Bava Batra 6

Kapitel 6

א הַמּוֹכֵר פֵּרוֹת לַחֲבֵרוֹ וְלֹא צִמְּחוּ, וַאֲפִלּוּ זֶרַע פִּשְׁתָּן, אֵינוֹ חַיָּב בְּאַחֲרָיוּתָן. רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, זֵרְעוֹנֵי גִנָּה שֶׁאֵינָן נֶאֱכָלִין, חַיָּב בְּאַחֲרָיוּתָן:
1 Wenn jemand seinem Nächsten Früchte verkauft und diese nicht wachsen, so braucht er, selbst wenn es Leinsamen ist, nicht dafür zu haften. R. Simon, Sohn Gamliels, sagt: Für Gartengesäme, die nicht gegessen werden, muss man haften.
ב הַמּוֹכֵר פֵּרוֹת לַחֲבֵרוֹ, הֲרֵי זֶה מְקַבֵּל עָלָיו רֹבַע טִנֹּפֶת לִסְאָה. תְּאֵנִים, מְקַבֵּל עָלָיו עֶשֶׂר מְתֻלָּעוֹת לְמֵאָה. מַרְתֵּף שֶׁל יַיִן, מְקַבֵּל עָלָיו עֶשֶׂר קוֹסְסוֹת לְמֵאָה. קַנְקַנִּים בַּשָּׁרוֹן, מְקַבֵּל עָלָיו עֶשֶׂר פִּיטַסְיָאוֹת לְמֵאָה:
2 Wenn jemand seinem Nächsten Früchte verkauft, so muss dieser auf jedem Sea ein viertel Kab Unrat übernehmen; bei Feigen muss er zehn wurmstichige auf hundert übernehmen. (Kauft man) einen Keller mit Wein, so muss man zehn säuerliche Fässer auf hundert übernehmen. Bei Krügen in Saron, muss man zehn schlechte Krüge auf hundert übernehmen.
ג הַמּוֹכֵר יַיִן לַחֲבֵרוֹ וְהֶחְמִיץ, אֵינוֹ חַיָּב בְּאַחֲרָיוּתוֹ. וְאִם יָדוּעַ שֶׁיֵּינוֹ מַחְמִיץ, הֲרֵי זֶה מִקַּח טָעוּת. וְאִם אָמַר לוֹ יַיִן מְבֻשָּׂם אֲנִי מוֹכֵר לְךָ, חַיָּב לְהַעֲמִיד לוֹ עַד הָעֲצֶרֶת. וְיָשָׁן, מִשֶּׁל אֶשְׁתָּקַד. וּמְיֻשָּׁן, מִשֶּׁל שָׁלֹשׁ שָׁנִים:
3 Wenn jemand seinem Nächsten Wein verkauft und dieser sauer geworden ist, so braucht er nicht dafür zu haften. Wenn es aber bekannt ist, dass sein Wein sauer wird, so ist es ein irrtümlicher Kauf. Wenn er zu ihm sagt: „ich verkaufe dir gewürzten Wein.“ so ist er verpflichtet, ihm denselben bis zum Wochenfeste (gut) zu erhalten. „Alter (Wein,“ heisst) vom vorigen Jahre, „gealterter,“ vom vorletzten Jahre.
ד הַמּוֹכֵר מָקוֹם לַחֲבֵרוֹ לִבְנוֹת לוֹ בַיִת, וְכֵן הַמְקַבֵּל מֵחֲבֵרוֹ לִבְנוֹת לוֹ בֵית חַתְנוּת לִבְנוֹ וּבֵית אַלְמְנוּת לְבִתּוֹ, בּוֹנֶה אַרְבַּע אַמּוֹת עַל שֵׁשׁ, דִּבְרֵי רַבִּי עֲקִיבָא. רַבִּי יִשְׁמָעֵאל אוֹמֵר, רֶפֶת בָּקָר הוּא זֶה. הָרוֹצֶה לַעֲשׂוֹת רֶפֶת בָּקָר, בּוֹנֶה אַרְבַּע אַמּוֹת עַל שֵׁשׁ. בַּיִת קָטָן, שֵׁשׁ עַל שְׁמֹנֶה. גָדוֹל, שְׁמֹנֶה עַל עֶשֶׂר. טְרַקְלִין, עֶשֶׂר עַל עֶשֶׂר. רוּמוֹ כַּחֲצִי אָרְכּוֹ וְכַחֲצִי רָחְבּוֹ. רְאָיָה לַדָּבָר, הֵיכָל. רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, הַכֹּל כְּבִנְיַן הֵיכָל:
4 Verkauft jemand seinem Nächsten einen Platz, damit er sich daselbst ein Haus baue, oder übernimmt jemand von seinem Nächsten, ihm ein Hochzeits-Haus für seinen Sohn oder ein Witwenhaus für seine Tochter zu bauen, so baut er vier Ellen (breit) und sechs (Ellen lang); dies die Worte R. Akiba’s. R. Ismaël sagt: Dies ist ein Rinderstall: Wer einen Rinderstall machen will, baut denselben vier Ellen (breit) und sechs (lang); zu einem kleinen Hause gehören sechs Ellen (Breite) acht (Länge); zu einem grossen Hause acht (Breite) und zehn (Länge); zu einem Saale zehn (Länge) und zehn (Breite). Die Höhe sei gleich der Hälfte der Länge und der Hälfte der Breite; als Beleg dazu (dient) der Tempel. R. Simon, Sohn Gamliels, sagt: Bei Allen nach Verhältnis des Tempelgebäudes.
