Ketubot 13

Kapitel 13

א שְׁנֵי דַיָּנֵי גְזֵרוֹת הָיוּ בִירוּשָׁלַיִם, אַדְמוֹן וְחָנָן בֶּן אֲבִישָׁלוֹם. חָנָן אוֹמֵר שְׁנֵי דְבָרִים, אַדְמוֹן אוֹמֵר שִׁבְעָה. מִי שֶׁהָלַךְ לִמְדִינַת הַיָּם וְאִשְׁתּוֹ תוֹבַעַת מְזוֹנוֹת, חָנָן אוֹמֵר, תִּשָּׁבַע בַּסּוֹף וְלֹא תִשָּׁבַע בַּתְּחִלָּה. נֶחְלְקוּ עָלָיו בְּנֵי כֹהֲנִים גְּדוֹלִים וְאָמְרוּ, תִּשָּׁבַע בַּתְּחִלָּה וּבַסּוֹף. אָמַר רַבִּי דוֹסָא בֶן הַרְכִּינָס כְּדִבְרֵיהֶם. אָמַר רַבָּן יוֹחָנָן בֶּן זַכַּאי, יָפֶה אָמַר חָנָן, לֹא תִשָּׁבַע אֶלָּא בַסּוֹף:
1 Zwei Civil-Richter gab es in Jerusalem: Admon und Chanan, Sohn Abisaloms. Chanan tat zwei, Admon sieben Aussprüche: Wenn jemand nach einem fernen Lande gegangen ist und seine Frau Unterhalt fordert, so sagt Chanan: sie braucht erst am Ende, aber nicht gleich am Anfang zu schwören. Die Söhne der Hohenpriester aber stritten mit ihm und sagten: sie muss sowohl am Anfang als auch am Ende schwören. R. Dosa, Sohn des Archinos, sprach sich ebenso aus. R. Jochanan, Sohn Sakkai’s, aber sagte: Chanan hat richtig entschieden: „sie braucht nur am Ende zu schwören.“
ב מִי שֶׁהָלַךְ לִמְדִינַת הַיָּם וְעָמַד אֶחָד וּפִרְנֵס אֶת אִשְׁתּוֹ, חָנָן אוֹמֵר, אִבֵּד אֶת מְעוֹתָיו. נֶחְלְקוּ עָלָיו בְּנֵי כֹהֲנִים גְּדוֹלִים וְאָמְרוּ, יִשָּׁבַע כַּמָּה הוֹצִיא וְיִטֹּל. אָמַר רַבִּי דוֹסָא בֶן הַרְכִּינָס כְּדִבְרֵיהֶם. אָמַר רַבָּן יוֹחָנָן בֶּן זַכַּאי, יָפֶה אָמַר חָנָן, הִנִּיחַ מְעוֹתָיו עַל קֶרֶן הַצְּבִי:
2 Wenn jemand nach einem fernen Lande gegangen ist und ein Fremder dessen Frau ernährte, so sagt Chanan: dieser hat sein Geld verloren. Die Söhne der Hohenpriester aber stritten mit ihm und sagten: er schwört, wieviel Ausgaben er gehabt hat und erhält sie zurück. R. Dosa, Sohn des Archinos, sprach sich ebenso aus. R. Jochanan, Sohn Sakkai’s, aber sagte: Chanan hat richtig entschieden, er hat sein Geld auf das Geweih eines Hirsches gelegt.
