י קוֹנָם שֶׁאֵינִי נוֹשֵׂא אֶת פְּלוֹנִית כְּעוּרָה, וַהֲרֵי הִיא נָאָה. שְׁחוֹרָה, וַהֲרֵי הִיא לְבָנָה. קְצָרָה, וַהֲרֵי הִיא אֲרֻכָּה, מֻתָּר בָּהּ. לֹא מִפְּנֵי שֶׁהִיא כְעוּרָה וְנַעֲשֵׂית נָאָה, שְׁחוֹרָה וְנַעֲשֵׂית לְבָנָה, קְצָרָה וְנַעֲשֵׂית אֲרֻכָּה, אֶלָּא שֶׁהַנֶּדֶר טָעוּת. וּמַעֲשֶׂה בְאֶחָד שֶׁנָּדַר מִבַּת אֲחוֹתוֹ הֲנָיָה, וְהִכְנִיסוּהָ לְבֵית רַבִּי יִשְׁמָעֵאל וְיִפּוּהָ. אָמַר לוֹ רַבִּי יִשְׁמָעֵאל, בְּנִי, לָזוֹ נָדָרְתָּ. אָמַר לוֹ, לָאו. וְהִתִּירוֹ רַבִּי יִשְׁמָעֵאל. בְּאוֹתָהּ שָׁעָה בָּכָה רַבִּי יִשְׁמָעֵאל וְאָמַר, בְּנוֹת יִשְׂרָאֵל נָאוֹת הֵן, אֶלָּא שֶׁהָעֲנִיּוּת מְנַוַּלְתָּן. וּכְשֶׁמֵּת רַבִּי יִשְׁמָעֵאל, הָיוּ בְנוֹת יִשְׂרָאֵל נוֹשְׂאוֹת קִינָה וְאוֹמְרוֹת, בְּנוֹת יִשְׂרָאֵל אֶל רַבִּי יִשְׁמָעֵאל בְּכֶינָה. וְכֵן הוּא אוֹמֵר בְּשָׁאוּל (שמואל ב א) בְּנוֹת יִשְׂרָאֵל אֶל שָׁאוּל בְּכֶינָה:
10 [Wenn jemand sagt:] „Konam, dass ich die hässliche N. N. nicht heirate“, sie aber in Wirklichkeit schön ist, [oder] „die schwarze“, sie aber weiss ist, [oder] „die kleine“, sie aber gross gewachsen ist, so darf er sie heiraten, nicht weil sie hässlich war und dann schön wurde, [oder] weil sie schwarz war und dann weiss wurde, [oder] weil sie klein war und dann gross wurde, sondern weil das Gelübde auf einem Irrtum beruhte. Einst hatte sich jemand durch Gelübde jeden Genuss von der Tochter seiner Schwester versagt; da brachte man sie in das Haus des R. Ismael und putzte sie dort aus. Darauf sagte R. Ismael zu ihm: „mein Sohn, hast du dir den Genuss dieser versagt?“ Jener erwiderte: „nein“; da erlaubte ihm R. Ismael sie zu heiraten. Bei dieser Gelegenheit weinte R. Ismael und sprach: „die Töchter Israels sind schön, nur die Armut entstellt sie!“ Als R. Ismael gestorben war, stimmten die israelitischen Töchter Klagelieder an und riefen aus: „Töchter Israels, weinet um R. Ismael!“ So heisst es auch bei Saul (II. Sam. 1, 24): „Töchter Israels, weinet um Saul!“