Bava Metzia 7

Kapitel 7

א הַשּׂוֹכֵר אֶת הַפּוֹעֲלִים וְאָמַר לָהֶם לְהַשְׁכִּים וּלְהַעֲרִיב, מְקוֹם שֶׁנָּהֲגוּ שֶׁלֹּא לְהַשְׁכִּים וְשֶׁלֹּא לְהַעֲרִיב, אֵינוֹ רַשַּׁאי לְכוֹפָן. מְקוֹם שֶׁנָּהֲגוּ לָזוּן, יָזוּן. לְסַפֵּק בִּמְתִיקָה, יְסַפֵּק. הַכֹּל כְּמִנְהַג הַמְּדִינָה. מַעֲשֶׂה בְּרַבִּי יוֹחָנָן בֶּן מַתְיָא שֶׁאָמַר לִבְנוֹ, צֵא שְׂכֹר לָנוּ פוֹעֲלִים. הָלַךְ וּפָסַק לָהֶם מְזוֹנוֹת. וּכְשֶׁבָּא אֵצֶל אָבִיו, אָמַר לוֹ, בְּנִי, אֲפִלּוּ אִם אַתָּה עוֹשֶׂה לָהֶם כִּסְעֻדַּת שְׁלֹמֹה בִשְׁעָתוֹ, לֹא יָצָאתָ יְדֵי חוֹבָתְךָ עִמָּהֶן, שֶׁהֵן בְּנֵי אַבְרָהָם יִצְחָק וְיַעֲקֹב. אֶלָּא עַד שֶׁלֹּא יַתְחִילוּ בַמְּלָאכָה צֵא וֶאֱמֹר לָהֶם, עַל מְנָת שֶׁאֵין לָכֶם עָלַי אֶלָּא פַת וְקִטְנִית בִּלְבַד. רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, לֹא הָיָה צָרִיךְ לוֹמַר, הַכֹּל כְּמִנְהַג הַמְּדִינָה:
1 Wenn jemand Arbeiter mietet und sagt zu ihnen, dass sie früh anfangen und spät aufhören sollen; so ist er an einem Orte, wo es üblich ist, nicht früh anzufangen und spät aufzuhören, nicht berechtigt, sie (dazu) zu zwingen. Wo es üblich ist, zu verköstigen, muss er (sie) verköstigen; (wo es üblich ist) Süsses zu verabreichen, muss er (es) verabreichen; Alles nach dem Brauche des Landes. Einst geschah es, dass R. Jochanan, Sohn Mathia’s, zu seinem Sohne sprach: „gehe hinaus, miete uns Arbeiter!“ Da ging er und machte mit ihnen Verköstigung aus, und als er zu seinem Vater wiederkam, sprach dieser zu ihm: „mein Sohn, selbst wenn du ihnen (Speisen) bereitest, wie die Mahlzeit des Salomo zu seiner Zeit war, hast du deine Pflicht gegen sie nicht erfüllt, da sie Kinder von Abraham, Isaak und Jakob sind; vielmehr magst du, bevor sie die Arbeit beginnen, hinausgehen und zu ihnen sagen: „(Ich nehme euch nur) unter der Bedingung, dass ihr von mir nur Brot und Hülsenfrüchte zu fordern habt.“ R. Simon, Sohn Gamliel’s, sagt: Er hätte dies nicht zu sagen bedurft, denn: „Alles nach dem Brauche des Landes.“
ב וְאֵלּוּ אוֹכְלִין מִן הַתּוֹרָה. הָעוֹשֶׂה בִמְחֻבָּר לַקַּרְקַע, בִּשְׁעַת גְּמַר מְלָאכָה, וּבְתָלוּשׁ מִן הַקַּרְקַע, עַד שֶׁלֹּא נִגְמְרָה מְלַאכְתּוֹ, בְּדָבָר שֶׁגִּדּוּלוֹ מִן הָאָרֶץ. וְאֵלּוּ שֶׁאֵין אוֹכְלִין. הָעוֹשֶׂה בִמְחֻבָּר לַקַּרְקַע בְּשָׁעָה שֶׁאֵין גְּמַר מְלָאכָה, וּבְתָלוּשׁ מִן הַקַּרְקַע מֵאַחַר שֶׁנִּגְמְרָה מְלַאכְתּוֹ, וּבְדָבָר שֶׁאֵין גִּדּוּלוֹ מִן הָאָרֶץ:
2 Folgende dürfen nach dem (Gesetze) der Thora essen: Wer an dem am Boden Haftenden arbeitet, während die Schlussarbeit verrichtet wird, oder (wer) an dem vom Boden Abgepflückten arbeitet, bevor dessen Bereitung vollendet ist; (aber nur) bei einem Dinge, das aus der Erde wächst. Folgende aber dürfen nicht essen: Wer an dem am Boden Haftenden arbeitet, während nicht die Schlussarbeit stattfindet, oder an dem vom Boden Abgepflückten, nachdem dessen Zubereitung vollendet ist, oder an einem Dinge, das nicht aus der Erde wächst.
