Maaser Sheni 2

Kapitel 2

א מַעֲשֵׂר שֵׁנִי, נִתָּן לַאֲכִילָה וְלִשְׁתִיָּה וּלְסִיכָה, לֶאֱכֹל דָּבָר שֶׁדַּרְכּוֹ לֶאֱכֹל, לָסוּךְ דָּבָר שֶׁדַּרְכּוֹ לָסוּךְ. לֹא יָסוּךְ יַיִן וְחֹמֶץ, אֲבָל סָךְ הוּא אֶת הַשֶּׁמֶן. אֵין מְפַטְּמִין שֶׁמֶן שֶׁל מַעֲשֵׂר שֵׁנִי, וְאֵין לוֹקְחִין בִּדְמֵי מַעֲשֵׂר שֵׁנִי שֶׁמֶן מְפֻטָּם, אֲבָל מְפַטֵּם הוּא אֶת הַיַּיִן. נָפַל לְתוֹכוֹ דְבַשׁ וּתְבָלִין וְהִשְׁבִּיחוֹ, הַשֶּׁבַח לְפִי חֶשְׁבּוֹן. דָּגִים שֶׁנִּתְבַּשְּׁלוּ עִם הַקַּפְלוֹטוֹת שֶׁל מַעֲשֵׂר שֵׁנִי וְהִשְׁבִּיחוּ, הַשֶּׁבַח לְפִי חֶשְׁבּוֹן. עִסָּה שֶׁל מַעֲשֵׂר שֵׁנִי שֶׁאֲפָאָהּ וְהִשְׁבִּיחַ, הַשֶּׁבַח לַשֵּׁנִי. זֶה הַכְּלָל, כָּל שֶׁשִּׁבְחוֹ נִכָּר, הַשֶּׁבַח לְפִי הַחֶשְׁבּוֹן. וְכָל שֶׁאֵין שִׁבְחוֹ נִכָּר, הַשֶּׁבַח לַשֵּׁנִי:
1 Der zweite Zehnt ist bestimmt zum Essen, Trinken oder Salben, nämlich nur das zu essen, was man gewöhnlich isst, zu trinken, was man gewöhnlich trinkt und zu salben, mit dem womit man sich gewöhnlich salbt. Man darf sich nicht mit Wein oder Essig salben; wohl aber mit Öl. Man darf nicht Öl vom zweiten Zehnt mit Gewürz zurichten, auch nicht gewürztes Öl dafür kaufen; aber Wein darf man würzen. Wenn Honig oder Gewürz hineingefallen war und ihn verbessert hat, so wird das Lösegeld nach Massgabe des verbesserten Weines berechnet. Wenn Fische durch angekochte Lauchköpfe vom zweiten Zehnt im Wert verbessert wurden, so rechnet man nach Massgabe der Verbesserung. Wenn man Teig vom zweiten Zehnt gebacken und dadurch verbessert hat, so wird der erhöhete Wert zweiter Zehnt. Dies ist die Regel: Wenn bei einer Wertverbesserung das zu Verbessernde erkennbar ist, so wird nach Verhältniss gerechnet, wo nicht, so wird es zum zweiten Zehnt gerechnet.
ב רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אֵין סָכִין שֶׁמֶן שֶׁל מַעֲשֵׂר שֵׁנִי בִּירוּשָׁלַיִם. וַחֲכָמִים מַתִּירִין. אָמְרוּ לוֹ לְרַבִּי שִׁמְעוֹן, אִם הֵקֵל בִּתְרוּמָה חֲמוּרָה, לֹא נָקֵל בְּמַעֲשֵׂר שֵׁנִי הַקַּל. אָמַר לָהֶם, מַה, לֹא, אִם הֵקֵל בִּתְרוּמָה הַחֲמוּרָה מְקוֹם שֶׁהֵקֵל בְּכַרְשִׁינִים וּבְתִלְתָּן, נָקֵל בְּמַעֲשֵׂר שֵׁנִי הַקַּל מְקוֹם שֶׁלֹּא הֵקֵל בְּכַרְשִׁינִים וּבְתִלְתָּן:
2 R. Simeon sagt: Man darf sich nicht mit Öl vom zweiten Zehnt in Jerusalem salben; die Weisen erlauben es. Sie wenden nämlich dem R. Simeon ein: Wenn es bei der sonst strenger beachteten <span dir="rtl">תרומה</span> in dieser Beziehung nachgegeben wird, wie sollten wir es bei dem sonst minder strengen Gesetzen unterliegenden zweiten Zehnt nicht nachgeben? Er erwiederte ihnen: Nicht also; wenn man bei der strengeren <span dir="rtl">תרומה</span> hierin nachgelassen, weil dabei auch in Rücksicht auf Wicken und griechisch Heu etwas nachgelassen hat, so folgt nicht, dass wir beim zweiten Zehnt, ungeachtet der sonst minder strengen Gesetze, dieses nachlassen, da man selbst in Rücksicht auf Wicken und griechisch Heu, es nicht getan hat.
