּלְתּוֹ, אֵין דּוֹחִין אֶת הַשַּׁבָּת. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, דּוֹחִין:
1 Folgende Verrichtungen am Pesachopfer verdrängen den Sabbat Das Schlachten desselben, das Sprengen seines Blutes, das Abschaben seiner Eingeweide und das Verbrennen seiner Fettteile. Hingegen können das Braten desselben und das Ausspülen seiner Eingeweide den Sabbat nicht verdrängen. Das Hintragen, die Herbeischaffung von ausserhalb des Sabbatbezirkes, das Abschneiden einer etwaigen Blatter verdrängen den Sabbat nicht. R. Eli‘ezer sagt: sie verdrängen ihn.
ב אָמַר רַבִּי אֱלִיעֶזֶר, וַהֲלֹא דִין הוּא, מָה אִם שְׁחִיטָה שֶׁהִיא מִשּׁוּם מְלָאכָה דּוֹחָה אֶת הַשַּׁבָּת, אֵלּוּ שֶׁהֵן מִשּׁוּם שְׁבוּת לֹא יִדְחוּ אֶת הַשַּׁבָּת. אָמַר לוֹ רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ, יוֹם טוֹב יוֹכִיחַ, שֶׁהִתִּירוּ בוֹ מִשּׁוּם מְלָאכָה, וְאָסוּר בּוֹ מִשּׁוּם שְׁבוּת. אָמַר לוֹ רַבִּי אֱלִיעֶזֶר, מַה זֶּה, יְהוֹשֻׁעַ, מָה רְאָיָה רְשׁוּת לְמִצְוָה. הֵשִׁיב רַבִּי עֲקִיבָא וְאָמַר, הַזָּאָה תוֹכִיחַ, שֶׁהִיא מִצְוָה וְהִיא מִשּׁוּם שְׁבוּת וְאֵינָהּ דּוֹחָה אֶת הַשַּׁבָּת, אַף אַתָּה אַל תִּתְמַהּ עַל אֵלּוּ, שֶׁאַף עַל פִּי שֶׁהֵן מִצְוָה וְהֵן מִשּׁוּם שְׁבוּת, לֹא יִדְחוּ אֶת הַשַּׁבָּת. אָמַר לוֹ רַבִּי אֱלִיעֶזֶר, וְעָלֶיהָ אֲנִי דָן, וּמָה אִם שְׁחִיטָה שֶׁהִיא מִשּׁוּם מְלָאכָה, דּוֹחָה אֶת הַשַּׁבָּת, הַזָּאָה שֶׁהִיא מִשּׁוּם שְׁבוּת, אֵינוֹ דִּין שֶׁדּוֹחָה אֶת הַשַּׁבָּת. אָמַר לוֹ רַבִּי עֲקִיבָא, אוֹ חִלּוּף, מָה אִם הַזָּאָה שֶׁהִיא מִשּׁוּם שְׁבוּת, אֵינָהּ דּוֹחָה אֶת הַשַּׁבָּת, שְׁחִיטָה שֶׁהִיא מִשּׁוּם מְלָאכָה, אֵינוֹ דִין שֶׁלֹּא תִדְחֶה אֶת הַשַּׁבָּת. אָמַר לוֹ רַבִּי אֱלִיעֶזֶר, עֲקִיבָא, עָקַרְתָּ מַה שֶּׁכָּתוּב בַּתּוֹרָה, בֵּין הָעַרְבַּיִם בְּמֹעֲדוֹ (במדבר ט), בֵּין בְּחֹל בֵּין בְּשַׁבָּת. אָמַר לוֹ, רַבִּי, הָבֵא לִי מוֹעֵד לָאֵלּוּ כַּמּוֹעֵד לַשְּׁחִיטָה. כְּלָל אָמַר רַבִּי עֲקִיבָא, כָּל מְלָאכָה שֶׁאֶפְשָׁר לַעֲשׂוֹתָהּ מֵעֶרֶב שַׁבָּת, אֵינָהּ דּוֹחָה אֶת הַשַּׁבָּת. שְׁחִיטָה שֶׁאִי אֶפְשָׁר לַעֲשׂוֹתָהּ מֵעֶרֶב שַׁבָּת, דּוֹחָה אֶת הַשַּׁבָּת:
2 Es sagte R. Eli‘ezer: Es ist ja nur folgerecht. Wie? wenn das Schlachten, das doch von der Kategorie »Werktätigkeit« ist, den Sabbat verdrängt, sollten jene, die von der Kategorie »Ruhegebot« sind, den Sabbat nicht verdrängen können? Da sagte R. Josua zu ihm: der Festtag entscheide, an welchem man aus der Kategorie »Werktätigkeit« Zugeständnisse gemacht, aus der