ג הָיָה עוֹשֶׂה בְיָדָיו אֲבָל לֹא בְרַגְלָיו, בְּרַגְלָיו אֲבָל לֹא בְיָדָיו, אֲפִלּוּ בִכְתֵפוֹ, הֲרֵי זֶה אוֹכֵל. רַבִּי יוֹסֵי בְּרַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, עַד שֶׁיַּעֲשֶׂה בְיָדָיו וּבְרַגְלָיו:
3 Mag er mit seinen Händen und nicht mit seinen Füssen, mit seinen Füssen und nicht mit seinen Händen, oder auch nur mit seiner Schulter arbeiten; so darf er essen. R. Jose, Sohn Jehuda’s, sagt: Nur wenn er mit seinen Händen und seinen Füssen arbeitet..
ד הָיָה עוֹשֶׂה בִתְאֵנִים, לֹא יֹאכַל בַּעֲנָבִים, בַּעֲנָבִים, לֹא יֹאכַל בִּתְאֵנִים. אֲבָל מוֹנֵעַ אֶת עַצְמוֹ עַד שֶׁמַּגִּיעַ לִמְקוֹם הַיָּפוֹת וְאוֹכֵל. וְכֻלָּן לֹא אָמְרוּ אֶלָּא בִשְׁעַת מְלָאכָה, אֲבָל מִשּׁוּם הָשֵׁב אֲבֵדָה לַבְּעָלִים אָמְרוּ, פּוֹעֲלִים אוֹכְלִין בַּהֲלִיכָתָן מֵאֻמָּן לְאֻמָּן, וּבַחֲזִירָתָן מִן הַגַּת, וּבַחֲמוֹר כְּשֶׁהִיא פוֹרָקֶת:
4 Arbeitet er bei Feigen, so darf er nicht von den Weintrauben essen, (arbeitet er) bei Weintrauben, so darf er nicht von den Feigen essen; doch darf er sich zurückhalten, bis er an den Ort der schönen (Früchte) gelangt, um dort zu essen. Bei Allen hat man es übrigens nur zur Zeit der Arbeit gestattet; jedoch hat man, um (gleichsam) Verlorenes dem Eigentümer zurückzugeben, verordnet, dass Arbeiter essen dürfen, während sie von einer Reihe zur andern gehen und wenn sie von der Kelter zurückkehren; und den Esel (darf man von seiner Last essen lassen) während er abgeladen wird.
ה אוֹכֵל פּוֹעֵל קִשּׁוּת אֲפִלּוּ בְדִינָר, וְכוֹתֶבֶת אֲפִלּוּ בְדִינָר. רַבִּי אֶלְעָזָר חִסְמָא אוֹמֵר, לֹא יֹאכַל פּוֹעֵל יָתֵר עַל שְׂכָרוֹ. וַחֲכָמִים מַתִּירִין, אֲבָל מְלַמְּדִין אֶת הָאָדָם שֶׁלֹּא יְהֵא רַעַבְתָן וִיהֵא סוֹתֵם אֶת הַפֶּתַח בְּפָנָיו:
5 Ein Arbeiter, darf Gurken essen, selbst im Werte eines Denar, ebenso Datteln, selbst im Werte eines Denar. R. Eleasar, (Sohn des) Chasma, sagt: Ein Arbeiter darf nicht mehr essen, als sein Lohn beträgt. Die Weisen aber erlauben es; doch (meinen sie) belehrt man den Menschen, er möchte kein Fresser sein, denn er würde jede Türe vor sich verschliessen.
