Challah 4

Kapitel 4

א שְׁתֵּי נָשִׁים שֶׁעָשׂוּ שְׁנֵי קַבִּין, וְנָגְעוּ זֶה בָזֶה, אֲפִלּוּ הֵם מִמִּין אֶחָד, פְּטוּרִים. וּבִזְמַן שֶׁהֵם שֶׁל אִשָּׁה אַחַת, מִין בְּמִינוֹ, חַיָּב. וְשֶׁלֹּא בְמִינוֹ, פָּטוּר:
1 Wenn zwei Frauen zwei Kab Mehl zu Teigen bereiten und diese einander berühren, so sind solche doch selbst, wenn sie von einerlei Art sind, frei; falls beide einer Frau angehören, sind sie, wenn sie aus einer Art bestehen, pflichtig, wenn aus verschiedenen Arten, frei.
ב אֵיזֶה הוּא מִין בְּמִינוֹ, הַחִטִּים אֵינָן מִצְטָרְפוֹת עִם הַכֹּל, אֶלָּא עִם הַכֻּסְּמִין. הַשְּׂעוֹרִים מִצְטָרְפוֹת עִם הַכֹּל, חוּץ מִן הַחִטִּים. רַבִּי יוֹחָנָן בֶּן נוּרִי אוֹמֵר, שְׁאָר הַמִּינִים מִצְטָרְפִין זֶה עִם זֶה:
2 Was heisst einerlei Art? Weizen verbindet sich nur mit Spelt, Gerste mit allem Getreide, ausser Weizen. R. Jochanan Sohn Nuri’s sagt: Die übrigen Arten werden unter einander als gleichartig angesehen.
ג שְׁנֵי קַבִּים, וְקַב אֹרֶז אוֹ קַב תְּרוּמָה בָּאֶמְצַע, אֵינָן מִצְטָרְפִין. דָּבָר שֶׁנִּטְּלָה חַלָּתוֹ בָּאֶמְצַע, מִצְטָרְפִין, שֶׁכְּבָר נִתְחַיֵּב בַּחַלָּה:
3 Wenn zwischen zwei Kab Teig ein Kab Reisteig oder <span dir="rtl">תרומה</span> in der Mitte liegt, werden sie nicht zusammengerechnet. Ist etwas, wovon die <span dir="rtl">חלה</span> bereits genommen ist, in der Mitte, so werden sie zusammengerechnet, weil dasselbe einst zur <span dir="rtl">חלה</span> pflichtig war.
ד קַב חָדָשׁ וְקַב יָשָׁן שֶׁנָּשְׁכוּ זֶה בָזֶה, רַבִּי יִשְׁמָעֵאל אוֹמֵר, יִטֹּל מִן הָאֶמְצַע, וַחֲכָמִים אוֹסְרִים, הַנּוֹטֵל חַלָּה מִן הַקַּב, רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, חַלָּה. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֵינָהּ חַלָּה:
4 Wenn ein Kab Teig aus altem und ein Kab aus neuem Mehl an einander kleben, so sagt R. Ismael: Man nehme die <span dir="rtl">חלה</span> aus der Mitte. Die Weisen erklären dies für unerlaubt. Wenn Jemand aus einem Kab die <span dir="rtl">חלה</span> entrichtet, so erklärt R. Akiba sie für gültig; die Weisen sagen: Sie ist ungültig.
ה שְׁנֵי קַבִּין שֶׁנִּטְּלָה חַלָּתוֹ שֶׁל זֶה בִּפְנֵי עַצְמוֹ וְשֶׁל זֶה בִּפְנֵי עַצְמוֹ, חָזַר וַעֲשָׂאוֹ עִסָּה אַחַת, רַבִּי עֲקִיבָא פוֹטֵר, וַחֲכָמִים מְחַיְּבִין. נִמְצָא חֻמְרוֹ קֻלּוֹ:
5 Wenn von zwei Kab von jedem besonders <span dir="rtl">חלה</span> entrichtet wurde und man sie nachher zu einem Teige verbindet, so spricht R. Akiba sie frei. Die Weisen erklären: Man müsse <span dir="rtl">חלה</span> entrichten, folglich ist die vorher strenge Entscheidung des R. Akiba, hierbei erleichternd.
ו נוֹטֵל אָדָם כְּדֵי חַלָּה מֵעִסָּה שֶׁלֹּא הוּרְמָה חַלָּתָהּ, לַעֲשׂוֹתָה בְּטָהֳרָה, לִהְיוֹת מַפְרִישׁ עָלֶיהָ וְהוֹלֵךְ חַלַּת דְּמַאי עַד שֶׁתִּסָּרֵחַ. שֶׁחַלַּת דְּמַאי נִטֶּלֶת מִן הַטָּהוֹר עַל הַטָּמֵא, וְשֶׁלֹּא מִן הַמֻּקָּף:
6 Man darf, soviel wie zur <span dir="rtl">חלה</span> nötig, von solchem Teig nehmen, von dem noch keine <span dir="rtl">חלה</span> genommen ist, um in Reinheit für <span dir="rtl">חלה</span> von <span dir="rtl">דמאי</span> nach und nach abzusondern, bis er stinkend wird; denn <span dir="rtl">חלה</span> von <span dir="rtl">דמאי</span> darf von Reinem für Unreines, auch aus nicht in derselben Umgebung liegendem, genommen werden.