Kategorie des »Ruhegebots« dagegen Verbote erlassen hat. Da sagte zu ihm R. Eli‘ezer: Was ist das, Josua! Wie soll Anheimgestelltes ein Beweis sein für Pflichtmässiges? Nun erwiderte R. ‘Akiba; er sprach: Die Besprengung entscheide! Sie ist Pflicht, ist ferner aus der Kategorie des »Ruhegebots«, and kann doch den Sabbat nicht verdrängen; so wundre dich du auch über jene nicht, dass sie — obschon pflichtmässig und aus der Kategorie des »Ruhegebotes« — den Sabbat nicht verdrängen. Da sagte R. Eli‘ezer zu ihm: Auch auf sie dehne ich meinen Schluss aus. Wie? wenn das Schlachten, das doch von der Kategorie »Werktätigkeit« ist, den Sabbat verdrängt, ist es da nicht folgerichtig, dass die Besprengung, die von der Kategorie »Ruhegebot« ist, den Sabbat verdrängt? Da sprach zu ihm R. ‘Akiba: Oder umgekehrt! Wie? wenn die Besprengung, die ja nur von der Kategorie des »Ruhegebotes« ist, den Sabbat nicht verdrängen kann, ist es da nicht folgerecht, dass das Schlachten, welches doch aus der Kategorie »Werktätigkeit« ist, den Sabbat nicht verdrängen kann? Da sagte ihm R. Eli‘ezer: ‘Akiba, willst du herausreissen, was in der Tora geschrieben steht: »Zwischen den Abenden zur festgesetzten Zeit«, gleichviel ob am Wochentage oder am Sabbat? Da sprach er zu ihm: Mein Lehrer, bringe mir »festgesetzte Zeit« für jene gleich der »festgesetzten Zeit« fürs Schlachten! Als allgemeine Regel sagte R. ‘Akiba: Jede Verrichtung, welche am Vorabend des Sabbat auszuführen möglich war, verdrängt den Sabbat nicht. Das Schlachten, welches am Vorabend des Sabbat auszuführen unmöglich war, verdrängt den Sabbat.
ג אֵימָתַי מֵבִיא חֲגִיגָה עִמּוֹ, בִּזְמַן שֶׁהוּא בָא בְּחֹל, בְּטָהֳרָה וּבְמֻעָט. וּבִזְמַן שֶׁהוּא בָא בְּשַׁבָּת, בִּמְרֻבֶּה וּבְטֻמְאָה, אֵין מְבִיאִין עִמּוֹ חֲגִיגָה:
3 Wann bringt man daneben ein Festopfer dar? Wenn es an einem Wochentage und in Reinheit and in Unzulänglichkeit dargebracht wird. Wird es aber am Sabbat, in Ausgiebigkeit oder in Unreinheit dargebracht, so bringt man neben ihm kein Festopfer dar.
ד חֲגִיגָה הָיְתָה בָאָה מִן הַצֹּאן, מִן הַבָּקָר, מִן הַכְּבָשִׂים וּמִן הָעִזִּים, מִן הַזְּכָרִים וּמִן הַנְּקֵבוֹת. וְנֶאֱכֶלֶת לִשְׁנֵי יָמִים וְלַיְלָה אֶחָד:
4 Das Festopfer konnte genommen werden von Kleinvieh und von Rindvieh, von Lämmern und von Ziegen, sowohl männlichen als weiblichen Geschlechts, und darf während zweier Tage und einer Nacht gegessen werden.