ו קוֹצֵץ אָדָם עַל יְדֵי עַצְמוֹ, עַל יְדֵי בְנוֹ וּבִתּוֹ הַגְּדוֹלִים, עַל יְדֵי עַבְדּוֹ וְשִׁפְחָתוֹ הַגְּדוֹלִים, עַל יְדֵי אִשְׁתּוֹ, מִפְּנֵי שֶׁיֵּשׁ בָּהֶן דָּעַת. אֲבָל אֵינוֹ קוֹצֵץ עַל יְדֵי בְנוֹ וּבִתּוֹ הַקְּטַנִּים, וְלֹא עַל יְדֵי עַבְדּוֹ וְשִׁפְחָתוֹ הַקְּטַנִּים, וְלֹא עַל יְדֵי בְהֶמְתּוֹ, מִפְּנֵי שֶׁאֵין בָּהֶן דָּעַת:
6 Man kann (Geld) bedingen für sich selbst, für seinen Sohn und seine Tochter, die grossjährig sind, für seinen Sklaven und seine Sklavin, die grossjährig sind, und für seine Frau, weil diese Verstand haben; man kann aber nicht bedingen für seinen Sohn und seine Tochter, die minderjährig sind, für seinen Sklaven und seine Sklavin, die minderjährig sind, und für sein Vieh, weil diese keinen Verstand haben.
ז הַשּׂוֹכֵר אֶת הַפּוֹעֲלִים לַעֲשׂוֹת בְּנֶטַע רְבָעִי שֶׁלּוֹ, הֲרֵי אֵלּוּ לֹא יֹאכְלוּ. אִם לֹא הוֹדִיעָן, פּוֹדֶה וּמַאֲכִילָן. נִתְפָּרְסוּ עִגּוּלָיו, נִתְפַּתְּחוּ חָבִיּוֹתָיו, הֲרֵי אֵלּוּ לֹא יֹאכְלוּ. אִם לֹא הוֹדִיעָן, מְעַשֵּׂר וּמַאֲכִילָן:
7 Mietet jemand Arbeiter, dass sie in seiner vierjährigen Pflanzung arbeiten, so dürfen sie (davon) nicht essen. Hat er es ihnen aber nicht kundgetan; so muss er auslösen und sie essen lassen. Sind seine Feigenkuchen zerfallen oder seine Fässer aufgegangen, so dürfen sie (davon) nicht essen. Hat er es ihnen aber nicht kundgetan, so muss er verzehnten und sie essen lassen.
ח שׁוֹמְרֵי פֵרוֹת אוֹכְלִין מֵהִלְכוֹת מְדִינָה, אֲבָל לֹא מִן הַתּוֹרָה. אַרְבָּעָה שׁוֹמְרִין הֵן. שׁוֹמֵר חִנָּם, וְהַשּׁוֹאֵל, נוֹשֵׂא שָׂכָר, וְהַשּׂוֹכֵר. שׁוֹמֵר חִנָּם נִשְׁבָּע עַל הַכֹּל, וְהַשּׁוֹאֵל מְשַׁלֵּם אֶת הַכֹּל, וְנוֹשֵׂא שָׂכָר וְהַשּׂוֹכֵר נִשְׁבָּעִים עַל הַשְּׁבוּרָה וְעַל הַשְּׁבוּיָה וְעַל הַמֵּתָה, וּמְשַׁלְּמִין אֶת הָאֲבֵדָה וְאֶת הַגְּנֵבָה:
8 Fruchthüter dürfen nach dem Landesbrauche essen, aber nicht nach (dem Gesetze) der Thora. Es gibt viererlei Hüter: ein unentgeltlicher Hüter, ein Entleiher, ein Lohnhüter und ein Mieter. Ein unentgeltlicher Hüter hat bei allen Fällen (nur) zu schwören; der Entleiher muss bei allen Fällen bezahlen; der Lohnhüter und der Mieter schwören, wenn das Vieh gebrochen oder gefangen worden oder gestorben ist, und bezahlen bei Verlust und Diebstahl.
