Mischna
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Halakhah zu Bava Metzia 2:7

אָמַר אֶת הָאֲבֵדָה וְלֹא אָמַר סִימָנֶיהָ, לֹא יִתֶּן לוֹ. וְהָ רַמַּאי, אַף עַל פִּי שֶׁאָמַר סִימָנֶיהָ, לֹא יִתֶּן לוֹ, שֶׁנֶּאֱמַר (דברים כב) עַד דְּרשׁ אָחִיךָ אֹתוֹ, עַד שֶׁתִּדְרשׁ אֶת אָחִיךָ אִם רַמַּאי הוּא אִם אֵינוֹ רַמָּאי. כָּל דָּבָר שֶׁעוֹשֶׂה וְאוֹכֵל, יַעֲשֶׂה וְיֹאכַל. וְדָבָר שֶׁאֵין עוֹשֶׂה וְאוֹכֵל, יִמָּכֵר, שֶׁנֶּאֱמַר (שם) וַהֲשֵׁבֹתוֹ לוֹ, רְאֵה הֵיאַךְ תְּשִׁיבֶנּוּ לוֹ. מַה יְּהֵא בַדָּמִים. רַבִּי טַרְפוֹן אוֹמֵר, יִשְׁתַּמֵּשׁ בָּהֶן, לְפִיכָךְ אִם אָבְדוּ חַיָּב בְּאַחֲרָיוּתָן. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, לֹא יִשְׁתַּמֵּשׁ בָּהֶן, לְפִיכָךְ אִם אָבְדוּ אֵינוֹ חַיָּב בְּאַחֲרָיוּתָן:

Wenn er das verlorene Objekt benannt hat, aber nicht dessen Simanim, sollte es ihm nicht zurückgegeben werden. Und wenn er ein Betrüger ist (bekannt als), selbst wenn er seine Simanim gibt, sollte es ihm nicht zurückgegeben werden, wie geschrieben steht (5. Mose 22: 2): "bis du deinen Bruder suchst"—bis Sie Ihren Bruder aufsuchen, um festzustellen, ob er ein Betrüger ist oder nicht. Was auch immer (Tier) funktioniert und frisst [dh wenn das verlorene Tier eines ist, dessen Arbeit die Kosten seiner Nahrung wert ist, wie ein Ochse oder ein Esel], lass es arbeiten und essen [und lass den Finder es nicht verkaufen. Denn jeder bevorzugt sein eigenes Tier, mit dem er vertraut ist und das er nach seinem Willen trainiert hat. Und er (der Finder) braucht sich nicht für immer darum zu kümmern, sondern um eine Henne und ein großes Tier, zwölf Monate; für grasende Kälber und Fohlen (dh solche, die nicht zur Mast aufgezogen werden) und ebenso für Kinder und Lämmer drei Monate. Für Mastkälber dreißig Tage; für kleine Gander und Hähne dreißig Tage; für große, die viel essen, drei Tage. Von diesem Zeitpunkt an nimmt er sie zu ihren geschätzten Kosten für sich oder verkauft sie an andere und behält das Geld.]; Was nicht funktioniert und isst, soll verkauft werden, und es steht geschrieben (ebd.): "Dann sollst du es ihm zurückgeben."—Sehen Sie, wie Sie es ihm zurückgeben können. Was ist mit dem Geld zu tun? R. Tarfon sagt: Er darf es benutzen. Wenn es verloren geht, muss er es daher restaurieren. [Da die Rabbiner ihm erlaubten, es zu benutzen, auch wenn er es nicht benutzt, ist es so, als ob er es getan hätte, und er muss es restaurieren. R. Akiva sagt: Er darf es nicht benutzen. Wenn es verloren geht, muss er daher keine Wiederherstellung durchführen. [Die Halacha entspricht R. Tarfon gegenüber dem Geld, das für den Verkauf des verlorenen Gegenstandes erhalten wurde; aber gefundenes Geld selbst, wie wenn er Geld in einem Beutel findet oder drei Münzen übereinander, darf überhaupt nicht verwendet werden.]

Gray Matter II

The Gemara (Bava Metzia 24b) relates that Mar Shmuel ruled that one “must” return a lost object if one positively knows the owner’s identity. Mar Shmuel based his ruling on lifnim mishurat hadin, whereas the strict letter of Torah law often entitles the finder to keep a lost item.6The Gemara devotes the second chapter of Bava Metzia to discussing when one may keep a lost item, when one should leave the item where it is, and when one must attempt to return it to its owner. The Rishonim debate the nature of Mar Shmuel’s insistence that one “must” act lifnim mishurat hadin.7The possibility of coercing to act lifnim mishurat hadin raises the question of how precisely lifnim mishurat hadin differs from the letter of the law if a Jew must comply with both. Rav Aharon Lichtenstein (Leaves of Faith 2:46-48) grapples with this question at length and argues, “Lifnim mishurat hadin is the sphere of contextual morality…. Guided by his polestar(s), the contextualist employs his moral sense to evaluate and intuit the best way of eliciting maximal good from the existential predicament confronting him.” The Mordechai (Bava Metzia 257) cites the Ra’avan and Ra’avyah, who assert that a beit din may coerce a litigant to act lifnim mishurat hadin provided that he can afford to do so. However, the Beit Yosef (Choshen Mishpat 12) notes that the Rosh (Bava Metzia 2:7) writes, “We do not coerce him to act this way, as we cannot coerce to act lifnim mishurat hadin.”
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