ג תִּלְתָּן שֶׁל מַעֲשֵׂר שֵׁנִי, תֵּאָכֵל צִמְחוֹנִים. וְשֶׁל תְּרוּמָה, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, כָּל מַעֲשֶׂיהָ בְּטָהֳרָה, חוּץ מֵחֲפִיפָתָהּ. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, כָּל מַעֲשֶׂיהָ בְטֻמְאָה, חוּץ מִשְּׁרִיָּתָהּ:
3 Griechisches Heu vom zweiten Zehnt darf nur gegessen werden und zwar wenn es noch junge Pflanze ist. Das von <span dir="rtl">תרומה</span> erfordert nach Bet Samai, dass alle damit vorzunehmenden Verrichtungen in Reinheit geschehen, ausser dem Reiben damit; nach Bet Hillel kann jede Verrichtung damit in Unreinigkeit geschehen, ausgenommen das Einweichen desselben.
ד כַּרְשִׁינֵי מַעֲשֵׂר שֵׁנִי, יֵאָכְלוּ צִמְחוֹנִים, וְנִכְנָסִין לִירוּשָׁלַיִם וְיוֹצְאִין. נִטְמְאוּ, רַבִּי טַרְפוֹן אוֹמֵר, יִתְחַלְּקוּ לְעִסּוֹת, וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, יִפָּדוּ. וְשֶׁל תְּרוּמָה, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, שׁוֹרִין וְשָׁפִין בְּטָהֳרָה, וּמַאֲכִילִין בְּטֻמְאָה. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, שׁוֹרִין בְּטָהֳרָה, וְשָׁפִין וּמַאֲכִילִין בְּטֻמְאָה. שַׁמַּאי אוֹמֵר, יֵאָכְלוּ צָרִיד. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, כָּל מַעֲשֵׂיהֶן בְּטֻמְאָה:
4 Wicken vom zweiten Zehnt dürfen nur gegessen werden und zwar als noch zarte Früchte; sie dürfen, nachdem sie in Jerusalem eingeführt waren, wieder ausgeführt werden. Sind sie unrein geworden; so soll man sie nach R. Tarphon in kleine Teige von zweitem Zehnt verteilen, die Weisen sagen: Man soll sie auslösen. Wicken von <span dir="rtl">תרומה</span>, dürfen nach Bet Samai nur bei Reinigkeit geweicht oder abgestreift, aber bei Unreinigkeit dem Vieh als Futter gegeben werden. Bet Hillel sagt: Man darf sie nur bei Reinigkeit weichen, aber bei Unreinigkeit abstreifen, oder dem Vieh geben. Samai behauptet: Man darf sie nur sehr trocken dem Vieh als Futter geben. R. Akiba meint: Man kann Alles daran in Unreinigkeit verrichten.
ה מְעוֹת חֻלִּין וּמְעוֹת מַעֲשֵׂר שֵׁנִי שֶׁנִּתְפַּזְּרוּ, מַה שֶּׁלִּקֵּט, לִקֵּט לְמַעֲשֵׂר שֵׁנִי, עַד שֶׁיַּשְׁלִים, וְהַשְּׁאָר חֻלִּין. אִם בָּלַל וְחָפַן, לְפִי חֶשְׁבּוֹן. זֶה הַכְּלָל, הַמִּתְלַקְּטִים, לְמַעֲשֵׂר שֵׁנִי. וְהַנִּבְלָלִים, לְפִי חֶשְׁבּוֹן:
5 Wenn Geld von <span dir="rtl">חולין</span> und zweitem Zehnt verstreut worden, so ist das, was man davon allmälig aufliest, zweiter Zehnt, bis zu dessen vollem Betrage, und das Übrige ist <span dir="rtl">חולין</span>. Ist es aber in einander geschüttet und man nimmt immer eine Handvoll auf, so geht es nach Verhältniss-Berechnung. Dies ist die Regel: Was allmälig aufgelesen wird, gilt zunächst als zweiter Zehnt, was in Masse aufgehoben wird, nach Verhältniss-Berechnung.
ו סֶלַע שֶׁל מַעֲשֵׂר שֵׁנִי וְשֶׁל חֻלִּין שֶׁנִּתְעָרְבוּ, מֵבִיא בְסֶלַע מָעוֹת וְאוֹמֵר, סֶלַע שֶׁל מַעֲשֵׂר שֵׁנִי, בְּכָל מָקוֹם שֶׁהִיא, מְחֻלֶּלֶת עַל הַמָּעוֹת הָאֵלּוּ, וּבוֹרֵר אֶת הַיָּפָה שֶׁבָּהּ, וּמְחַלְּלָן עָלֶיהָ, מִפְּנֵי שֶׁאָמְרוּ, מְחַלְּלִין כֶּסֶף עַל נְחֹשֶׁת מִדֹּחַק, וְלֹא שֶׁיִּתְקַיֵּם כֵּן, אֶלָּא חוֹזֵר וּמְחַלְּלָם עַל הַכָּסֶף:
6 Ist ein <span dir="rtl">סלע</span> zweiter Zehnt und ein <span dir="rtl">סלע חולין</span> vermengt worden, so bringt man für einen <span dir="rtl">סלע</span> Kupfergeld und spricht: Der <span dir="rtl">סלע</span> zweiter Zehnt, sei durch dieses Geld, er befinde sich, wo er wolle, ausgelöst. Dann wählt er den schönsten von beiden und entheiligt mit ihm das Kupfergeld. Dies darf geschehen, weil man verordnet hat: Man darf im dringenden Notfall Silber durch Kupfer entheiligen, und zwar nicht damit es so bleibe, sondern indem man nachher das Kupfer wieder durch Silber auslöse.