ט זְאֵב אֶחָד, אֵינוֹ אֹנֶס, שְׁנֵי זְאֵבִים, אֹנֶס. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, בִּשְׁעַת מִשְׁלַחַת זְאֵבִים, אַף זְאֵב אֶחָד אֹנֶס. שְׁנֵי כְלָבִים, אֵינוֹ אֹנֶס. יַדּוּעַ הַבַּבְלִי אוֹמֵר מִשּׁוּם רַבִּי מֵאִיר, מֵרוּחַ אַחַת, אֵינוֹ אֹנֶס, מִשְּׁתֵּי רוּחוֹת, אֹנֶס. הַלִּסְטִים, הֲרֵי זֶה אֹנֶס. הָאֲרִי וְהַדֹּב וְהַנָּמֵר וְהַבַּרְדְּלָס וְהַנָּחָשׁ, הֲרֵי זֶה אֹנֶס. אֵימָתַי, בִּזְמַן שֶׁבָּאוּ מֵאֲלֵיהֶן, אֲבָל אִם הוֹלִיכָן לִמְקוֹם גְּדוּדֵי חַיָּה וְלִסְטִים, אֵינוֹ אֹנֶס:
9 Wenn Ein Wolf (einbricht), so ist es kein Zwangs-Unfall., (wenn) zwei Wölfe (einbrechen), so ist es ein Zwangs-Unfall. R. Jehuda sagt: Zur Zeit der Schickung der Wölfe ist es auch bei einem Wolfe ein Zwangs-Unfall. (Wenn) zwei Hunde (angreifen), so ist es kein Zwangs-Unfall. Jaddua, der Babylonier, sagt im Namen R. Meïr’s: (Kommen sie) von Einer Seite, so ist es kein Zwangs-Unfall; (wenn) von zwei Seiten, so ist es ein Zwangs-Unfall. (Wenn) ein Räuber (angreift), so ist es ein Zwangs-Unfall. (Wenn) ein Löwe, ein Bär, ein Leopard, ein Panther oder eine Schlange (schädigen), so ist es ein Zwangs-Unfall. Wann (gilt dies)? Wenn sie von selbst gekommen sind; hat man aber das Vieh an einen Ort geführt, wo Schaaren von Gewild oder Räuber sind, so ist es kein Zwangs-Unfall.
י מֵתָה כְדַרְכָּהּ, הֲרֵי זֶה אֹנֶס. סִגְּפָהּ וָמֵתָה, אֵינוֹ אֹנֶס. עָלְתָה לְרָאשֵׁי צוּקִין וְנָפְלָה וָמֵתָה, הֲרֵי זֶה אֹנֶס. הֶעֱלָהּ לְרָאשֵׁי צוּקִין וְנָפְלָה וָמֵתָה, אֵינוֹ אֹנֶס. מַתְנֶה שׁוֹמֵר חִנָּם לִהְיוֹת פָּטוּר מִשְּׁבוּעָה, וְהַשּׁוֹאֵל לִהְיוֹת פָּטוּר מִלְּשַׁלֵּם, נוֹשֵׂא שָׂכָר וְהַשּׂוֹכֵר לִהְיוֹת פְּטוּרִין מִשְּׁבוּעָה וּמִלְּשַׁלֵּם:
10 Ist das Vieh auf gewöhnliche Weise gestorben, so ist dies ein Zwangs-Unfall; hat er es aber gequält und es ist gestorben, so ist es kein Zwangs-Unfall. Ist es auf steile Bergspitzen gestiegen und herabgefallen, so ist dies ein Zwangs-Unfall; hat er es aber auf steile Bergspitzen geführt, und es ist herabgefallen und gestorben, so ist es kein Zwangs-Unfall. Ein unentgeltlicher Hüter kann ausbedingen, vom Schwure frei zu sein; ebenso der Entleiher, vom Bezahlen frei zu sein, und der Lohnhüter und der Mieter, vom Schwure und vom Bezahlen frei zu sein.
יא כָּל הַמַּתְנֶה עַל מַה שֶּׁכָּתוּב בַּתּוֹרָה, תְּנָאוֹ בָטֵל. וְכָל תְּנַאי שֶׁיֵּשׁ מַעֲשֶׂה בִתְחִלָּתוֹ, תְּנָאוֹ בָטֵל. וְכָל שֶׁאֶפְשָׁר לוֹ לְקַיְּמוֹ בְסוֹפוֹ, וְהִתְנָה עָלָיו מִתְּחִלָּתוֹ, תְּנָאוֹ קַיָּם:
11 Wer (etwas) ausbedingt, das dem in der Thora Vorgeschriebenen zuwiderläuft, dessen Bedingung ist ungültig. Jede Bedingung, der eine Handlung vorangeht, ist ungültig. Ist es Einem möglich, irgend etwas am Ende zu erfüllen und man hat ihm dies Anfangs als Bedingung gestellt, dann ist die Bedingung gültig.