ג אַדְמוֹן אוֹמֵר שִׁבְעָה. מִי שֶׁמֵּת וְהִנִּיחַ בָּנִים וּבָנוֹת, בִּזְמַן שֶׁהַנְּכָסִים מְרֻבִּין, הַבָּנִים יוֹרְשִׁים וְהַבָּנוֹת נִזּוֹנוֹת. וּבִנְכָסִים מֻעָטִים, הַבָּנוֹת יִזּוֹנוּ וְהַבָּנִים יְחַזְּרוּ עַל הַפְּתָחִים. אַדְמוֹן אוֹמֵר, בִּשְׁבִיל שֶׁאֲנִי זָכָר הִפְסָדְתִּי. אָמַר רַבָּן גַּמְלִיאֵל, רוֹאֶה אֲנִי אֶת דִּבְרֵי אַדְמוֹן:
3 Admon tat sieben Aussprüche: Wenn jemand stirbt und Söhne und Töchter hinterlässt, so sollen, wenn das Vermögen gross ist, die Söhne erben und die Töchter unterhalten werden; wenn aber wenig Vermögen vorhanden ist, so sollen die Töchter unterhalten werden und die Söhne mögen von Thür zu Thür [betteln] gehen. Admon sagt: [der Sohn kann erklären:] „Weil ich ein männlicher Spross bin, soll ich Schaden leiden?“ Da sagte Rabban Gamliel: mir leuchten die Worte Admons ein.
ד הַטּוֹעֵן אֶת חֲבֵרוֹ כַדֵּי שֶׁמֶן, וְהוֹדָה בַקַּנְקַנִּים, אַדְמוֹן אוֹמֵר, הוֹאִיל וְהוֹדָה בְמִקְצָת הַטַּעֲנָה, יִשָּׁבֵעַ. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֵין זוֹ הוֹדָאָה מִמִּין הַטַּעֲנָה. אָמַר רַבָּן גַּמְלִיאֵל, רוֹאֶה אֲנִי אֶת דִּבְרֵי אַדְמוֹן:
4 Wenn jemand von seinem Nächsten Krüge Oel fordert und dieser [leere] Krüge eingesteht, so sagt Admon: da er einen Teil der Klage zuge- steht, so muss er schwören. Die Weisen aber sagen: das Eingestandene ist nicht von derselben Art wie das Klageobjekt. Da sagte Rabban Gamliel: mir leuchten die Worte Admons ein.
ה הַפּוֹסֵק מָעוֹת לַחֲתָנוֹ וּפָשַׁט לוֹ אֶת הָרֶגֶל, תֵּשֵׁב עַד שֶׁיַּלְבִּין רֹאשָׁהּ. אַדְמוֹן אוֹמֵר, יְכוֹלָה הִיא שֶׁתֹּאמַר, אִלּוּ אֲנִי פָסַקְתִּי לְעַצְמִי, אֵשֵׁב עַד שֶׁיַּלְבִּין רֹאשִׁי. עַכְשָׁיו שֶׁאַבָּא פָסַק עָלַי, מָה אֲנִי יְכוֹלָה לַעֲשׂוֹת, אוֹ כְנֹס אוֹ פְטֹר. אָמַר רַבָּן גַּמְלִיאֵל, רוֹאֶה אֲנִי אֶת דִּבְרֵי אַדְמוֹן:
5 Wenn jemand seinem Schwiegersohne Geld aussetzt und ihm dann den Fuss entgegenstreckt, so wartet sie, bis ihr Haupt grau wird. Admon aber sagt: sie kann erklären: „Hätte ich mir selbst das Geld ausgesetzt, so müsste ich freilich warten, bis mein Haupt grau wird; nun aber, da mein Vater es für mich ausgesetzt hat, was kann ich thun? Heirate oder entlasse mich.“ Da sagte Rabban Gamliel: die Worte Admons leuchten mir ein.
ו הָעוֹרֵר עַל הַשָּׂדֶה וְהוּא חָתוּם עָלֶיהָ בְעֵד, אַדְמוֹן אוֹמֵר, יָכוֹל הוּא שֶׁיֹּאמַר, הַשֵּׁנִי נֹחַ לִי וְהָרִאשׁוֹן קָשֶׁה הֵימֶנּוּ. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אִבֵּד אֶת זְכוּתוֹ. עֲשָׂאָהּ סִימָן לְאַחֵר, אִבֵּד אֶת זְכוּתוֹ:
6 Wenn jemand ein Feld [einem Andren] streitig macht, während er selbst (in der Kaufurkunde) als Zeuge unterschrieben ist, so sagt Admon: er kann erklären: „Der zweite war mir lieber, der erste aber ist härter als er.“ Die Weisen aber sagen: er hat seine Ansprüche verloren. Wenn er es für einen Andren als [Grenz-] Zeichen angegeben hat, so hat er [auch] seine Ansprüche verloren.