ז בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, לֹא יַעֲשֶׂה אָדָם אֶת סְלָעָיו דִּינְרֵי זָהָב, וּבֵית הִלֵּל מַתִּירִין. אָמַר רַבִּי עֲקִיבָא, אֲנִי עָשִׂיתִי לְרַבָּן גַּמְלִיאֵל וּלְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אֶת כַּסְפָּן דִּינְרֵי זָהָב:
7 Bet Samai sagt: Man darf nicht seine <span dir="rtl">סלעים</span> in Gold-Denare umwechseln; Bet Hillel erlaubt es. R. Akiba erzählt: Ich habe für Rabban Gamliel und R. Josua das Silber (des zweiten Zehnt) in Gold - Denare umgewechselt.
ח הַפּוֹרֵט סֶלַע מִמְּעוֹת מַעֲשֵׂר שֵׁנִי, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, כָּל הַסֶּלַע מָעוֹת. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, שֶׁקֶל כֶּסֶף וְשֶׁקֶל מָעוֹת. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, אֵין מְחַלְּלִין כֶּסֶף וּפֵרוֹת עַל הַכֶּסֶף, וַחֲכָמִים מַתִּירִים:
8 Wenn Jemand einen <span dir="rtl">סלע</span> für Kupfermünze von zweitem Zehnt einwechseln will, so muss er nach Bet Samai das ganze Kupfergeld für einen <span dir="rtl">סלע</span> umsetzen. Bet Hillel sagt: Er kann für einen Sekel Silber nehmen und für einen Sekel Kupfer behalten. R. Meïr lehrt: Man darf nicht Silber und Früchte zusammen durch anderes Silber auslösen. Die Weisen erklären es für zulässig.
ט הַפּוֹרֵט סֶלַע שֶׁל מַעֲשֵׂר שֵׁנִי בִּירוּשָׁלַיִם, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, כָּל הַסֶּלַע מָעוֹת. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, שֶׁקֶל כֶּסֶף וְשֶׁקֶל מָעוֹת. הַדָּנִין לִפְנֵי חֲכָמִים אוֹמְרִים, בִּשְׁלֹשָׁה דִינָרֵי כֶּסֶף וְדִינָר מָעוֹת. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, שְׁלֹשָׁה דִינָרִין כֶּסֶף, וּרְבִיעִית מָעוֹת. רַבִּי טַרְפוֹן אוֹמֵר, אַרְבָּעָה אַסְפְּרֵי כֶסֶף. שַׁמַּאי אוֹמֵר, יַנִּיחֶנָּה בַחֲנוּת וְיֹאכַל כְּנֶגְדָּהּ:
9 Wenn Jemand einen <span dir="rtl">סלע</span> von zweitem Zehnt in Jerusalem gegen Kupfermünze verwechseln will, so muss er nach Bet Samai stets den ganzen <span dir="rtl">סלע</span> umsetzen; Bet Hillel aber sagt: Er kann einen Sekel Silber und für einen Sekel Kupfergeld nehmen: Die vor den Weisen entschieden, sagten: Man könne drei Denare in Silber und für einen Denar Kupfergeld nehmen. R. Akiba lehrt: Drei Denare in Silber und vom vierten ein Viertel in Kupfergeld. R. Tarphon meint: Vier Aspern in Silber, Samai entscheidet: Man soll einen <span dir="rtl">סלע</span> in einen Laden nieder legen und bis zu seinem Betrage einzeln Früchte zum Verbrauche nehmen.
י מִי שֶׁהָיוּ מִקְצָת בָּנָיו טְמֵאִין וּמִקְצָתָן טְהוֹרִים, מַנִּיחַ אֶת הַסֶּלַע וְאוֹמֵר, מַה שֶּׁהַטְּהוֹרִים שׁוֹתִים, סֶלַע זוֹ מְחֻלֶּלֶת עָלָיו. נִמְצְאוּ טְהוֹרִים וּטְמֵאִים שׁוֹתִין מִכַּד אֶחָד:
10 Wessen Kinder teils rein, teils unrein sind, der lege einen <span dir="rtl">סלע</span> nieder und spreche: Der Teil, den die reinen trinken werden, sei jetzt an diesem <span dir="rtl">סלע</span> schon ausgelöst. Auf diese Weise können die reinen und die unreinen aus einem Kruge trinken.