ה מִי שֶׁיֶּשׁ לוֹ בוֹר לִפְנִים מִבֵּיתוֹ שֶׁל חֲבֵרוֹ, נִכְנָס בְּשָׁעָה שֶׁדֶּרֶךְ בְּנֵי אָדָם נִכְנָסִין וְיוֹצֵא בְּשָׁעָה שֶׁדֶּרֶךְ בְּנֵי אָדָם יוֹצְאִין, וְאֵינוֹ מַכְנִיס בְּהֶמְתּוֹ וּמַשְׁקָהּ מִבּוֹרוֹ, אֶלָּא מְמַלֵּא וּמַשְׁקָהּ מִבַּחוּץ, וְזֶה עוֹשֶׂה לוֹ פוֹתַחַת וְזֶה עוֹשֶׂה לוֹ פוֹתָחַת:
5 Wenn jemand hinter dem Hause seines Nächsten eine Zisterne hat, so darf er nur zu der Zeit ein- und ausgehen, wenn (andere) Menschen ein- und auszugehen pflegen. Auch darf er nicht sein Vieh hineinführen, um es aus seiner Zisterne zu tränken, sondern er darf nur schöpfen und es draussen tränken. Dieser mache sich ein Schloss, und jener mache sich ein Schloss.
ו מִי שֶׁיֶּשׁ לוֹ גִנָּה לִפְנִים מִגִּנָּתוֹ שֶׁל חֲבֵרוֹ, נִכְנָס בְּשָׁעָה שֶׁדֶּרֶךְ בְּנֵי אָדָם נִכְנָסִים וְיוֹצֵא בְּשָׁעָה שֶׁדֶּרֶךְ בְּנֵי אָדָם יוֹצְאִין, וְאֵינוֹ מַכְנִיס לְתוֹכָהּ תַּגָּרִין, וְלֹא יִכָּנֵס מִתּוֹכָהּ לְתוֹךְ שָׂדֶה אַחֶרֶת, וְהַחִיצוֹן זוֹרֵעַ אֶת הַדָּרֶךְ. נָתְנוּ לוֹ דֶרֶךְ מִן הַצַּד מִדַּעַת שְׁנֵיהֶם, נִכְנָס בְּשָׁעָה שֶׁהוּא רוֹצֶה וְיוֹצֵא בְּשָׁעָה שֶׁהוּא רוֹצֶה, וּמַכְנִיס לְתוֹכָהּ תַּגָּרִין, וְלֹא יִכָּנֵס מִתּוֹכָהּ לְתוֹךְ שָׂדֶה אַחֶרֶת, וְזֶה וָזֶה אֵינָם רַשָּׁאִים לְזָרְעָהּ:
6 Wenn jemand einen Garten hinter dem Garten seines Nächsten hat, so darf er nur zu der Zeit ein- und ausgehen, wenn (andere) Menschen ein- und auszugehen pflegen. Er darf keine Handelsleute hineinführen. Er darf auch nicht hineingehen, (um) von da aus in ein anderes Feld (zu kommen). Der Äussere darf den Durchgang besäen. Hat man ihm aber mit beider Einwilligung einen Weg an der Seite angewiesen, so darf er ein- und ausgehen, wann er will, und darf auch Handelsleute hineinführen; er darf aber nicht hineingehen, (um) von da aus in ein anderes Feld (zu kommen); und beide dürfen den Durchgang nicht besäen.