ז יִשְׂרָאֵל שֶׁהָיוּ אֲרִיסִין לְנָכְרִים בְּסוּרְיָא, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר מְחַיֵּב פֵּרוֹתֵיהֶם בַּמַּעַשְׂרוֹת וּבַשְּׁבִיעִית, וְרַבָּן גַּמְלִיאֵל פּוֹטֵר. רַבָּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, שְׁתֵּי חַלּוֹת בְּסוּרְיָא. וְרַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, חַלָּה אֶחָת. אָחֲזוּ קֻלּוֹ שֶׁל רַבָּן גַּמְלִיאֵל וְקֻלּוֹ שֶׁל רַבִּי אֱלִיעֶזֶר. חָזְרוּ לִנְהוֹג כְּדִבְרֵי רַבָּן גַּמְלִיאֵל בִּשְׁתֵּי דְרָכִים:
7 Wenn Israeliten in Syrien von Heiden gegen Fruchtanteil Felder zu bestellen haben, so verpflichtet R. Elieser ihre Früchte zu den Zehnten und zur Feier des siebenten Jahres. Rabban Gamliel spricht sie frei davon; R. Gamliel sagt auch: Man müsse zwei <span dir="rtl">חלות</span> in Syrien absondern. R. Elieser sagt: Eine <span dir="rtl">חלה</span>. Man hielt sich früher an die gelindere Entscheidung des R. Gamliel einerseits und des R. Elieser andrerseits, nachher verfuhr man aber wieder nach R. Gamliels Lehrsatz in beiden Hinsichten.
ח רַבָּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, שָׁלֹשׁ אֲרָצוֹת לַחַלָּה. מֵאֶרֶץ יִשְׂרָאֵל וְעַד כְּזִיב, חַלָּה אֶחָת. מִכְּזִיב וְעַד הַנָּהָר וְעַד אֲמָנָה, שְׁתֵּי חַלּוֹת, אַחַת לָאוּר וְאַחַת לַכֹּהֵן. שֶׁל אוּר יֶשׁ לָהּ שִׁעוּר, וְשֶׁל כֹּהֵן אֵין לָהּ שִׁעוּר. מִן הַנָּהָר וְעַד אֲמָנָה וְלִפְנִים, שְׁתֵּי חַלּוֹת, אַחַת לָאוּר וְאַחַת לַכֹּהֵן. שֶׁל אוּר אֵין לָהּ שִׁעוּר, וְשֶׁל כֹּהֵן יֶשׁ לָהּ שִׁעוּר. וּטְבוּל יוֹם אוֹכְלָהּ. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, אֵינוֹ צָרִיךְ טְבִילָה. וַאֲסוּרָה לַזָּבִים וְלַזָּבוֹת לַנִּדָּה וְלַיּוֹלְדוֹת, וְנֶאֱכֶלֶת עִם הַזָּר עַל הַשֻּׁלְחָן, וְנִתֶּנֶת לְכָל כֹּהֵן:
8 Rabban Gamliel lehrt: Es giebt drei Länder in Betreff der <span dir="rtl">חלה</span>. Vom eigentlichen Lande Israel bis <span dir="rtl">כזיב</span> ist eine <span dir="rtl">חלה</span>, von <span dir="rtl">כזיב</span> bis an den Fluss und <span dir="rtl">אמנה</span> zwei <span dir="rtl">חלות</span>, eine für’s Feuer, und eine für den Priester. Die zu verbrennende, muss das gesetzliche Maass haben, die für den Priester, bedarf dessen nicht. Von dem Flusse und dem <span dir="rtl">אמנה</span> weiterhin, zwei <span dir="rtl">חלות</span>, eine für das Feuer und eine für den Priester; die zu verbrennende hat kein Maass, die für den Priester muss das Maass haben; jene darf übrigens auch, der vom nächtlichen Zufall, am Tage durch ein Bad gereinigte Priester, essen. R. Jose sagt: Er bedarf des Bades nicht. Sie ist aber den mit Samenfluss behafteten Mänuern und Frauen, den Frauen in der Reinigungszeit und den Kindbetterinnen unerlaubt. Sonst darf man sie an einem Tische, mit einem Nichtpriester sitzend, essen; auch jedem Priester geben.
