Nachschlagewerk zu Bava Batra 10:8
הַמַּלְוֶה אֶת חֲבֵרוֹ בִּשְׁטָר, גּוֹבֶה מִנְּכָסִים מְשֻׁעְבָּדִים. עַל יְדֵי עֵדִים, גוֹבֶה מִנְּכָסִים בְּנֵי חוֹרִין. הוֹצִיא עָלָיו כְּתַב יָדוֹ שֶׁהוּא חַיָּב לוֹ, גּוֹבֶה מִנְּכָסִים בְּנֵי חוֹרִין. עָרֵב הַיּוֹצֵא לְאַחַר חִתּוּם שְׁטָרוֹת, גּוֹבֶה מִנְּכָסִים בְּנֵי חוֹרִין. מַעֲשֶׂה בָא לִפְנֵי רַבִּי יִשְׁמָעֵאל וְאָמַר, גּוֹבֶה מִנְּכָסִים בְּנֵי חוֹרִין. אָמַר לוֹ בֶּן נַנָּס, אֵינוֹ גוֹבֶה לֹא מִנְּכָסִים מְשֻׁעְבָּדִים וְלֹא מִנְּכָסִים בְּנֵי חוֹרִין. אָמַר לוֹ, לָמָּה. אָמַר לוֹ, הֲרֵי הַחוֹנֵק אֶת אֶחָד בַּשּׁוּק וּמְצָאוֹ חֲבֵרוֹ וְאָמַר לוֹ הַנַּח לוֹ, פָּטוּר, שֶׁלֹּא עַל אֱמוּנָתוֹ הִלְוָהוּ. אֶלָּא אֵיזֶהוּ עָרֵב שֶׁהוּא חַיָּב, הַלְוֵהוּ וַאֲנִי נוֹתֵן לְךָ, חַיָּב, שֶׁכֵּן עַל אֱמוּנָתוֹ הִלְוָהוּ. אָמַר רַבִּי יִשְׁמָעֵאל, הָרוֹצֶה שֶׁיַּחְכִּים, יַעֲסוֹק בְּדִינֵי מָמוֹנוֹת, שֶׁאֵין לְךָ מִקְצוֹעַ בַּתּוֹרָה גָּדוֹל מֵהֶן, שֶׁהֵן כְּמַעְיָן הַנּוֹבֵעַ. וְהָרוֹצֶה שֶׁיַּעֲסוֹק בְּדִינֵי מָמוֹנוֹת, יְשַׁמֵּשׁ אֶת שִׁמְעוֹן בֶּן נַנָּס:
Wenn man seinem Nachbarn eine Rechnung leiht, kassiert er (der Gläubiger) von gebundenem Eigentum. [Auch wenn darin keine Eigentumsverpflichtung enthalten ist, sammelt er von gebundenem Eigentum; denn wir entscheiden, dass (Unterlassung von) Verpflichtung ein Fehler des Schreibers ist, und es ist, als ob es eingeschlossen wäre.] (Wenn man seinen Nachbarn leiht) durch Zeugen, sammelt er von freiem Eigentum. Wenn er [ohne andere Zeugen] eine Schuldverschreibung ausstellt, kassiert er aus freiem Eigentum [und nicht aus gebundenem Eigentum. Denn da Zeugen fehlen, gibt es keinen "Bericht" (über die Schulden), und (potenzielle) Käufer (über die Immobilie) haben keine Kenntnis davon, um sich (vor dem Kauf der Immobilie) zu schützen. Wenn ein Bürge nach der Unterzeichnung des Gesetzentwurfs hervorkommt [dh wenn die Zeugen den Gesetzentwurf unterzeichnet haben, schreibt er: "Ich, so und so, Sohn von so und so, bin ein Bürge"], er (der Gläubiger) sammelt vom [Bürgen] aus dem freien Eigentum [allein. Denn da die Zeugen nicht in der Garantie unterschrieben sind, handelt es sich um eine mündliche Ausleihe. Einmal kam ein solcher Fall vor R. Yishmael und er sagte: Er sammelt vom freien Eigentum. Ben Naness sagte zu ihm: Er sammelt weder vom gebundenen Eigentum noch vom freien Eigentum. R. Yishmael: Warum? Ben Naness: Wenn ein Mann einen anderen auf dem Markt erstickt und jemand mitkommt und sagt: "Lass ihn gehen" (und ich werde dich bezahlen), ist er befreit (von der Zahlung)—denn er (der Gläubiger in unserem Fall) hat ihm sein Vertrauen (in den Bürgen) nicht verliehen. Aber wer ist ein Bürge, der haftet? Wenn man sagt: "Leih ihn, und ich werde dich bezahlen", haftet er. R. Yishmael sagte: Wenn man weise werden würde, sollte man sich mit dem Währungsrecht beschäftigen, denn es gibt keine Abteilung der Tora, die darüber hinausgeht. Es ist wie eine sprudelnde Quelle. Und einer, der sich mit dem Geldrecht beschäftigen würde, sollte ihn Shimon ben Naness besuchen lassen [("sagte Ben Naness zu ihm usw.") :) Ben Naness ist der Ansicht, dass jeder Bürge (der sich meldet), nachdem das Geld gegeben wurde, es ist kein Bürge, denn er (der Gläubiger) hat ihn nicht aufgrund seines Vertrauens in den Bürgen verliehen. Und obwohl R. Yishmael Ben Naness lobte, stimmt die Halacha mit R. Yishmael überein. Und ein Bürge, nachdem das Geld gegeben wurde, benötigt einen Kinyan (eine Handlung, die den Erwerb bewirkt), der fehlt und den er nicht selbst festlegt. Und bevor er das Geld gibt, braucht er keinen Kinyan.]