ז מִי שֶׁהָיְתָה דֶרֶךְ הָרַבִּים עוֹבֶרֶת בְּתוֹךְ שָׂדֵהוּ, נְטָלָהּ וְנָתַן לָהֶם מִן הַצַּד, מַה שֶּׁנָּתַן נָתַן, וְשֶׁלּוֹ לֹא הִגִּיעוֹ. דֶּרֶךְ הַיָּחִיד, אַרְבַּע אַמּוֹת. דֶּרֶךְ הָרַבִּים, שֵׁשׁ עֶשְׂרֵה אַמָּה. דֶּרֶךְ הַמֶּלֶךְ, אֵין לָהּ שִׁעוּר. דֶּרֶךְ הַקֶּבֶר, אֵין לָהּ שִׁעוּר. הַמַּעֲמָד, דַּיָּנֵי צִפּוֹרִי אָמְרוּ, בֵּית אַרְבַּעַת קַבִּין:
7 Wenn ein öffentlicher Weg durch jemands Feld geht, und dieser hat ihn von hier weg- und an die Seite verlegt; so bleibt was er gegeben hat, gegeben, doch was er für sich nahm, nicht ihm überlassen. Ein Privatweg ist vier Ellen breit, ein öffentlicher Weg sechzehn Ellen, der Weg des Königs hat kein Maass. Der Weg zum Begräbnis hat kein Maass. Der Standplatz ist, wie die Richter von Zippori sagen, ein Raum von vier Kab-Aussaat.
ח הַמּוֹכֵר מָקוֹם לַחֲבֵרוֹ לַעֲשׂוֹת לוֹ קֶבֶר, וְכֵן הַמְקַבֵּל מֵחֲבֵרוֹ לַעֲשׂוֹת לוֹ קֶבֶר, עוֹשֶׂה תוֹכָהּ שֶׁל מְעָרָה אַרְבַּע אַמּוֹת עַל שֵׁשׁ, וּפוֹתֵחַ לְתוֹכָהּ שְׁמֹנָה כוּכִין, שְׁלֹשָׁה מִכָּאן וּשְׁלֹשָׁה מִכָּאן וּשְׁנַיִם מִכְּנֶגְדָּן, וְכוּכִין אָרְכָּן אַרְבַּע אַמּוֹת וְרוּמָן שִׁבְעָה וְרָחְבָּן שִׁשָּׁה. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, עוֹשֶׂה תוֹכָהּ שֶׁל מְעָרָה שֵׁשׁ אַמּוֹת עַל שְׁמֹנֶה, וּפוֹתֵחַ לְתוֹכָהּ שְׁלֹשָׁה עָשָׂר כּוּךְ, אַרְבָּעָה מִכָּאן וְאַרְבָּעָה מִכָּאן וּשְׁלֹשָׁה מִכְּנֶגְדָּן וְאֶחָד מִימִין הַפֶּתַח וְאֶחָד מִן הַשְּׂמֹאל. וְעוֹשֶׂה חָצֵר עַל פִּי הַמְּעָרָה שֵׁשׁ עַל שֵׁשׁ, כִּמְלֹא הַמִּטָּה וְקוֹבְרֶיהָ, וּפוֹתֵחַ לְתוֹכָהּ שְׁתֵּי מְעָרוֹת, אַחַת מִכָּאן וְאַחַת מִכָּאן. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אַרְבַּע, לְאַרְבַּע רוּחוֹתֶיהָ. רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, הַכֹּל לְפִי הַסָּלַע:
8 Verkauft jemand seinem Nächsten einen Platz, damit er sich da eine Grabstätte anlege, oder übernimmt jemand von seinem Nächsten, ihm eine Grabstätte anzulegen; so mache er das Innere der Grabhöhle vier Ellen (breit) und sechs (lang) und höhle inwendig acht Nischen aus, nämlich drei von der einen und drei von der andern Seite und zwei gegenüber. Die Nischen seien vier Ellen lang, sieben Handbreit hoch und sechs breit. R. Simon sagt: Er mache das Innere der Höhle sechs Ellen (breit) und acht (lang) und höhle inwendig dreizehn Nischen aus, nämlich vier von der einen und vier von der anderen Seite, drei gegenüber, und eine vom Eingang rechts und eine vom Eingang links. Man mache einen Vorhof am Eingang der Höhle, der sechs Ellen im Quadrat hat, so viel als die Totenbahre und deren Träger (an Raum) einnehmen. Man öffne dazu zwei Höhlen, eine von der einen und eine von der anderen, (gegenüberliegenden) Seite. R. Simon sagt: Viel, nach seinen vier Seiten. R. Simon, Sohn Gamliels, sagt: Alles nach der Beschaffenheit des Felsens.