Eruvin 9

Kapitel 9

א כָּל גַּגּוֹת הָעִיר, רְשׁוּת אַחַת, וּבִלְבַד שֶׁלֹּא יְהֵא גַג גָּבוֹהַּ עֲשָׂרָה אוֹ נָמוֹךְ עֲשָׂרָה, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, כָּל אֶחָד וְאֶחָד רְשׁוּת בִּפְנֵי עַצְמוֹ. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אֶחָד גַּגּוֹת וְאֶחָד חֲצֵרוֹת וְאֶחָד קַרְפֵּיפוֹת, רְשׁוּת אֶחָד לַכֵּלִים שֶׁשָּׁבְתוּ לְתוֹכָן, וְלֹא לַכֵּלִים שֶׁשָּׁבְתוּ בְתוֹךְ הַבָּיִת:
1 Alle Dächer einer Ortschaft sind ein Gebiet, nur darf kein Dach um zehn (Handbreiten) höher oder um zehn (Handbreiten) niedriger sein. So die Worte des R. Meïr. Die Weisen aber sagen: Jedes einzelne ist ein Gebiet für sich. R. Simon sagt: Sowohl Dächer als Höfe als auch Holzplätze sind ein Gebiet hinsichtlich der Geräte, welche sich am Schabbat auf ihnen befinden, nicht aber hinsichtlich der Geräte, die am Schabbat im Hause sich befinden.
ב גַּג גָּדוֹל סָמוּךְ לְקָטָן, הַגָּדוֹל מֻתָּר וְהַקָּטָן אָסוּר. חָצֵר גְּדוֹלָה שֶׁנִּפְרְצָה לִקְטַנָּה, גְּדוֹלָה מֻתֶּרֶת, וּקְטַנָּה אֲסוּרָה, מִפְּנֵי שֶׁהִיא כְפִתְחָהּ שֶׁל גְּדוֹלָה. חָצֵר שֶׁנִּפְרְצָה לִרְשׁוּת הָרַבִּים, הַמַּכְנִיס מִתּוֹכָהּ לִרְשׁוּת הַיָּחִיד, אוֹ מֵרְשׁוּת הַיָּחִיד לְתוֹכָהּ, חַיָּב, דִּבְרֵי רַבִּי אֱלִיעֶזֶר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, מִתּוֹכָהּ לִרְשׁוּת הָרַבִּים, אוֹ מֵרְשׁוּת הָרַבִּים לְתוֹכָהּ, פָּטוּר, מִפְּנֵי שֶׁהִיא כְּכַרְמְלִית:
2 Lehnt sich ein grösseres Dach an ein kleines an, so ist das grössere unbeschränkt, das kleine aber beschränkt. Hat ein grösserer Hof einen Durchbruch nach einem kleinen hin, so ist der grössere unbeschränkt, der kleine aber beschränkt, weil er wie ein Eingang des grössern ist. Ist ein Hof nach einem öffentlichen Gebiete hin durchbrochen, so ist derjenige, welcher aus ihm in ein Privatgebiet oder aus einem Privatgebiete in ihn hineinträgt, strafbar. So die Worte des R. Eli‘ezer. Die Weisen aber sagen: Aus ihm in ein öffentliches Gebiet oder aus einem öffentlichen Gebiete in ihn — ist straffrei, weil er wie neutrales Gebiet ist.
ג חָצֵר שֶׁנִּפְרְצָה לִרְשׁוּת הָרַבִּים מִשְּׁתֵּי רוּחוֹתֶיהָ, וְכֵן בַּיִת שֶׁנִּפְרַץ מִשְּׁתֵּי רוּחוֹתָיו, וְכֵן מָבוֹי שֶׁנִּטְּלוּ קוֹרוֹתָיו אוֹ לְחָיָיו, מֻתָּרִין בְּאוֹתוֹ שַׁבָּת וַאֲסוּרִין לֶעָתִיד לָבֹא, דִּבְרֵי רַבִּי יְהוּדָה. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, אִם מֻתָּרִין לְאוֹתוֹ שַׁבָּת, מֻתָּרִין לֶעָתִיד לָבֹא. וְאִם אֲסוּרִין לֶעָתִיד לָבֹא, אֲסוּרִין לְאוֹתוֹ שַׁבָּת:
3 Ein Hof, der an seinen beiden Seiten nach öffentlichem Gebiete hin durchbrochen wurde, desgleichen ein Haus, welches an seinen beiden Seiten durchbrochen wurde, desgleichen eine Strasse, deren Balken oder Pfosten niedergerissen wurden, sind am selben Schabbat erlaubt, für die Zukunft aber verboten. Dies die Worte des R. Juda. R. Jose sagt: Wären sie am selben Schabbat erlaubt, so wären sie (auch) für die Zukunft erlaubt; sind sie aber für die Zukunft verboten, so sind sie (schon) am selben Schabbat verboten.
ד הַבּוֹנֶה עֲלִיָּה עַל גַּבֵּי שְׁנֵי בָתִּים, וְכֵן גְּשָׁרִים הַמְפֻלָּשִׁים, מְטַלְטְלִין תַּחְתֵּיהֶן בְּשַׁבָּת, דִּבְרֵי רַבִּי יְהוּדָה. וַחֲכָמִים אוֹסְרִין. וְעוֹד אָמַר רַבִּי יְהוּדָה, מְעָרְבִין לְמָבוֹי הַמְפֻלָּשׁ. וַחֲכָמִים אוֹסְרִין:
4 Wenn man einen Söller über zwei Häuser hinweg baut und desgleichen Viaducte, so darf man unter ihnen am Schabbat hinundhertragen. So die Worte des R. Juda. Die Weisen aber verbieten es. Ferner sagte R. Juda: Man kann in einer offenen Strasse ‘Erub machen. Die Weisen aber verbieten es.