ט וְאֵלּוּ נִתָּנִין לְכָל כֹּהֵן, הַחֲרָמִים, וְהַבְּכוֹרוֹת, וּפִדְיוֹן הַבֵּן, וּפִדְיוֹן פֶּטֶר חֲמוֹר, וְהַזְּרוֹעַ, וְהַלְּחָיַיִם, וְהַקֵּבָה, וְרֵאשִׁית הַגֵּז, וְשֶׁמֶן שְׂרֵפָה, וְקָדְשֵׁי הַמִּקְדָּשׁ, וְהַבִּכּוּרִים. רַבִּי יְהוּדָה אוֹסֵר בַּבִּכּוּרִים. כַּרְשִׁינֵי תְרוּמָה, רַבִּי עֲקִיבָא מַתִּיר וַחֲכָמִים אוֹסְרִים:
9 Auch folgende Dinge können jedem Priester gegeben werden: Banngut, Erstgeburten, Lösegeld für einen erstgeborenen Sohn, Lösegeld für eine Erstgeburt des Esels; Schulterstück, Kinnlade und Magen; die Erstlinge der Schafschur; Öl, das verbrannt werden muss; Heiliges, was man zum Tempel bringt, und die Erstlinge der Früchte. R. Jehudah schliesst letztere aus. Wicken von <span dir="rtl">תרומה</span> gestattet R. Akiba Jedem zu geben, die Weisen erklären es für unerlaubt.
י נִתַּאי אִישׁ תְּקוֹעַ הֵבִיא חַלּוֹת מִבֵּיתָר, וְלֹא קִבְּלוּ מִמֶּנּוּ. אַנְשֵׁי אֲלֶכְּסַנְדְּרִיָּא הֵבִיאוּ חַלּוֹתֵיהֶן מֵאֲלֶכְּסַנְדְּרִיָּא, וְלֹא קִבְּלוּ מֵהֶם. אַנְשֵׁי הַר צְבוֹעִים הֵבִיאוּ בִכּוּרֵיהֶם קֹדֶם עֲצֶרֶת, וְלֹא קִבְּלוּ מֵהֶם, מִפְּנֵי הַכָּתוּב שֶׁבַּתּוֹרָה (שמות כג), וְחַג הַקָּצִיר בִּכּוּרֵי מַעֲשֶׂיךָ אֲשֶׁר תִּזְרַע בַּשָּׂדֶה:
10 Nitai von Tekoa brachte <span dir="rtl">חלות</span> aus Betar, man nahm sie aber von ihm nicht an. Leute aus Alexandria brachten von da ihre <span dir="rtl">חלות</span>, man nahm sie aber von ihnen nicht an. Leute vom Berge <span dir="rtl">צבועים</span> brachten ihre Erstlinge vor dem Wochenfeste, man nahm sie aber von ihnen nicht an, wegen der Stelle im Gesetzbuche (Exodus 23,16): »Und das Fest der Ernte, der Erstlinge aller Deiner Feldarbeit, von dem, was Du auf dem Felde säest«.
יא בֶּן אַנְטִינוֹס הֶעֱלָה בְכוֹרוֹת מִבָּבֶל, וְלֹא קִבְּלוּ מִמֶּנּוּ. יוֹסֵף הַכֹּהֵן הֵבִיא בִכּוּרֵי יַיִן וְשֶׁמֶן, וְלֹא קִבְּלוּ מִמֶּנּוּ. אַף הוּא הֶעֱלָה אֶת בָּנָיו וּבְנֵי בֵיתוֹ לַעֲשׂוֹת פֶּסַח קָטָן בִּירוּשָׁלַיִם, וְהֶחֱזִירוּהוּ, שֶׁלֹּא יִקָּבַע הַדָּבָר חוֹבָה. אֲרִיסְטוֹן הֵבִיא בִכּוּרָיו מֵאַפַּמְיָא, וְקִבְּלוּ מִמֶּנּוּ, מִפְּנֵי שֶׁאָמְרוּ, הַקּוֹנֶה בְסוּרְיָא, כְּקוֹנֶה בְּפַרְוָר שֶׁבִּירוּשָׁלָיִם:
11 Der Sohn des Antinos brachte Erstgeburten aus Babylonien herauf, man nahm sie aber von ihm nicht an. Joseph der Priester brachte Erstlinge von Wein und Öl; man nahm sie aber von ihm nicht an. Derselbe brachte seine Kinder und Hausleute herauf, um das kleine <span dir="ltr">פסח</span> zu feiern in Jerusalem; man wies sie aber zurück, damit man es nicht hiernach als Pflicht festsetzte. Ariston brachte seine Erstlinge aus Apamia und man nahm sie von ihm an; weil man verordnet hatte, dass wer in Syrien ein Feld erwirbt, dem gleiche, der eines in der Umgegend Jerusalems erwerbe.