ה הַפֶּסַח שֶׁשְּׁחָטוֹ שֶׁלֹּא לִשְׁמוֹ בְשַׁבָּת, חַיָּב עָלָיו חַטָּאת. וּשְׁאָר כָּל הַזְּבָחִים שֶׁשְּׁחָטָן לְשׁוּם פֶּסַח, אִם אֵינָן רְאוּיִין, חַיָּב. וְאִם רְאוּיִין הֵן, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר מְחַיֵּב חַטָּאת, וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ פּוֹטֵר. אָמַר רַבִּי אֱלִיעֶזֶר, מָה אִם הַפֶּסַח שֶׁהוּא מֻתָּר לִשְׁמוֹ, כְּשֶׁשִּׁנָּה אֶת שְׁמוֹ, חַיָּב, זְבָחִים שֶׁהֵן אֲסוּרִין לִשְׁמָן, כְּשֶׁשִּׁנָּה אֶת שְׁמָן, אֵינוֹ דִין שֶׁיְּהֵא חַיָּב. אָמַר לוֹ רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ, לֹא, אִם אָמַרְתָּ בַּפֶּסַח, שֶׁשִּׁנָּהוּ לְדָבָר אָסוּר, תֹּאמַר בַּזְּבָחִים, שֶׁשִּׁנָּן לְדָבָר הַמֻּתָּר. אָמַר לוֹ רַבִּי אֱלִיעֶזֶר, אֵמוּרֵי צִבּוּר יוֹכִיחוּ, שֶׁהֵן מֻתָּרִין לִשְׁמָן, וְהַשּׁוֹחֵט לִשְׁמָן, חַיָּב. אָמַר לוֹ רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ, לֹא, אִם אָמַרְתָּ בְאֵמוּרֵי צִבּוּר שֶׁיֵּשׁ לָהֶן קִצְבָּה, תֹּאמַר בַּפֶּסַח שֶׁאֵין לוֹ קִצְבָּה. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, אַף הַשּׁוֹחֵט לְשֵׁם אֵמוּרֵי צִבּוּר, פָּטוּר:
5 Hat jemand das Pesachopfer am Sabbat nicht für seine Bestimmung geschlachtet, so ist er darob ein Sündopfer schuldig. Was aber alle die anderen Opfer betrifft, die jemand mit der Bestimmung zum Pesachopfer geschlachtet hat, so ist er, wenn sie sich dazu nicht eignen, schuldig; wenn sie dagegen geeignet sind, verurteilt R. Eli‘ezer zu einem Sündopfer, während R. Josua freispricht. Da sagte R. Eli‘ezer: Wie? wenn er hinsichtlich des Pesachopfers, bei welchem er für seine Bestimmung die Erlaubnis hat, bei Abänderung seiner Bestimmung schuldig ist, ist es da hinsichtlich solcher Opfer, bei welchen es für ihre Bestimmung verboten ist, nicht folgerichtig, dass er bei Abänderung ihrer Bestimmung verurteilt werde? Da sagte zu ihm R. Josua: Nein! Wenn du hinsichtlich des Pesachopfers so urteilst, welches man zu etwas Verbotenem abgeändert hat, willst du auch. hinsichtlich der Opfer so urteilen, die man zu etwas Erlaubtem geändert hat? Da sagte R. Eli‘ezer zu ihm: die Gemeindeopfer mögen entscheiden! Sie sind gestattet für ihre Bestimmung, und doch ist schuldig, wer unter ihrem Namen schlachtet. Da sagte R. Josua zu ihm: Wenn du hinsichtlich der Gemeindeopfer so urteilst, die doch eine Grenze haben, willst du auch hinsichtlich des Pesachopfers so urteilen, das keine Grenze hat? R. Meïr sagt: Auch derjenige, welcher unter dem Namen der Gemeindeopfer schlachtet, ist frei.
ו שְׁחָטוֹ שֶׁלֹּא לְאוֹכְלָיו וְשֶׁלֹּא לִמְנוּיָיו, לַעֲרֵלִין וְלִטְמֵאִין, חַיָּב. לְאוֹכְלָיו וְשֶׁלֹּא לְאוֹכְלָיו, לִמְנוּיָיו וְשֶׁלֹּא לִמְנוּיָיו, לְמוּלִין וְלַעֲרֵלִין, לִטְהוֹרִים וְלִטְמֵאִים, פָּטוּר. שְׁחָטוֹ וְנִמְצָא בַעַל מוּם, חַיָּב. שְׁחָטוֹ וְנִמְצָא טְרֵפָה בַסֵּתֶר, פָּטוּר. שְׁחָטוֹ וְנוֹדַע שֶׁמָּשְׁכוּ הַבְּעָלִים אֶת יָדָם, אוֹ שֶׁמֵּתוּ אוֹ שֶׁנִּטְמְאוּ, פָּטוּר, מִפְּנֵי שֶׁשָּׁחַט בִּרְשׁוּת:
6 Hat er es für Essensunfähige geschlachtet oder für Unbeteiligte, für Unbeschnittene oder Unreine so ist er schuldig; für Essensfähige und Essensunfähige, für Beteiligte und Unbeteiligte, für Beschnittene und Unbeschnittene, für Reine und Unreine, so ist er frei. Hat er es geschlachtet, und es wird als fehlerhaft befunden, so ist er schuldig; hat er es geschlachtet, und es wird als innerlich verletzt befunden, so ist er frei. Hat er es geschlachtet, und es stellt sich heraus, dass die Eigentümer ihre Hände zurückgezogen hatten oder gestorben oder unrein geworden waren, so ist er frei, weil er mit Erlaubnis geschlachtet hat.