ז מִי שֶׁהָלַךְ לִמְדִינַת הַיָּם וְאָבְדָה דֶרֶךְ שָׂדֵהוּ, אַדְמוֹן אוֹמֵר, יֵלֵךְ בַּקְּצָרָה. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, יִקְנֶה לוֹ דֶרֶךְ בְּמֵאָה מָנֶה, אוֹ יִפְרַח בָּאֲוִיר:
7 Wenn jemand nach einem fernen Lande gegangen ist und der Weg zu seinem Felde verloren geht, so sagt Admon: er kann auf dem kürzesten Wege [dorthin] gehen. Die Weisen aber sagen: er muss sich einen Weg [auch] für hundert Mine kaufen oder er mag durch die Luft fliegen.
ח הַמּוֹצִיא שְׁטַר חוֹב עַל חֲבֵרוֹ, וְהַלָּה הוֹצִיא שֶׁמָּכַר לוֹ אֶת הַשָּׂדֶה, אַדְמוֹן אוֹמֵר, יָכוֹל הוּא שֶׁיֹּאמַר, אִלּוּ הָיִיתִי חַיָּב לְךָ, הָיָה לְךָ לְהִפָּרַע אֶת שֶׁלְּךָ כְּשֶׁמָּכַרְתָּ לִי אֶת הַשָּׂדֶה. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, זֶה הָיָה פִקֵּחַ שֶׁמָּכַר לוֹ אֶת הַקַּרְקַע, מִפְּנֵי שֶׁהוּא יָכוֹל לְמַשְׁכְּנוֹ:
8 Wenn jemand einen Schuldschein auf seinen Nächsten vorlegt und dieser [eine Urkunde] vorzeigt, wonach jener ihm ein Feld verkauft hat, so sagt Admon: er kann erklären: „Wäre ich dir etwas schuldig gewesen, so hättest du dir das Deinige bezahlen lassen, als du mir das Feld verkauftest.“ Die Weisen aber sagen: jener war schlau, denn er verkaufte ihm das Feld nur deshalb, damit er es pfänden kann.
ט שְׁנַיִם שֶׁהוֹצִיאוּ שְׁטָר חוֹב זֶה עַל זֶה, אַדְמוֹן אוֹמֵר, אִלּוּ הָיִיתִי חַיָּב לְךָ, כֵּיצַד אַתָּה לֹוֶה מִמֶּנִּי. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, זֶה גוֹבֶה שְׁטַר חוֹבוֹ וְזֶה גּוֹבֶה שְׁטַר חוֹבוֹ:
9 Wenn zwei Personen Schuldscheine auf einander vorlegen, so sagt Admon: [der eine kann erklären:] „Wenn ich dir etwas schuldig gewesen wäre, wie hättest du dann von mir geliehen?“ Die Weisen aber sagen: der eine lässt sich seinen Schuldschein und der andre den seinigen bezahlen.
י שָׁלֹשׁ אֲרָצוֹת לַנִּשּׂוּאִין, יְהוּדָה, וְעֵבֶר הַיַּרְדֵּן, וְהַגָּלִיל. אֵין מוֹצִיאִין מֵעִיר לְעִיר וּמִכְּרַךְ לִכְרַךְ. אֲבָל בְּאוֹתָהּ הָאָרֶץ, מוֹצִיאִין מֵעִיר לְעִיר וּמִכְּרַךְ לִכְרַךְ, אֲבָל לֹא מֵעִיר לִכְרַךְ וְלֹא מִכְּרַךְ לְעִיר. מוֹצִיאִין מִנָּוֶה הָרָעָה לְנָוֶה הַיָּפָה, אֲבָל לֹא מִנָּוֶה הַיָּפָה לְנָוֶה הָרָעָה. רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, אַף לֹא מִנָּוֶה רָעָה לְנָוֶה יָפָה, מִפְּנֵי שֶׁהַנָּוֶה הַיָּפָה בוֹדֵק:
10 Drei Provinzen werden hinsichtlich des Eherechts unterschieden: Judäa, das Transjordanland und Galiläa. Man zwingt [die Frau] nicht von einer Stadt nach einer andren oder von einer Grossstadt nach einer andren mitzuziehen, innerhalb derselben Provinz aber zwingt man sie von einer Stadt nach einer andren oder von einer Grossstadt nach einer andren mitzuziehen, nicht aber von einer [kleinern] Stadt nach einer Grossstadt oder von einer Grossstadt nach einer [kleinern] Stadt. Man zwingt sie aus einer schlechten Wohnung in eine gute, aber nicht aus einer guten in eine schlechte Wohnung zu ziehen. Rabban Simon, Sohn Gamliels, sagt: auch nicht aus einer schlechten Wohnung in eine gute, weil die gute Wohnung [sie] auf die Probe stellt.
יא הַכֹּל מַעֲלִין לְאֶרֶץ יִשְׂרָאֵל, וְאֵין הַכֹּל מוֹצִיאִין. הַכֹּל מַעֲלִין לִירוּשָׁלַיִם, וְאֵין הַכֹּל מוֹצִיאִין, אֶחָד הָאֲנָשִׁים וְאֶחָד הַנָּשִׁים (וְאֶחָד עֲבָדִים). נָשָׂא אִשָּׁה בְאֶרֶץ יִשְׂרָאֵל וְגֵרְשָׁהּ בְּאֶרֶץ יִשְׂרָאֵל, נוֹתֵן לָהּ מִמְּעוֹת אֶרֶץ יִשְׂרָאֵל. נָשָׂא אִשָּׁה בְאֶרֶץ יִשְׂרָאֵל וְגֵרְשָׁהּ בְּקַפּוֹטְקִיָּא, נוֹתֵן לָהּ מִמְּעוֹת אֶרֶץ יִשְׂרָאֵל. נָשָׂא אִשָּׁה בְקַפּוֹטְקִיָּא וְגֵרְשָׁהּ בְּאֶרֶץ יִשְׂרָאֵל, נוֹתֵן לָהּ מִמְּעוֹת אֶרֶץ יִשְׂרָאֵל. רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, נוֹתֵן לָהּ מִמְּעוֹת קַפּוֹטְקִיָּא. נָשָׂא אִשָּׁה בְקַפּוֹטְקִיָּא וְגֵרְשָׁהּ בְּקַפּוֹטְקִיָּא, נוֹתֵן לָהּ מִמְּעוֹת קַפּוֹטְקִיָּא:
11 Alle kann man zwingen nach Palästina zu ziehen, aber niemand [kann man zwingen von dort] fortzuziehen; alle kann man zwingen nach Jerusalem zu ziehen, aber niemand [kann man zwingen von dort] fortzuziehen, seien es Männer oder Frauen (A. L. oder Sklaven). Wenn jemand eine Frau in Palästina geheiratet hat und sich von ihr in Palästina scheiden lässt, so zahlt er ihr [die Ketuba] in palästinensischem Gelde aus. Wenn jemand eine Frau in Palästina geheiratet hat und sich von ihr in Kappadocien scheiden lässt, so zahlt er ihr [die Ketuba] in palästinensischem Gelde aus. Wenn jemand eine Frau in Kappadocien geheiratet hat und sich von ihr in Palästina scheiden lässt, so zahlt er ihr [die Ketuba] in palästinensischem Gelde aus. Rabban Simon, Sohn Gamliels, aber sagt: er zahlt ihr [die Ketuba] in kappadocischem Gelde aus. Wenn jemand eine Frau in Kappadocien geheiratet hat und sich auch in Kappadocien von ihr scheiden lässt, so zahlt er ihr [die Ketuba] in kappadocischem Gelde aus.